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Verbandsversammlung 2013 - Verband fordert ausreichende Finanzierung der Feuerwehren

von Medienteam KFV Heilbronn

Der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Baden-Württem­berg for­derte bei seiner Jah­res­ver­samm­lung in Calw das Land und die Kom­munen auf, den Feu­er­wehren im Land aus­rei­chend Gelder zur Verfügung zu stellen. Vom Land erwartet der Ver­band in den kom­menden Jahren die ungekürzte Feu­er­schutz­steuer für Zwecke der Feu­er­wehren. Die 500 Ver­treter spra­chen sich auch für eine bes­sere Kata­stro­phen­vor­sorge aus.

In den Jahren 2013 und 2014 wird das Land zur Haus­halts­sa­nie­rung nach Schätzungen des Ver­bandes etwa 5 Mil­lionen Euro zur Sanie­rung des Lan­des­haus­haltes und 2 Mil­lionen für den Kata­stro­phen­schutz aus der zweck­ge­bun­denen Feu­er­schutz­steuer ent­nehmen. 2013 nimmt Baden-Württem­berg etwa 52 Mil­lionen Euro ein. 2014 und später dürfte das Auf­kommen noch weiter steigen. Dies begründete der Ver­band auch mit höheren Ver­si­che­rungsprämien, welche die Ver­si­che­rungs­wirt­schaft bereits angekündigt hat.

Wenn auch 2015 die Steuer wieder zugunsten der Haus­halts­sa­nie­rung gekürzt werden sollte, sieht der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Baden-Württem­berg starke nega­tive Folgen für die Feu­er­wehren und damit für die Sicher­heit im Land. „Die Wehren im Land brau­chen eine zeitgemäße Aus­stat­tung, um die immer höheren Anfor­de­rungen erfüllen zu können. Auch im Inter­esse der Sicher­heit in Baden-Württem­berg ist es nicht zu ver­ant­worten, wenn das Land weiter die gesetz­liche Zweck­bin­dung der Feu­er­schutz­steuer miss­achtet“ so Ver­bandspräsident Dr. Frank Knödler. Der­zeit, so wurde in Calw auch bekannt, stellt das Land in ein­zelnen Land­kreisen nur etwa die Hälfte der bean­tragten Förder­mittel zur Verfügung. Das per­ma­nente Ver­schieben von nötigen und zweckmäßigen Beschaf­fungen sei weder sicher­heits­tech­nisch zu ver­ant­worten noch wirt­schaft­lich vernünftig, warnten die Feu­er­wehr­ver­treter.

Knödler wies auf die hoch­pro­fes­sio­nellen Leis­tungen der baden-württem­ber­gi­schen Feu­er­wehren hin. Diese würden viel­fach von ehren­amt­li­chen garan­tiert, die rund um die Uhr bereit stünden. „Moderne Beklei­dung und Schutz­ausrüstung, zeitgemäße Fahr­zeuge und Geräte oder die fach­ge­rechte Unter­brin­gung in ordent­li­chen Feu­er­wehrhäusern sind unab­dingbar, um die Sicher­heit im Land auch künftig zu gewährleisten. Wir brau­chen gerade im Ehrenamt moto­vierte, kom­pe­tente Men­schen. Diese sind zeitgemäß auszurüsten und ange­messen zu unterstützen vom Land und den Kom­munen“ stellte Knödler fest. Von den 115.000 Ein­satzkräften in den baden-württem­ber­gi­schen Feu­er­wehren sind etwa 113.000 ehren­amt­lich tätig.

Der Ver­band mahnte bei seiner Ver­samm­lung auch unter Hin­weis auf die zuneh­menden Natur­ka­ta­stro­phen ein bes­seres Manage­ment von Großscha­dens­lagen an. Vor allem die Struktur der Leit­stellen müsse überprüft werden. „Mit der heu­tigen Leit­stel­len­land­schaft hinken wir den tech­ni­schen und orga­ni­sa­to­ri­schen Möglich­keiten hin­terher“ monierte Knödler. Die Frage nach der Wirt­schaft­lich­keit der nicht­po­li­zei­li­chen Leit­stellen würden immer drängender. Zudem sei die Ein­bin­dung der Leit­stellen in den künftigen digi­talen Funk nach wie vor unklar. Für die Bekämpfung von Großscha­dens­lagen for­derte der Ver­band eine zeitgemäße Aus- und Fort­bil­dung ebenso wie geeig­nete tech­ni­sche Aus­stat­tung. Hier müsse der Schwer­punkt auf zeitgemäßer Technik für die Kom­mu­ni­ka­tion liegen.
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Feu­er­schutz­steuer

Die Feu­er­schutz­steuer wird auf die Prämien der Feu­er­ver­si­che­rung erhoben. Sie steht den Bun­desländern zu. Rechts­grund­lage ist das Feu­er­schutz­steu­er­ge­setz. In Baden-Württem­berg ist das Auf­kommen nach § 33 Feu­er­wehr­ge­setz für Zwecke der Feu­er­wehr und des vor­beu­genden Brand­schutzes zu ver­wenden. Mit der Feu­er­schutz­steuer fördert das Land unter anderem die Beschaf­fung von Feu­er­wehr­fahr­zeugen und den Bau von Feu­er­wehrhäusern durch die Städte und Gemeinden.
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Daten

Der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Baden-Württem­berg ist ein ein­ge­tra­gener Verein. Über die 42 Stadt- und Kreis­feu­er­wehr­verbände gehören alle Feu­er­wehren ein­schließlich der Berufs- und Werk­feu­er­wehren dem Lan­des­feu­er­wehr­ver­band an. Ins­ge­samt ver­tritt er
? 107.500 Angehörige der Frei­wil­ligen Feu­er­wehren
? 6.000 Angehörige der Werk­feu­er­wehren
? 2.000 haupt­amt­liche Feu­er­wehr­angehörige
? 27.400 Angehörige der Jugend­feu­er­wehren
? 32.400 Angehörige der Alters­ab­tei­lungen

Der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band repräsen­tiert die Feu­er­wehren nach außen und ver­tritt ihre Inter­essen gegenüber der Öffent­lich­keit, Ver­wal­tung und Regie­rung sowie gegenüber den Trägern der Feu­er­wehren.

Quelle: Lan­des­feu­er­wehr­ver­band Baden-Württem­berg