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Flüchtlingssituation: DFV-Präsident bei Kanzlerin

von Medienteam KFV Heilbronn

Feu­er­wehr, Tech­ni­sches Hilfs­werk und Hilfs­or­ga­ni­sa­tionen, aber auch Kom­munen, Kir­chen und Wirt­schaft: Bun­des­kanz­lerin Angela Merkel lud heute Ver­treter von Verbänden und gesell­schaft­li­chen Gruppen, die sich bei der Flücht­lings­auf­nahme enga­gieren, zum Gespräch ins Kanz­leramt. Hans-Peter Kröger, Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV), erläuterte der Kanz­lerin das Enga­ge­ment der Feu­er­wehren in der Akut­phase und warf einen Blick in die Zukunft.

„Ermun­tern Sie die Arbeit­geber der öffent­li­chen Hand, so sie nicht direkt betroffen sind, Arbeit­nehmer für Feu­er­wehr­einsätze frei­zu­stellen!“, appel­lierte er im Hin­blick auf die Durch­haltefähig­keit der Ein­satzkräfte. Bei länger andau­erndem Auf­ent­halt von Men­schen in Auf­nah­me­la­gern begrüßte er die Heranführung an Tätig­keiten, wie sie auch Spon­tan­helfer auf ehren­amt­li­cher Basis durchführten.

Inte­gra­tion: Nach­wuchs her­vor­ra­gend auf­ge­stellt

DFV-Präsident Kröger blickte auch in die Zukunft: „Wenn jede Feu­er­wehr zwei Men­schen inte­griert, enga­gieren sich mehr als 60.000 Per­sonen mit Flücht­lings­hin­ter­grund in den Feu­er­wehren und können so in der Mitte der Gesell­schaft ankommen“, erläuterte er. Kröger lobte den Ein­satz der Kinder- und Jugend­feu­er­wehren: „Unser Nach­wuchs ist hier bereits her­vor­ra­gend auf­ge­stellt: Es ist die beste Inte­gra­tion, bereits im Kindes- und Jugend­alter an die Feu­er­wehr her­angeführt zu werden.“

„Die Feu­er­wehren können die Auf­nah­me­be­reit­schaft jedoch erst einlösen, wenn die Men­schen in ihren Gemeinden wohnen“, detail­lierte Kröger. Hierfür gibt es bereits zahl­reiche Bei­spiele, in denen Asyl­be­werber aus Syrien, Paki­stan, Gambia oder Alba­nien in Feu­er­wehren aktiv werden. „In der Zusam­men­ar­beit mit ihren neuen Kame­ra­dinnen und Kame­raden lernen sie nicht nur Spe­zi­al­wissen oder hand­werk­liche Tätig­keiten, son­dern auch ganz selbst­verständlich die Anwen­dung der deut­schen Sprache im Alltag. Diese Inte­gra­tion geht Hand in Hand mit dem Ein­stieg in das Berufs­leben: Gut ver­netzte Feu­er­wehren können hier auch Türöffner sein“, resümierte der DFV-Präsident.