QR-Code zur Seite

Feuerwehrverband fürchtet 115-Millionen-Euro-Loch

Landkreis Heilbronnvon Deutscher Feuerwehrverband

Vor Einbußen von bis zu 115 Mil­lionen Euro zu Lasten der Feu­er­wehren warnt der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band (DFV). „Diese Ausfälle wären die Folge, wenn bei der Födera­lis­mus­re­form eine ein­heit­liche Ver­si­che­rungs­steuer zu Lasten der bewährten Feu­er­schutz­steuer eingeführt wird. Damit bräche mehr als ein Drittel der Zuschüsse für Feu­er­wehr­fahr­zeuge, Gebäude und Geräte weg. Über­le­gungen in diese Rich­tung alar­mieren uns außeror­dent­lich“, sagt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger. Der Ver­band ver­tritt 1,3 Mil­lionen Feu­er­wehr­angehörige.

Der Feu­er­wehr­ver­band befürchtet durch die ein­heit­liche Ver­si­che­rungs­steuer das Ende der zweck­ge­bun­denen Feu­er­schutz­steuer. Sie beträgt der­zeit 319 Mil­lionen Euro jährlich und wird bisher für die Aus­stat­tung der Feu­er­wehren ver­wendet. Als Ersatz für die Feu­er­schutz­steuer sind nach DFV-Pro­testen zwar Kom­pen­sa­ti­ons­zah­lungen an die Länder geplant.

„Diese Kom­pen­sa­tion fällt aber nach seriösen Berech­nungen um bis zu 115 Mil­lionen Euro geringer aus, wenn der Steu­er­satz künftig ein­heit­lich 19 Pro­zent beträgt. Grund dafür sind unter­schied­liche Steu­er­an­teile, die Kunden und Ver­si­che­rungs­un­ter­nehmen bei der reinen Feu­er­ver­si­che­rung sowie bei Ver­bun­denen Gebäude- oder Haus­rat­ver­si­che­rungen auf­bringen müssen“, erklärt Kröger nach einem Gespräch mit Dr. Achim Hertel, Mit­glied des Vor­standes des Ver­bandes öffent­li­cher Ver­si­cherer und des Bei­rats des DFV.

Hertel betont: „Durch eine Ände­rung der Finan­zie­rung wäre die durch die Feu­er­wehren geleis­tete flächen­de­ckende Gefah­ren­ab­wehr massiv gefährdet. Bei Weg­fall der Feu­er­schutz­steuer müssten die Länder 115 Mil­lionen Euro mehr erhalten, als der Bund dann künftig durch eine ein­heit­liche Ver­si­che­rungs­steuer von 19 Pro­zent ein­zieht. Es ist den öffent­li­chen Ver­si­che­rern ein beson­deres Anliegen, dass die Förde­rung der Feu­er­wehren länder­seitig nicht ein­ge­schränkt wird.“

Der DFV wird von der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz, vom Deut­schen Städte- und Gemein­de­bund, dem Deut­schen Land­kreistag sowie den öffent­li­chen Ver­si­che­rern unterstützt.