Die diesjährige Frühjahrsversammlung der Altersobleute fand diesmal in Weinsberg statt. Dazu bot das neue Feuerwehrhaus, in Sichtweite der Burgruine Weibertreu, einen imposanten Rahmen.
Kreisobmann Hans Mühlmann konnte viele Alterskameraden aus den umliegenden Kreisgemeinden begrüßen. Besonders willkommen hieß er als Ehrengäste die beiden früheren Vorsitzenden des KFV HN Reinhold Korb und Reinhold Gall, die Weinsberger Bürgermeisterin Birgit Hannemann und den Weinsberger Kommandant Heiko Frank. Er bedauerte, dass unser KFV Vorsitzender Frank Pitz, KBM Bernd Halter sowie Helmut Schön wegen anderer Termine verhindert waren.
Nun stellte Bürgermeisterin Birgit Hannemann in einem Grußwort die Stadt Weinsberg vor. Weinsberg ist eine Kleinstadt mit ca. 13000 Einwohnern und ausgeprägter Infrastruktur, reichhaltiger Geschichte und Zentralort des Weinsberger Tals. Bekannt ist die Stadt weithin wegen der Burgruine Weibertreu und der Geschichte von den treuen Weibern von Weinsberg. Natürlich spielen auch der Weinbau und die renommierte Weinbauschule eine Rolle. Als Unterzentrum erfüllt Weinsberg weitere Aufgaben, so z.B. die Grundversorgung umliegender Gemeinden und den Feuerwehrdienst im Bereich des Weins-berger Autobahnkreuzes. Deshalb braucht die Stadt eine gut ausgerüstete Feuerwehr und so war es eine dringende Notwendigkeit der Feuerwehr zeitgemäße Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies wurde eindrucksvoll durch den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses unter Beweis gestellt. Durch die etwas aus dem Ruder gelaufenen Baukosten von 21 Millionen Euro muss die Stadt jetzt leider allgemein den Gürtel etwas enger schnallen.
Kommandant Heiko Frank begrüßte nun die Alterskameraden. In Ergänzung zu Frau Bürgermeiterin Hannemann schilderte er nochmals die überfällige Notwendigkeit aus der Enge des alten Gerätehauses herauszukommen und einen Neubau eines Feuerwehrgerätehauses anzustreben. Das neue, im Februar 2025 bezogene, Gebäude ist das Ergebnis jahrelanger Planung und harter Arbeit. Man sieht: Hier wurden Nägel mit Köpfen gemacht und das erleichtert nun der Feuerwehr ihr Engagement für die Bevölkerung durch zeitgemäße Räumlichkeiten. Nun ist ausreichend Platz für die 100 Einsatzkräfte, 31 Jugendlichen, Dusch- und Umkleideräume, Übungshof und Fahrzeugabstellplätze.
Die Feuerwehr Weinsberg besteht aus insgesamt 4 Abteilungen und jetzt, so Kdt. Heiko Frank, bietet sich nun die Möglichkeit mit den weiteren Abteilungen Gellmersbach, Grantschen und Wimmental am Standort Weinsberg Übungen abzuhalten, damit auch diese Kameraden am gesamten Gerät geschult und damit noch besser integriert sind.
Erneut übernahm Hans Mühlmann das Wort und berichtete über verschiedene Aktivitäten die er und Helmut Schön unternahmen. So wurde der diesjährige Ausflug zur Neuenstadter Freilichtbühne vorbereitet, die Verbandsversammlung in Zaberfeld besucht, das Treffen Altersobleute in Bruchsal, weiter berichtete er über Änderungen in der Feuerwehrausbildung, Novellierung des Feuerwehrgesetzes, etc.
Nochmal zum Ausflug am 26.06.: Es haben sich 311 Personen angemeldet. Los geht es um 18:00 Uhr mit einem gemütlichen Beisammensein, dazu werden Verzehr Gutscheine verteilt und um 20:30 beginnt dann die Vorstellung von „Der Tag an dem der Papst gekidnappt wurde“.
Unser Ehrenvorsitzender Reinhold Gall übernahm nun und hielt einen kleinen Vortrag über Krisen-vorsorge. Dieses Thema ist für die Feuerwehren an sich nichts Neues. Neu ist allenfalls die Zusammenarbeit mit dem Militär. Zur Einleitung zeigte er verschiedene Bilder von Krisensituationen z.B. Hochwasser, Waldbränden, Stromausfällen, Terroranschlägen etc. Als einzelnes Ereignis sind diese Situationen meist noch be-herrschbar, aber wenn sie gehäuft auftreten kann es schnell zur Katastrophe führen, vor allem wenn man sich dazu noch kriegerische Ereignisse denkt. Beispielhaft zeigt er nun Lösungen für verschieden Szenarien auf, die sich mit entsprechender Überlegung und Vorbereitung beherrschen lassen und nicht von der Krise in die Katastrophe führen. Dazu ist allerdings ein umdenken großer Teile der Bevölkerung nötig, da die meisten Menschen den Umgang mit Krisen verlernt haben und sich dann schnell als Opfer fühlen. Deshalb müssen wir alle wieder mehr Resilienz entwickeln um auf Krisen besser vorbereitet zu sein. Auf der homepage bbk.bund.de gibt es aber dazu gute Tipps.
Als letztes stellt nun Günter Baumann die Rettungshundestaffel Unterland e.V. vor. Günter ist vielen Alterskameraden noch aus seiner Zeit bei BF Heilbronn bekannt und stellt sich nun der Hundestaffel zur Verfügung.
Die Rettungshundestaffel Unterland ist die älteste, auf privatrechtlicher Basis geführte, Staffel in Deutschland. In Heilbronn werden seit 1974 Rettungshunde und ihre Hundeführer ausgebildet. Die Aufgabe der Rettungshundestaffel Unterland besteht darin, mit speziell ausgebildeten Teams (Mensch und Hund), vermisste Personen zu suchen und zu finden. Dabei arbeiten die Hundestaffeln mit verschiedenen Organisationen wie z.B. Feuerwehr, Polizei, DRK, THW, Notfallseelsorge zusammen.
Anhand verschiedener Szenarien und Bilder schilderte Günter die Taktiken und Vorgehensweise der Hundeführer. Gesucht werden kann in der Fläche oder in Trümmern (durch Erdbeben oder Explosionen zerstörte Gebäude). Gesucht werden oft kranke, demente, ältere oder suizidgefährdete Personen, Verletzte nach Unfällen, Verbrechen oder Katastrophen.
Das aktuelle Einsatzteam besteht aus ca. 15 Rettungshundeführern mit ihren Hunden, hinzu kommen Suchtrupphelfer, Einsatzassistenten, Gruppen- und Zugführer. Zum Schluss führten noch zwei Hundeführer in einer kleinen Demo ihrer Arbeit vor.
Als letztes sprach nun nochmals Hans zu den Alterskameraden, bat zu einem Gruppenbild und lud sie zum Herbsttreffen nach Talheim ein. Mit einem Dank an die Weinsberger Kameraden, insbesondere Kdt. Heiko Frank, schloss Hans die Versammlung und wünschte den Alterskameraden eine gute Heimfahrt.



