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Die Feuerwehren sind ein entscheidender Baustein unserer Sicherheitsarchitektur

von Medienteam KFV Heilbronn

„172.000 Men­schen leisten bei unseren 1.098 Feu­er­wehren im Land her­vor­ra­gende ehren­amt­liche Arbeit in oft­mals kri­ti­schen Situa­tionen. Ohne ihr Enga­ge­ment wäre ein umfas­sender Kata­stro­phen­schutz nicht annähernd leistbar. Sie sind gemeinsam mit allen haupt­amt­li­chen Feu­er­wehrkräften ein ganz wich­tiger Bau­stein der Sicher­heits­ar­chi­tektur unseres Landes“, sagte Minis­terpräsident Win­fried Kret­sch­mann im Minis­terrat. Der stell­ver­tre­tende Minis­terpräsident und Minister für Inneres, Digi­ta­li­sie­rung und Migra­tion, Thomas Strobl, infor­mierte hier über die Situa­tion und Ent­wick­lung der Feu­er­wehren im Land.

„Baden-Württem­berg ist die Wiege der Feu­er­wehren. Nach ihrer Ent­ste­hung in Baden vor 150 Jahren haben sie sich schnell über den ganzen Südwesten aus­ge­breitet und immer mehr an Bedeu­tung gewonnen. Die Feu­er­wehren stehen für den beson­deren Wert, den das ehren­amt­liche Enga­ge­ment in Baden-Württem­berg ein­nimmt. Und die Lan­des­re­gie­rung ist den Städten und Gemeinden, die die Feu­er­wehren vor Ort bedarfs­ge­recht aus­statten, des­halb auch wei­terhin ein verlässli­cher Partner“, sagte Innen­mi­nister Strobl.

Jugend­ar­beit tra­gende Säule für Nach­wuchs­ge­win­nung

„30.085 Angehörige der Jugend­feu­er­wehren, davon mitt­ler­weile mehr als 5.000 Mädchen, machen deut­lich, dass sich das Ehrenamt in der Feu­er­wehr großer Beliebt­heit erfreut“, so Strobl und er unter­strich: „Die Jugend­ar­beit vor Ort ist die tra­gende Säule für die Nach­wuchs­ge­win­nung. Die Zahl der in den Jugend­feu­er­wehren aktiven jungen Men­schen ist in den ver­gan­genen fünf Jahren stetig gestiegen und bildet damit einen Bestand, aus dem wir für die Zukunft schöpfen können. Dieser Erfolg ist das Ergebnis der gemein­samen Anstren­gungen der Gemeinden, des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bandes und der Lan­des­feu­er­wehr­schule.“

Aus-/Fort­bil­dung und Aus­stat­tung Fun­da­ment guter Feu­er­wehr­ar­beit

In den letzten Jahren sind die Anfor­de­rungen an die Feu­er­wehren weiter ange­stiegen, was sich auf die Aus- und Fort­bil­dung ihrer Mit­glieder aus­wirkt. „Die Lan­des­feu­er­wehr­schule in Bruchsal ist eine der modernsten Feu­er­wehr­schulen bun­des­weit und ein Fun­da­ment guter Feu­er­wehr­ar­beit. Mit der neu gegründeten Aka­demie für Gefah­ren­ab­wehr hat die Lan­des­feu­er­wehr­schule ein Aushänge­schild, das für Qualität steht und national wie inter­na­tional hoch­a­ner­kannt ist“, so Minister Thomas Strobl.

Pro­fes­sio­nelle Aus- und Fort­bil­dung ist eine wesent­liche Vor­aus­set­zung, um die immer größer wer­dende Zahl von Einsätzen zu bewältigen. Im ver­gan­genen Jahr 2016 mussten die Gemein­de­feu­er­wehren im Land zu 114.538 Alar­mie­rungen und Einsätzen ausrücken. Damit liegt diese Zahl um rund 23 Pro­zent höher als noch im Jahr 2007 (93.031). Um diese höhere Ein­satz­dichte zu bewältigen, sind auch eine gute Ausrüstung und moderne Aus­stat­tung wich­tige Bau­steine. „Der Bedarf an Feu­er­wehrförder­mit­teln ist in den ver­gan­genen Jahren stetig gestiegen. Das ist für die Lan­des­re­gie­rung etwas aus­ge­spro­chen Erfreu­li­ches: Die Gemeinden statten ihre Feu­er­wehren gut aus. Der Umfang der Anträge hat sich in den ver­gan­genen fünf Jahren mehr als ver­dop­pelt. Damit wird in die Sicher­heit vor Ort inves­tiert“, würdigte Innen­mi­nister Strobl die Maßnahmen der Gemeinden. Wurden im Jahr 2011 noch Anträge im Gesamt­um­fang von 27,6 Mil­lionen Euro ein­ge­reicht, umfassten die Anträge des Jahres 2017 bereits ein Inves­ti­ti­ons­vo­lumen von 59,6 Mil­lionen Euro. Auch steigt die Anzahl der vor­ge­hal­tenen Fahr­zeuge kon­ti­nu­ier­lich: von 8.951 im Jahr 2011 auf aktuell 9.209 Fahr­zeuge im Jahr 2016.

In den nächsten Jahren erwartet die Lan­des­re­gie­rung wei­tere Inves­ti­tionen im Bereich der Feu­er­wehrhäuser. Ins­be­son­dere wird dem Arbeits- und Unfall­schutz sowie der Ener­gie­ef­fi­zienz der Gebäude verstärkt Rech­nung getragen werden. „Damit wird auch eines deut­lich: Die Zweck­bin­dung des Feu­er­schutz­steu­er­auf­kom­mens macht Sinn. Die zeitgemäße Aus­stat­tung wird auch zukünftig keine leichte Auf­gabe sein. Wir stehen aber für eine leis­tungs­starke Feu­er­wehr in Baden-Württem­berg“, bekräftigte Innen­mi­nister Thomas Strobl den Willen zur Unterstützung der Gemeinden im Land.

Wertschätzung auch durch Aus­zeich­nung und soziale Absi­che­rung

„Nicht ver­gessen dürfen wir, dass dieses Ehrenamt mit Gefahren ver­bunden ist. Die Feu­er­wehr­angehörigen bringen sich bei ihren Einsätzen häufig in die Gefahr, selbst an Körper und Seele ver­letzt zu werden. Diesen Ein­satz gilt es wert­zuschätzen. Zum einen bringen wir dies durch die Aus­zeich­nung der Feu­er­wehr­angehörigen für jah­re­lange pflicht­treue Dienst­leis­tung in einer Ein­satz­ab­tei­lung zum Aus­druck: Mit den Feu­er­wehr-Ehren­zei­chen in Silber (25 Jahre), Gold (40 Jahre) und Gold in beson­derer Ausführung (50 Jahre) – und neu in Bronze (15 Jahre)“, erklärte Innen­mi­nister Strobl. „Zum anderen, und das ist ganz wichtig, hat das Land Baden-Württem­berg ent­schei­dend dazu bei­getragen, dass die Feu­er­wehr­angehörigen bei allen Einsätzen, Übungen und Diensten umfang­reich sozial abge­si­chert sind. Auch hier sind wir in Baden-Württem­berg vor­bild­lich.“

Quelle: Innen­mi­nis­te­rium Baden-Württem­berg