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DFV-Beirat berät zu neuen Ansätzen für Integration

von Medienteam KFV Heilbronn

Wie kann die Inte­gra­tion unter­schied­lichster Per­so­nen­gruppen in den Feu­er­wehren gelingen? Die Mit­glieder des Bei­rats des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV) berieten in der Sit­zung in Berlin neue Ansätze und brachten dabei unter anderem Erfah­rungen aus Politik und Wirt­schaft ein. Dem Gre­mium gehören aktuell 122 Per­sonen an – dar­unter auch die ehe­ma­ligen Minister Dr. Thomas de Maizière, Rein­hold Gall und Stefan Studt. „Der Beirat unterstützt den Ver­band in seiner Arbeit – und damit die Feu­er­wehren“, sagte die Bei­rats­vor­sit­zende und ehe­ma­lige Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­terin Claudia Craw­ford. Die Bei­rats­mit­glieder gedachten des kürzlich ver­stor­benen Gründungs­vor­sit­zenden Klaus Kinkel.

„Der Beirat ist eine wich­tige Ver­bin­dung in die Politik – auch jetzt im Zuge der bevor­ste­henden Euro­pa­wahl“, dankte DFV-Präsident Hartmut Ziebs. Er gab Ein­blick in aktu­elle The­men­felder des Ver­bandes: Innere Sicher­heit, Mittel für den Zivil­schutz, Gewalt gegen Ein­satzkräfte, Gaffen an Ein­satz­stellen, kli­ma­be­dingte Einsätze wie Waldbrände, EU-Arbeits­zeit­richt­linie, hohe Belas­tung der Feu­er­wehr­angehörigen, inter­na­tio­naler Ein­satz, Inte­grierte Leit­stellen und Digi­ta­li­sie­rung.

„Die Feu­er­wehren müssen auf die Her­aus­for­de­rungen des demo­gra­phi­schen und sozialen Wan­dels reagieren“, appel­lierte Craw­ford, sich auch wei­terhin bei der Inte­gra­tion Geflüchteter sowie wei­terer bis­lang unter­repräsen­tierter Bevölke­rungs­gruppen zu enga­gieren. Die Bei­rats­mit­glieder dis­ku­tierten, wie Führungskräfte in der Feu­er­wehr bei dieser zusätzli­chen Auf­gabe unterstützt werden können. Welche Verände­rungen durch Inte­gra­tion auch in Orga­ni­sa­ti­ons­ab­lauf, Technik und sozialer Inter­ak­tion bewirkt werden, erforscht nun das FOR­TESY-Pro­jekt der Uni­versität Pader­born. Prof. Dr. Ilona Hor­wath vom Institut für Leichtbau mit Hybrid­sys­temen stellte den Pro­jekt­an­satz vor.

„Teams, Taktik, Technik – Schutz und Ret­tung ver­netzt“ lautet das Motto der Inter­schutz 2020. Die Welt­leit­messe für Feu­er­wehr, Ret­tungs­wesen, Bevölke­rungs­schutz und Sicher­heit findet vom 15. bis 20. Juni 2020 in Han­nover statt. Martin Fol­kerts, Global Director Inter­schutz bei der Deut­schen Messe AG, stellte im Beirat den aktu­ellen Sach­stand vor. „Es ent­stehen gerade viele tolle Ideen und Kon­zepte, die auf der Messe deut­lich machen werden, welche Chancen sich aus Digi­ta­li­sie­rung und Ver­net­zung ergeben“, berich­tete er. Der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band wird gemeinsam mit seinen Part­nern in Halle 27 präsent sein. Par­allel findet zudem der 29. Deut­sche Feu­er­wehrtag statt.

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band