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Feuerwehren unterstützen die Waisen von 9/11

von Deutscher Feuerwehrverband

Die Kinder der getöteten Feu­er­wehr­leute vom 11. Sep­tember 2001 erhalten künftig mit deut­scher Unterstützung Sti­pen­dien: Zum fünften Jah­restag der Ter­ror­anschläge in den USA hat sich die Stif­tung Hilfe für Helfer mit 233.342,37 Euro am Aus­bil­dungs­fonds „City of Berlin Scho­lar­ship“ der Check­point Charlie Stif­tung betei­ligt. Hilfe für Helfer ist eine Initia­tive des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV) und von Daim­ler­Chrysler. Das Geld wurde bun­des­weit von Feu­er­wehren und ihren Verbänden gesam­melt.

„So können wir jungen Men­schen wir­kungs­voll beim Start ins Leben helfen. Das ist gelebte Kame­rad­schaft über Grenzen hinweg, für die ich allen Spen­de­rinnen und Spen­dern von Herzen danke“, sagt Hans-Peter Kröger, Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes und Vor­sit­zender von Hilfe für Helfer.

Nach den Anschlägen vom 11. Sep­tember 2001 hatten die deut­schen Feu­er­wehren über die Stif­tung Hilfe für Helfer mit ins­ge­samt 1.050.000 Euro die Fami­lien der 343 Feu­er­wehrmänner unterstützt, die unter den Trümmern des World Trade Cen­ters begraben worden waren. „Nie­mals zuvor in der Geschichte sind bei einem ein­zigen Ein­satz so viele Feu­er­wehr­leute ums Leben gekommen. Das werden wir nie ver­gessen“, sagt Kröger.

Erster Sti­pen­diat ist John F. Der­mody (17). Johns Vater Kevin Der­mody wurde beim Ein­satz an den Twin Towers ver­letzt und leidet noch heute unter den Folgen. Das „City of Berlin Scho­lar­ship“ unterstützt Johns Stu­dium am Ulster Com­mu­nity Col­lege in Stone Ridge, New York. Zur­zeit ist er mit seinen Eltern und wei­teren Angehörigen der Feu­er­wehr New York bei der Ber­liner Feu­er­wehr und der Check­point Charlie Stif­tung zu Gast in der Bun­des­haupt­stadt.

„Ich werde Deutsch­land und die Men­schen hier ein Leben lang in meinem Herzen tragen, weil sie so viel für mich und unzählige andere getan haben“, sagt John. Seine Eltern danken den Feu­er­wehrmännern und -frauen in Deutsch­land für ihre Großzügig­keit.

Ein wei­terer Sti­pen­diat ist Thomas J. Caroll (18), dessen Vater als Feu­er­wehr­mann beim Ein­sturz der Twin Towers eben­falls schwer ver­letzt wurde. Thomas hat vor einer Woche sein Stu­dium an der Loyola Uni­ver­sity in Chi­cago begonnen.

Check­point Charlie Stif­tung ist enga­gierter und kom­pe­tenter Partner

Die Check­point Charlie Stif­tung in Berlin wurde 1994 vom Abge­ord­ne­ten­haus des Landes Berlin gegründet und hat seitdem rund 400 deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Pro­jekte ver­wirk­licht – das „City of Berlin Scho­lar­ship” ist eines davon. Der Fonds soll für Voll- und Halb­waisen der Anschläge bis zum Jahr 2028 in Kom­bi­na­tion mit bestehenden ame­ri­ka­ni­schen Förder­pro­grammen anteilig die Stu­di­engebühren von pri­vaten und öffent­li­chen Col­lege- und Uni­versitätsa­us­bil­dungen decken.

Antrags­be­rech­tigt sind außer Waisen auch Kinder und Jugend­liche, deren Eltern durch ihren berufs­be­dingten Ein­satz am 11. Sep­tember oder Aufräumar­beiten an Ground Zero dau­er­hafte Gesund­heitsschäden davon­ge­tragen haben.

Feu­er­wehr-Präsident Kröger: „Wir sind dankbar, in der Check­point Charlie Stif­tung einen kom­pe­tenten und enga­gierten Partner gefunden zu haben. Wir sind froh, dass wir mit jedem Cent Gutes tun und die Spen­den­ak­tion der deut­schen Feu­er­wehren zum 11. Sep­tember erfolg­reich abschließen konnten. Unsere Hilfe hat die Men­schen in New York erreicht und berührt.“