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Rückblick Gesamtübung am 27.09.2024

Abstattvon Daniel Ehmer, Feuerwehr Abstatt

Am 27.09.2024 stand unsere dritte Gesamtübung in diesem Jahr an.

Auch diese Gesamtübung wurde von 2 Führungskräften der Feu­er­wehr gemeinsam mit dem DRK geplant. Der Rest der Mann­schaft wusste im Vor­feld nichts über das geplante Übung­sze­nario. Dadurch hatten alle den größtmögli­chen Übungs­ef­fekt, da sich nie­mand im Vor­feld Gedanken zum Ablauf machen konnte.

Als Alarm­stich­wort wurde uns eine starke Rauch­ent­wick­lung in der Wil­deck­halle gemeldet.

Der Ein­satz­leiter begab sich mit dem MZF (Mehr­zweck­fahr­zeug) an die Ein­satz­stelle. Bei Ein­treffen wurde der Ein­satz­leiter bereits von einer großen Men­schen­menge emp­fangen. Es standen ca. 20 Pas­santen vor der Wil­deck­halle, die Sta­tisten sorgten so für ein rea­lis­ti­sches Chaos, was die ersten Ein­satzkräfte sicht­lich for­derte, die Lage­er­kun­dung dieser aus­geprägten Lage wurde dadurch erschwert. Ursache für den Brand waren Arbeiten im Dach­be­reich. Zwei Arbeiter befanden sich ver­letzt noch auf dem Dach, der gesamte Innen­be­reich der Halle war bereits kom­plett ver­ne­belt und es befanden sich noch eine größere Anzahl Per­sonen in der Halle.

Im MZF wurde direkt nach Ein­treffen die Ein­satz­lei­tung auf­ge­baut und von dort aus wurden alle anrückenden Ein­satzkräfte an ihre Posi­tion geleitet.

Das direkt nach dem MZF ein­ge­trof­fene TLF (Tanklöschfahr­zeug) wurde direkt auf dem Wil­deck­hal­len­park­platz vor dem Haupt­ein­gang auf­ge­stellt, somit konnte der Angriffs­trupp unter Atem­schutz sofort über den Haupt­ein­gang die Per­so­nen­suche im Foyer, den Toi­letten und der Halle über­nehmen.

Als Beson­der­heit bei dieser Übung waren auch überörtliche Kräfte real anwe­send und nicht nur fiktiv alar­miert. So kam die Feu­er­wehr Unter­grup­pen­bach zur Unterstützung mit dem Kom­man­do­wagen und dem HLF (Hil­fe­leis­tungslöschfahr­zeug) ange­fahren. Auch eine Dreh­leiter aus Heil­bronn-Biberach war real auf Anfahrt.

Die Feu­er­wehr Unter­grup­pen­bach wurde am hin­teren Ende der Wil­deck­halle auf der Scho­z­achstraße in Stel­lung gebracht. Die Feu­er­wehr Unter­grup­pen­bach über­nahm unter Atem­schutz das Absu­chen der kom­pletten Umklei­de­ka­binen. Der hin­tere Sport­ler­ein­gang war jedoch von unserer ver­schlos­senen Übungstüre ver­sperrt. Somit musste diese Türe zuerst mit Türöffnungs­werk­zeug geöffnet werden. Anschließend war der Weg zu den Umklei­de­ka­binen frei.

Als letzte Bereiche waren nun noch die Tribüne und der Dach­be­reich frei. Daher wurde das HLF der Feu­er­wehr Abstatt zusammen mit der Dreh­leiter aus Heil­bronn im Ein­gangs­be­reich der Wil­deck­halle auf der Scho­z­achstraße posi­tio­niert.

Die Was­ser­ver­sor­gung für die Dreh­leiter wurde eben­falls durch das HLF sicher­ge­stellt.

Durch diese Auf­tei­lung waren alle Hal­len­be­reiche abge­deckt und es konnte zeit­gleich auf einer großen Fläche abge­sucht werden, ohne dass sich die Ein­satzkräfte gegen­seitig beein­flussten. Auf­grund der großen Ausprägung der Ein­satz­stelle und den vielen Kräften wurde die Ein­satz­stelle vom Ein­satz­leiter in zwei Abschnitte unter­teilt, im vor­deren Bereich der Halle über­nahm ein Zugführer aus Abstatt die Koor­di­na­tion und im hin­teren Bereich der Halle ein Zugführer aus Unter­grup­pen­bach.

Da auf dem Park­platz keine Hydranten zur Verfügung standen und das Hydran­ten­netz durch die rest­li­chen Fahr­zeuge schon sehr bean­sprucht war, wurde die Was­ser­ver­sor­gung für das TLF durch den GW-T (Gerätewagen Trans­port) sicher­ge­stellt. Hierzu wurde eine Trag­kraft­spritze an der Scho­zach posi­tio­niert und Wasser aus dieser über Schläuche zum TLF gefördert.

Par­allel zum Absu­chen des Inneren der Halle wurde anschließend vom TLF noch ein Was­ser­werfer vor dem Ein­gangs­be­reich in Stel­lung gebracht, wodurch der Dach­be­reich abgelöscht werden konnte.

Nachdem die Dreh­leiter die beiden Per­sonen vom Dach gerettet hatte, wurde auch mit dieser eine Brandbekämpfung im Dach­be­reich ein­ge­leitet.

Der Ret­tungs­dienst rich­tete während dessen einen Pati­en­ten­sam­mel­platz im Bereich der Che­mo­technik ein, dort war genügend Platz vor­handen, um die große Menge an betrof­fenen zu sichten und zu ver­sorgen.

Die enorme Anzahl von Pati­enten stellte alle betei­ligten vor eine große Her­aus­for­de­rung. Man hat schnell gemerkt, dass bedingt durch die große Pati­en­ten­an­zahl keine indi­vi­du­elle Behand­lung mehr möglich war. Hier arbei­teten der Ret­tungs­dienst und die Feu­er­wehr Hand in Hand, es wurden nach engen Abspra­chen alle freien Per­sonen der Feu­er­wehr zur Unterstützung dem Ret­tungs­dienst zur Seite gestellt.

Am Ende konnten 80 Sta­tisten erfolg­reich gesichtet und behan­delt werden. An dieser Stelle ein großes Dan­keschön an alle Mit­wir­kenden, die diese Übung sehr rea­lis­tisch gestaltet haben!

Nach mehr­ma­ligem Absu­chen aller Bereiche und Ablöschen des Brandes wurde mit 4 Lüftern die Halle belüftet und vom Rauch befreit.

Über die Übung ver­teilt gab es am MZF meh­rere Bespre­chungen mit allen Führungskräften der Feu­er­wehren und dem Ret­tungs­dienst, um sich gemeinsam über die aktu­elle Lage aus­zu­tau­schen.

Nachdem die Halle rauch­frei war, konnte die Übung erfolg­reich beendet werden. Im Nach­gang konnten alle betei­ligten incl. den Sta­tisten in der Wil­deck­halle gemeinsam etwas trinken und Pasta essen.

Ein großes Dan­keschön an Katha und Peter sei­tens der Feu­er­wehr für die gemein­same Pla­nung und Orga­ni­sa­tion der tollen Übung und an Heiko für die foto­gra­fi­sche Beglei­tung!

Und zu guter Letzt ein Danke an alle Angehörigen des Ret­tungs­dienst (40 Teil­nehmer ver­teilt auf 14 Fahr­zeuge des DRK und 3 Fahr­zeuge des ASB, sowie 10 Helfer der Mimen­gruppe des DRK). Aber auch sei­tens der Feu­er­wehr ein großes Dan­keschön an die Kame­raden aus Unter­grup­pen­bach und Heil­bronn-Biberach. Es war super, dass wir hier gemeinsam üben konnten und die Zusam­men­ar­beit für einen realen Ein­satz aus­ge­baut werden konnte!

Beson­ders schön war auch die Anwe­sen­heit von 2 Per­sonen des Poli­zei­re­viers Weins­berg als Beob­achter der Übung, auch hier konnten im Nach­gang wich­tige Erkennt­nisse und Infor­ma­tionen aus­ge­tauscht werden.

Die Übung hat gezeigt wie wichtig eine gute Zusam­men­ar­beit aller Blau­licht­or­ga­ni­sa­tionen ist, um eine solche große Ein­satz­lage ab zu arbeiten. Nur gemeinsam ist es möglich eine solche Lage zu bewältigen, auch wenn in Realität noch weitaus mehr Per­sonal aller Orga­ni­sa­tionen anwe­send gewesen wären.

Abschließen möchte ich den Bericht mit einem Dan­keschön an die Gemeinde Abstatt für die Unterstützung bei der Übung und natürlich an alle Kame­ra­dinnen und Kame­raden der Feu­er­wehr Abstatt, dass ihr euch die Zeit für die Übung genommen habt!