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DFV-Präsident Kröger trifft EU-Kommissar Andor

von Medienteam KFV Heilbronn

Der Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes hat die Bedenken zur EU-Arbeits­zeit­richt­linie persönlich dem zuständigen EU-Kom­missar vor­tragen können. Auf Ver­mitt­lung des Bun­des­tags­ab­ge­ord­neten Karl Hol­meier (Bayern) ist DFV-Präsident Hans-Peter Kröger in Berlin mit EU-Kom­missar László Andor zusam­men­ge­troffen. Kröger erläuterte hierbei die Posi­tion der deut­schen Feu­er­wehren im Ehren- und Hauptamt: Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band will, dass der aktu­elle Rechts­status erhalten bleibt und dadurch jeder Natio­nal­staat für sich fest­stellen muss, ob Angehörige von Frei­wil­ligen Feu­er­wehren Arbeit­nehmer sind. Für den Bereich des Haupt­amtes in Berufs- und Werk­feu­er­wehren soll in jedem Fall die ,Opt Out-Rege­lung erhalten bleiben.

Andor ist der für den Bereich Beschäfti­gung, soziale Ange­le­gen­heiten und Inte­gra­tion in der Europäischen Union zuständige Kom­missar. Aktuell ver­han­deln die Sozi­al­partner über die EU-Arbeits­zeit­richt­linie. Sollten sie zu keiner Eini­gung kommen, ist ein Ände­rungs­vor­schlag der EU-Kom­mis­sion zu erwarten. Natürlich haben wir Respekt vor den der­zeit lau­fenden Ver­hand­lungen der Sozi­al­partner, erklärte Kröger zu den bis Ende Dezember ange­setzten Gesprächen, jedoch hat das Thema viele Men­schen in ganz Deutsch­land bewegt. Der DFV bemüht sich der­zeit, Ruhe ein­kehren zu lassen.

Kröger freute sich über die Zusage des EU-Kom­mis­sars, dass die EU-Kom­mis­sion in jedem Fall die Beson­der­heiten der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren berücksich­tigen werde, falls die Ange­le­gen­heit von den Sozi­al­part­nern zurückver­wiesen werde: Wir ver­trauen darauf, dass die Kom­mis­sion keinen Vor­schlag plant, in dem die Frei­wil­lige Feu­er­wehren unter die Arbeits­zeit­richt­linie fallen würden, berichtet der Ver­bandspräsident.

Grundsätzliche Ziel­rich­tung der EU-Arbeits­zeit­richt­linie sei der Schutz der Gesund­heit und die Sicher­heit von Arbeit­neh­mern. In der Europäischen Union müsse jedoch auch die sehr große Viel­falt berücksich­tigt werden, habe Kröger aus dem Treffen mit­ge­nommen.

Wir sind über­zeugte Europäer und keine Nein-Sager, fasst DFV-Präsident Kröger die Posi­tion des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes zusammen. Der Ver­bandspräsident dankte Karl Hol­meier, MdB, für die Möglich­keit, dem EU-Kom­missar die Argu­mente und Beweggründe der deut­schen Feu­er­wehren persönlich vor­tragen zu können.

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band