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Frühjahrsversammlung der Altersobleute des KFV HN am 26.03.24

Landkreis Heilbronnvon Gerhard Leitz

Viele inter­es­sierte Alters­ob­leute aus dem gesamten Kreis­ge­biet nahmen an der diesjährigen Frühjahrs­ver­samm­lung im neuen Feu­er­wehr­haus Lein­garten teil.

Zu Beginn begrüßte Kreis­ob­mann Hans Mühlmann Herrn BM Ralf Stein­brenner, den neuen Heil­bronner Kreis­ver­bands­vor­sit­zenden Frank Pitz, Kreis­brand­meister Bernd Halter, den früheren Lein­gar­tener Kom­man­danten Andre Göbl und die Alters­ka­me­raden. Später traf dann noch Rein­hold Gall ein, der eben­falls begrüßt wurde.
Weiter berich­tete er von einigen Verände­rungen im Ver­band. So von der Ver­samm­lung in Ober­sulm, der Tagung am Titisee bei denen es durch Wahlen einige per­so­nelle Ände­rungen gab.

Nun begrüßte Andre Göbl, namens der Feu­er­wehr Lein­garten, die Ver­samm­lungs­teil­nehmer. Er erläuterte dann kurz den Weg zum jet­zigen, impo­santen Feu­er­wehr­haus.
Der Zustand und die Raumnot im alten Gebäude ent­sprach nicht mehr den aktu­ellen Erfor­der­nissen, so, dass der Beschluss zum Neubau eines Feu­er­wehr­hauses gefasst wurde.
Nach inten­siver Stand­ort­suche und über einen Archi­tek­ten­wett­be­werb wurde das Pro­jekt schließlich am jet­zigen Standort rea­li­siert. Man sieht es schon äußerlich: Hier wurden Nägel mit Köpfen gemacht und mit einem radi­kalen Kon­zept, die Topo­grafie nut­zend, ein Feu­er­wehr­haus nach modernsten Gesichts­punkten gebaut.

Anschließend stellte BM Ralf Stein­brenner die Gemeinde Lein­garten mit­tels eines Image Films vor. Dabei zeigte sich, dass Lein­garten eine hohe Wohn- und Frei­zeit­qualität durch viele infra­struk­tu­relle Ein­rich­tungen, aber auch durch Gewerbe und Indus­trie Arbeitsplätze vor Ort hat. Natürlich spielt der Weinbau auch eine Rolle, was sich unschwer an den Hängen der Heu­chel­berger Warte erkennen lässt.

Herr BM Stein­brenner nannte die Feu­er­wehr und ihre gute Jugend­ar­beit eine tra­gende Säule der Gesell­schaft. Daher war und ist es für die Gemeinde wichtig, die Feu­er­wehr ordent­lich für die Zukunft aus­zu­statten und so gesehen sind die neun Mil­lionen Euro für das neue Feu­er­wehr­haus gut ange­legtes Geld.
Gut ange­legt sind für ihn auch die 500 Mil­lionen Euro im Zuge der Südlink Trasse, die in Lein­garten endet, und zum Bau eines Kon­ver­ters gebraucht werden. Wir brau­chen den Strom aus dem Norden um die Ver­sor­gungslücke durch den Weg­fall anderer Ener­gieträger zu kom­pen­sieren. Dazu nannte er eine Zahl: Baden-Württem­berg erzeugt aktuell nur 1/7 seines Stroms selber.
So sei es wohl auch keine Frage, sagte BM Stein­brenner, dass auf dem Heu­chel­berg noch einige Windräder zum Ausbau der rege­ne­ra­tiven Ener­gien gebaut würden.

Als­dann sprach KBM Bernd Halter und berich­tete über Wei­ter­ent­wick­lungen auf Kreis­ebene. So erfor­dert der Bevölke­rungs­schutz, hauptsächlich bei Großscha­dens­er­eig­nissen, noch einige Wei­ter­ent­wick­lungen und Beschaf­fungen.
Dabei soll durch inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit eine gewisse Resi­lienz erreicht werden, damit im Scha­dens­fall ein­zelne Feu­er­wehren nicht über­lastet werden.
So wurden Ein­satz­gruppen, bestehend aus Nach­bar­feu­er­wehren, im Land­kreis gebildet, die sich im Ein­satz gegen­seitig unterstützen. Damit das im Ernst­fall funk­tio­niert müssen die Führungskräfte dafür auf Kreis­ebene aus­ge­bildet werden, denn nur wenn sich diese Kame­raden und Feu­er­wehren kennen, wird dies im Ein­satz­fall rei­bungslos funk­tio­nieren.
Zur Ver­bes­se­rung der Brand­aus­bil­dung beschafft der Land­kreis eine Wärmegewöhnungs­an­lage, so kann durch rea­lis­ti­sche Übungen eine hohe Ein­satz­reife und rich­tiges tak­ti­sches Ver­halten erlernt werden, um im Ernst­fall richtig zu reagieren.
Weiter berich­tete er noch von einem Sire­nenförder­pro­gramm und über den Stand der lau­fenden Einführung des Digi­tal­funks.

Jetzt kam der neue Kreis­ver­band­vor­sit­zende Frank Pitz zu Wort. Er sprach kurz über seinen beruf­li­chen Wer­de­gang und seine jet­zige Tätig­keit als Geschäftsführer einer Bau-Genos­sen­schaft.
Erfreut zeigte er sich über den guten Zustand des KFV-HN und die gute, jah­re­lange Arbeit seines Vorgängers Rein­hold Gall.
Aber sagte er, die Welt dreht sich weiter und die Feu­er­wehren müssen sich ständig neuen Her­aus­for­de­rungen stellen. Da sie auch gesell­schaft­liche Auf­gaben und damit Vor­bild­funk­tion haben, stehen sie beson­ders im Fokus. Immer mehr Men­schen fragen sich ja inzwi­schen, was bringt es mir wenn ich mich ehren­amt­lich enga­giere.
So müsse, sagte Frank Pitz, immer der Mensch im Mit­tel­punkt stehen, denn was nützen die beste Ausrüstung und Geräte, wenn nie­mand da ist der sie bedient.
Des­halb ist in Zukunft die Nach­wuchs­ge­win­nung wichtig und im nächsten Schritt ebenso, die Gewin­nung und Aus­bil­dung von Führungskräften, also Per­sonen die noch mehr Ver­ant­wor­tung über­nehmen.
Zum Schluss sicherte er noch den Alters­ka­me­raden eine respekt­volle und ver­trau­ens­volle Zusam­men­ar­beit zu.

Die Wich­tig­keit eines Ver­bandes betonte nun erneut Rein­hold Gall. Denn nur durch aktive Ver­bands­ar­beit werden poli­ti­sche Ent­schei­dungen angestoßen und umge­setzt. So nannte er als Bei­spiel, dass im Kreis Heil­bronn alle Feu­er­wehren die Min­dest­an­for­de­rungen in den Hin­weisen zur der Leis­tungsfähig­keit einer Feu­er­wehr, zum Teil deut­lich übert­reffen. Das sei nur durch gute und ver­trau­ens­volle Ver­bands­ar­beit mit den Gemeinden möglich gewesen. Aller­dings, räumte er ein, ist die Region Heil­bronn wirt­schaft­lich stark und konnte so leichter finan­zieren. Aber, meinte er, die Feu­er­wehren sollten auch mal Maßhalten und sich nicht selber über­for­dern und auch mal nein sagen. Bei­spiel­haft nannte er da die Orga­ni­sa­tion und Beset­zung von Not­fall Treff­punkten, dies ist Sache der Orts­po­li­zeibehörde.
Die mögliche Einführung einer Feu­er­wehr­rente zur Aner­ken­nung für das Ehrenamt Feu­er­wehr nannte er nach­den­kens­wert. Das kann aber nur ein Ver­band poli­tisch vor­bringen und for­mu­lieren. Zum Abschluss bedankte sich Rein­hold noch­mals für die gute Zusam­men­ar­beit in den letzten 15 Jahren.

Als nächstes sprach Hans Mühlmann über den geplanten Aus­flug der Alters­ab­tei­lungen. Termin ist der 17.07.2024 und es geht nach Karls­ruhe zur 4-Häfen Rund­fahrt. Abschluss ist erneut in Gun­dels­heim. Das Abend­essen orga­ni­siert Helmut Schön. Genauere Details des Aus­flug sowie die Anmel­de­for­mu­lare will Hans nach Ostern ver­senden.
Das nächste Treffen der Alters­ob­leute soll in Unter­grup­pen­bach abge­halten werden. Der Termin wird noch bekannt gegeben.
Nun bedankte sich Hans Mühlmann sehr herz­lich bei der Feu­er­wehr Lein­garten für die Durchführung der Ver­samm­lung.

Zum Abschluss konnten wir, in drei Gruppen auf­ge­teilt, das neue Feu­er­wehr­haus Lein­garten besich­tigen. Da hat man­cher Alters­ka­merad ob der modernen Ein­rich­tung große Augen gemacht.