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Fotojournalisten auf Konfrontation zur Feuerwehr

von Medienteam KFV Heilbronn

Unter dem Titel Ret­tungs­knipser übt der Deut­sche Jour­na­lis­ten­ver­band scharfe Kritik an der Feu­er­wehr: Dessen Bun­des­vor­sit­zender wirft Feu­er­wehren unlau­teren Wett­be­werb und Preis­dum­ping mit öffent­li­chen Mit­teln vor, wenn Fotos von Einsätzen und Übungen durch Pres­se­spre­cher auch Medien zur Veröffent­li­chung zur Verfügung gestellt werden.

Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band (DFV) weist diese Vorwürfe ent­schieden zurück und nimmt seine Öffent­lich­keits­ar­beiter in Schutz: Das gute Mit­ein­ander von Feu­er­wehr­spre­chern und Jour­na­listen vor Ort wird aus wirt­schaft­li­chen Inter­essen einer Min­der­heit von Foto- und Video­jour­na­listen unnötig belastet, sagt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger.

Auf völliges Unverständnis stößt die Kam­pagne, weil sie Feu­er­wehr­leute als gewis­sen­lose Schau­lus­tige dar­stellt. Ins­be­son­dere der Video­clip ,Ret­tungs­knipser ist geschmacklos und belei­di­gend; wenn er sati­risch sein soll, ist er zumin­dest gedan­kenlos gemacht, findet Kröger. Dass der Gewerk­schafts­vor­sit­zende dies auch noch mit einem Gesprächs­an­gebot verknüpft, muss auf viele Feu­er­wehr­angehörige wie Hohn wirken. Es geht auch des­halb fehl, weil der DFV in der Sache schon mit der Gewerk­schaft in Kon­takt steht.

Pres­se­ar­beit der Feu­er­wehren wird in den Redak­tionen aner­kannt

Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band weist den in der Kam­pagne ent­stan­denen Ein­druck zurück, Feu­er­wehren würden den Ein­satz­er­folg für spek­takuläre Bilder hin­ten­an­stellen: Keine Führungs­kraft würde das zulassen. Selbst­verständlich gibt es überall klare Vor­schriften zum Ein­satz­ma­nage­ment, viel­fach auch zur Medi­en­ar­beit und zur Ein­satz­do­ku­men­ta­tion, erläutert Kröger.

Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band hat sich schon in der Boom­zeit des Rea­lity-TV Ende der 1990er Jahre unmiss­verständlich darauf fest­ge­legt, dass Feu­er­wehr­leute keine Hilfskräfte für Jour­na­listen sind. Damals hatten Medien offensiv ver­sucht, regelmäßig Video­ma­te­rial von Feu­er­wehren zu erhalten.

DFV-Präsident Kröger bestätigt diese Hal­tung heute erneut: Jeder hat seine Auf­gabe. Wir respek­tieren die Tätig­keit der Medien und ermögli­chen sie an Ein­satz­stellen auch unter Risiken. Die Pres­se­spre­che­rinnen und Pres­se­spre­cher der Feu­er­wehren leisten unver­zicht­bare und gute Arbeit, die in den Redak­tionen aner­kannt ist und nach­ge­fragt wird. Das erklärt auch die Schärfe der so genannten Kritik-Offen­sive des Jour­na­lis­ten­ver­bandes. Unsere Öffent­lich­keits­ar­beit wird über­wie­gend sogar ehren­amt­lich geleistet allein des­halb geht der Vor­wurf des unlau­teren Wett­be­werbs fehl und wäre im kon­kreten Ein­zel­fall mögli­cher­weise jus­ti­ziabel.

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band