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DFV sieht Löschfahrzeuge des Bundes in Gefahr

von Medienteam KFV Heilbronn

Zur Frühjahrs­ta­gung der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz (IMK) for­dert der Spit­zen­ver­band der Feu­er­wehren die Rücknahme von Kürzungen beim Zivil­schutz und Trans­pa­renz bei der Haus­halts­pla­nung. „Der Bund gibt seit Jahren etwa neun Mil­lionen Euro weniger, als er mit den Ländern ver­ein­bart hat. Offenbar fehlt es hier nicht an Geld, son­dern am poli­ti­schen Willen“, sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV).

DFV-Präsident Kröger for­dert die Innen­mi­nister und -sena­toren der Länder auf, sich bei der IMK in dieser Woche in Mainz für eine Auf­sto­ckung der Haus­halts­mittel im Zivil­schutz ein­zu­setzen. „Der Zivil­schutz wird über­wie­gend ehren­amt­lich geleistet, er lebt vom guten Willen der dort enga­gierten Feu­er­wehr­frauen und -männer. Diese Men­schen ver­dienen ein Zei­chen des guten Wil­lens aus der Politik, denn sie gehen für diese Gesell­schaft sprichwörtlich durchs Feuer“, so Kröger.

Feu­er­wehr-Präsident Kröger: Zivil­schutz wird kaputt gespart

Nach Infor­ma­tionen des DFV geht es beim so genannten Kamin­gespräch der Kon­fe­renz um die Ver­wen­dung zusätzli­cher Gelder im Innen­res­sort. Mit den Feu­er­wehren kon­kur­rieren darum aber auch die Bereit­schafts­po­li­zeien der Länder. Eine Staats­se­kretärsrunde hatte zuvor dem Ver­nehmen nach zusätzliche Gelder ver­teilen sollen, aber keine Eini­gung erzielt. „Wir lassen uns nicht hinter ver­schlos­senen Türen gegen die Polizei aus­spielen“, betont der Feu­er­wehr-Präsident. „Bund und Länder schulden den Ehren­amt­li­chen zumin­dest ein trans­pa­rentes Ent­schei­dungs­ver­fahren und ein offenes Abstim­mungs­ver­halten.“

Gemäß Bund-Länder-Absprache soll der Bund den Zivil­schutz mit jährlich 57 Mil­lionen Euro fördern, hat in den ver­gan­genen Jahren aber nur jeweils rund 48 Mil­lionen Euro ver­an­schlagt. In diesem Jahr gibt es eine ein­ma­lige Erhöhung von fünf Mil­lionen Euro. Der Feu­er­wehr­ver­band pocht auf eine verlässliche Finan­zie­rung, damit die 1.400 Feu­er­wehr-Fahr­zeuge des Bundes kon­zeptgemäß ersetzt und damit auf den Stand der Technik gebracht werden können.

„Ange­sichts der aktu­ellen Span­nungen an Europas Ost­grenzen kann der Zivil­schutz nicht noch mehr kaputt gespart werden“, erläutert DFV-Präsident Kröger. Der Bund stellt mit seinen Löschfahr­zeugen und Schlauch­wagen ein Gesamt­kon­zept zur Verfügung, dass nicht nur im Span­nungs­fall sinn­voll und not­wendig ist. Rund 20.000 Ehren­amt­liche stehen mit diesen Fahr­zeugen auch bei länderüberg­rei­fenden Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phen wie 2013, für den Schutz kri­ti­scher Infra­struk­turen sowie im Falle von Ter­ror­anschlägen zur Verfügung.

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band