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Feuerwehrverband verurteilt Übergriffe auf Retter

von Deutscher Feuerwehrverband

Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band (DFV) ver­ur­teilt scharf die Überg­riffe auf Ein­satzkräfte in der Sil­ves­ter­nacht in Ham­burg und Berlin. Dort wurden Feu­er­wehr­leute bei Löschar­beiten mit Feu­er­werk ange­griffen. Der DFV for­dert ein ent­schie­denes Ein­greifen der Polizei und harte Strafen für Täter.

„Die Hemm­schwelle gegenüber Hel­fern ist gesunken. In den Sil­ves­ternächten entlädt sich zuneh­mend ziel­lose Gewalt gegen Feu­er­wehr­angehörige. Ein­satz­fahr­zeuge werden mit Knallkörpern beworfen, Feu­er­wehr­leute werden an Ein­satz­stellen beschimpft, bedrängt und sogar ange­griffen - das pas­siert leider gerade in Städten inzwi­schen regelmäßig“, sagt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. „Dies sind keine Kava­liers­de­likte. Der Schutz unserer Ein­satzkräfte muss auch in der Sil­ves­ter­nacht sicher­ge­stellt sein. Ich for­dere Polizei und Justiz auf, ent­schlossen durch­zu­greifen und Täter durch klare Urteile abzu­schre­cken.“

Nach Schätzungen des Feu­er­wehr­ver­bandes haben die Feu­er­wehren in der Sil­ves­ter­nacht bis in die Mor­gen­stunden bun­des­weit mehr als 10.000 zusätzliche Einsätze gefahren. Kröger: „Gerade durch Leicht­sinn gab es wieder eine Reihe von Schwer­ver­letzen sowie hohe Sachschäden zu beklagen. Beson­ders betroffen machen uns Gesichts­ver­let­zungen, Ver­bren­nungen und Ampu­ta­tionen durch Knallkörper, von denen auch immer wieder Unbe­tei­ligte betroffen sind.“

Bei meh­reren Großbränden in Baden-Württem­berg, Nie­der­sachsen, Nord­rhein-West­falen und Rhein­land-Pfalz ent­standen Mil­lio­nenschäden. Dem Leicht­sinn mit Sil­ves­ter­ra­keten fielen Reet­dachhäuser und his­to­ri­sche Fach­werkgebäude zum Opfer, zum Bei­spiel in Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Bayern und Baden-Württem­berg. Im Südwesten behin­derte Glätte die Ein­satzkräfte.

„Min­des­tens acht Feu­er­wehr­leute sind bei Einsätzen ver­letzt worden. Ihnen wünsche ich bal­dige und vollständige Gene­sung. Tau­sende Feu­er­wehrmänner und -frauen haben - haupt- und ehren­amt­lich - die Nacht an Ein­satz­stellen oder beim Dienst in den Feu­er­wa­chen ohne ihre Fami­lien ver­bracht. Für ihre ste­tige Ein­satz­be­reit­schaft gebührt ihnen unser aller Dank“, betont Feu­er­wehr-Präsident Kröger.

Mehr als eine Mil­lion ehren- und haupt­amt­liche Angehörige der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren, der Berufs- und der Werk­feu­er­wehren stellen in Deutsch­land flächen­de­ckende Hilfe sicher. Zum Jah­res­wechsel wurden ins­be­son­dere in den großen Städten beson­dere Dienst- und Ein­satzpläne in Kraft gesetzt, um schnelle Hilfe auch bei Ein­satz­spitzen sicher­zu­stellen.