QR-Code zur Seite

Feuerwehrtag und Interschutz in Leipzig

Infor­ma­tion des Ver­bands­vor­sit­zenden Rein­hold Gall, der als einer der 167 Dele­gierten auf dem 28. Deut­schen Feu­er­wehrtag ver­treten war.

Ein­ge­bettet in die impo­sante und größte Feu­er­wehr­messe der Welt "Inter­schutz", fand der nur alle 10 Jahre statt­fin­dende Deut­sche Feu­er­wehrtag in Leipzig statt. Hierbei befassten sich die Dele­gierten mit den gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­rungen, den tech­ni­schen Neue­rungen und Verände­rungen, den finan­zi­ellen Rah­men­be­din­gungen und dem sich wan­delnden Auf­ga­ben­spek­trum der Feu­er­wehren.

Als zen­trale Aus­sage for­mu­lierten die Dele­gierten, dass bewährte Schutz­ziele und Sicher­heits­stan­dards zu erhalten sind. Damit wird der immer wieder auf­lo­dernden For­de­rung nach einer Verlänge­rung der Hilfs­fristen eine klare Absage erteilt und der Ver­rin­ge­rung von Ausrüstungs­stan­dards wider­spro­chen. Denn nur wenn wir Schritt halten mit der all­ge­meinen Ent­wick­lung der Lebens­umstände und der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung, kann die Sicher­heit in einem flächen­de­ckenden Netz der Gefah­ren­ab­wehr auf­recht erhalten werden.

Ein klares Bekenntnis des Ver­bandes gab es auch in Rich­tung unserer Jugend­feu­er­wehren. Der Feu­er­wehrtag bittet die Führungskräfte unserer Feu­er­wehren, unsere jungen Kame­ra­dinnen und Kame­raden an den Ent­schei­dungs­pro­zessen in den Wehren zu betei­ligen und dafür ein­zu­treten, dass vor Ort vielfältige Ange­bote der all­ge­meinen Jugend­ar­beit auch von den Feu­er­wehren ange­boten werden um den jungen Men­schen den Weg zur Feu­er­wehr zu bereiten.

Die Inter­schutz ver­deut­lichte die ganze Band­breite der Feu­er­wehr­ar­beit, der Fahr­zeug­viel­falt, der Gerätschaften, Ausrüstungs­ge­genstände und der persönli­chen Schutz­ausrüstung, die der Markt zu bieten hat. Gele­gent­lich konnte man den Ein­druck gewinnen, dass bei unserer Arbeit nicht der Mensch son­dern die Technik im Mit­tel­punkt steht. Ich erlaube mir den Hin­weis, dass immer aus­ge­feil­tere Fahr­zeuge und Technik, deren Sinn nicht immer erkennbar ist, nicht nur zuneh­mend höhere Kosten mit sich bringen son­dern auch kom­pe­tent bedient werden müssen. Ich glaube hin­gegen, dass -zumin­dest ist dies meine Mei­nung- ein Großteil unseres Ein­satz­spek­trums durch Stan­dard­technik, genormte Fahr­zeuge, vor allem aber durch eine gute Aus­bil­dung und Übung sowie durch gute Ein­satz­taktik, bewältigt werden können. Defi­zite in diesen Berei­chen können nicht durch aus­ge­feilte Technik wett­ge­macht werden.

Auffällig war das große Angebot an Fahr­zeugen und Gerätschaften asia­ti­scher Anbieter, was deut­lich macht, dass deren europäische Nie­der­las­sungen auch auf den deut­schen Markt drängen. Dies bedeutet, dass wir auf der Hut sein müssen bei Aus­schrei­bungen, damit deren noch vor­han­denen tech­ni­schen Defi­zite nicht schlei­chend zu einer Stan­dard­ab­sen­kung über die Hin­tertür führen.

Über die nega­tiven Begleit­erschei­nungen einer solch großen Messe mit vielen Besu­chern will ich mich an dieser Stelle nicht aus­lassen, erwähnen will ich es trotzdem. Auch bei den öffent­li­chen Ver­an­stal­tungen die in der Leip­ziger Innen­stadt statt­fanden, wussten sich wieder einige "Feu­er­wehr­ka­me­raden" nicht zu benehmen. So wird die großartige Ver­an­stal­tung Deut­scher Feu­er­wehrtag und Inter­schutz leider wieder auch ein paar nega­tive Erin­ne­rungen beinhalten.

Euer

Rein­hold Gall,Vor­sit­zender Kreis­feu­er­wehr­ver­band Heil­bronn

Mes­se­bilder:Marcel Karger, KFV-Medi­en­team, der als Dele­gierter für die Baden-Württem­ber­gi­schen Jugend­feu­er­wehren vor Ort war.