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165 Jahre Deutscher Feuerwehrverband gefeiert

von Medienteam KFV Heilbronn

Im Jahr 1853 folgten dem Aufruf von Conrad Diet­rich Magirus, Feu­er­wehr­kom­man­dant von Ulm, zu einem infor­mellen Treffen in Plochingen Ver­treter von zehn württem­ber­gi­schen Feu­er­wehren. Das Datum gilt als die sym­bo­li­sche Geburts­stunde des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV). Magirus ging durch sein kon­ti­nu­ier­li­ches Enga­ge­ment für das Feu­er­wehr­ver­bands­wesen auch als „Orga­ni­sator der deut­schen Feu­er­wehren“ in die Feu­er­wehr­ge­schichts­schrei­bung ein. 165 Jahre später beging der Deut­sche Feu­er­wehr­ver­band nun in Ulm zusammen mit der Magirus GmbH das gemein­same Jubiläum.

„Durch die Neugründung vieler Frei­wil­liger Feu­er­wehren in der Zeit zwi­schen 1811 und 1853 wurde bereits der Grund­stein für eine Platt­form zum Mei­nungs­aus­tausch und zur Abstim­mung gelegt“, freute sich DFV-Präsident Hartmut Ziebs in seiner Fest­rede zur Gründung des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes. „Ver­netzen, aus­tau­schen und mit­ein­ander reden war ein Grund­ge­danke von Conrad Diet­rich Magirus in der Gründungs­phase des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes. Auch heute stehen die Mei­nungs­bil­dung, die Inter­es­sen­ver­tre­tung und die bun­des­weite Abstim­mung weiter im Vor­der­grund unserer Arbeit“, so der Präsident. Ziebs betonte auch, dass der Aus­tausch in der europäischen Feu­er­wehr­fa­milie für die Zukunft immer wich­tiger werde: „Wir werden über unsere Stelle in Brüssel die poli­ti­schen Ent­wick­lungen frühzeitig begleiten und zudem im Welt­feu­er­wehr­ver­band CTIF mehr Ver­ant­wor­tung über­nehmen. Die deut­schen Feu­er­wehren stehen nun auch für Aus­lands­einsätze bereit.“

Conrad Diet­rich Magirus gründete im Jahr 1864 die C.D. Magirus Feu­er­wehr-Requi­siten Fabrik und legte damit den Grund­stein des heu­tigen Unter­neh­mens. Marc Diening, Präsident und CEO der Magirus GmbH, blickte in seiner Ansprache auf die Rolle der Feu­er­wehren zurück: „Es gibt nur wenige Verbände aus deren Ver­bands­ar­beit solch eine zen­trale gesell­schaft­liche Ent­wick­lung ent­standen ist.“ Diening dankte allen Feu­er­wehr­angehörigen, die in 165 Jahren über Gene­ra­tionen hinweg wert­volle Arbeit geleistet haben. „Aus dem deut­schen Feu­er­wehr­wesen sind viele Ideen auch im Bereich der Technik her­vor­ge­gangen, die im inter­na­tio­nalen Bereich Vor­bild sind“, appel­lierte er für den länderüberg­rei­fenden Aus­tausch und unter­strich die kon­struk­tive Zusam­men­ar­beit: „Unser gemein­samer Gründungs­vater ver­pflichtet uns zu einem part­ner­schaft­li­chen Weg in die Zukunft.“

„Ulm ist stolz auf den Tüftler Magirus. Er war ein dyna­mi­scher Mensch, ein Quer­denker, omnipräsent – und nicht immer bequem. Sein Erbe ist ein Feu­er­wehr­ver­band, der ein wich­tiges Fun­da­ment für viele Men­schen ist“, resümierte der Ulmer Oberbürger­meister Gunter Czisch.

Gra­tu­la­tion an Ehrenpräsident Gerald Schäuble zum 80. Geburtstag

Im Rahmen der Fei­er­stunde gra­tu­lierte der DFV-Präsident auch dem Ehrenpräsidenten Gerald Schäuble zu seinem 80. Geburtstag. Der Baden-Württem­berger Schäuble, der von 1994 bis 2003 Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes war, bezeich­nete Ulm als „Anker­platz für die Feu­er­wehren“.

Quelle: Deut­scher Feu­er­wehr­ver­band