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Hand in Hand zu mehr Sicherheit

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Nicole Theuer, HSt

Feu­er­wehren aus dem Land­kreis glänzen bei Abnahme der Leis­tungs­ab­zei­chen

Ein­drucks­voll stellten Feu­er­wehren aus dem Land­kreis ihre Leis­tungsstärke bei der Abnahme der Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze, Silber und Gold unter Beweis. Ein­ein­halb Tage nahmen die Schieds­richter rund um das Feu­er­wehr­haus der Abtei­lung Süd die Leis­tungs­stufen der Wehren von Unter­grup­pen­bach bis Eppingen ab. Kreis­brand­meister Bernd Halter lobte am Samstag: „Unsere Feu­er­wehren zeigen eine ganz hohe Qualität. Das zeigt, wir sind im Land­kreis gut auf­ge­stellt, die Wehren sind gut aus­ge­bildet, wir sind also ins­ge­samt auf einem guten Weg.“

Während die schrift­li­chen Prüfungen für die­je­nigen, die das Leis­tungs­ab­zei­chen in Gold ablegen wollten, hinter ver­schlos­senen Türen statt­fanden, konnten bei der tech­ni­schen Hilfe und dem Lösch­an­griff, den alle drei Leis­tungs­stufen absol­vieren müssen, Besu­cher zuschauen. Wer sich unter dem Begriff „tech­ni­sche Hilfe“ zunächst nichts vor­stellen konnte, fand heraus: Es geht um die Ret­tung eines Ver­letzten nach einem Ver­kehrs­un­fall. „Jede Gruppe besteht aus neun Mit­glie­dern, wobei nur die Posi­tion des Maschi­nisten und des Grup­penführers vorher fest­ge­legt sind. Die übrigen Posi­tionen werden aus­ge­lost, so dass keiner der Teil­nehmer vorher weiß, was er genau machen muss, und des­halb alles beherr­schen muss.“

Acht Minuten hatte die Gruppe Zeit, den ein­ge­klemmten Ver­letzten zu befreien, ihn bis zur Übergabe an den Ret­tungs­dienst zu betreuen, die Unfall­stelle aus­zu­leuchten und den Brand­schutz sicher­zu­stellen. Jeder Durch­lauf wurde von den Besu­chern mit Applaus quit­tiert. Obwohl es inzwi­schen recht warm geworden war, machten die Prüflinge weiter. „Im Ein­satz können wir auf die Wit­te­rungs­be­din­gungen auch keine Rücksicht nehmen“, machte Halter deut­lich. Auf die Frage, ob das Ablegen der Leis­tungs­ab­zei­chen Pflicht für jeden Feu­er­wehr­angehörigen ist, erklärte er: „In den Aus­bil­dungs­vor­schriften für den Trupp­mann heißt es, dass jeder das Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze abge­legt haben soll. Soll ist im Ver­wal­tungs­sinne als muss zu ver­stehen.“ Mit Argus­augen ver­folgte Halter die Gruppe, die gerade mit der Ret­tung des Ver­letzten beschäftigt war. Dabei fiel auf, die Gruppe besteht aus Mit­glie­dern von zwei ver­schie­denen Feu­er­wehren. „Das ist nicht nur möglich, son­dern sogar ausdrücklich erwünscht“, erklärte Halter, „theo­re­tisch können die neun Mit­glieder einer Gruppe von neun ver­schie­denen Wehren kommen.“ Das gemein­same Üben für das Leis­tungs­ab­zei­chen „schärft die inter­kom­mu­nale Zusam­men­ar­beit“. Die Leis­tungs­stufen Silber und Gold sind zwar keine Pflicht mehr, doch Halter begrüßt es, wenn sich Gruppen finden. „Natürlich ist die Vor­be­rei­tung auf das Leis­tungs­ab­zei­chen ein großer Zeit­auf­wand. Mona­te­lang bereiten sich die Gruppe vor, üben bis zu zweimal in der Woche zusätzlich. Doch das fördert die Kame­rad­schaft. Es wird aber auch die Ein­satz­rou­tine ver­tieft und das führt wie­derum dazu, dass man im Ein­satz mehr Sicher­heit hat.“

Neben dem feu­er­wehr­tech­ni­schen Können spielt die Sau­ber­keit des Ein­satz­fahr­zeugs eine Rolle. „Man muss sich immer vor Augen halten, dass das Fahr­zeug nicht Eigentum der Feu­er­wehr ist, son­dern Eigentum der Gemeinde, mit dem wir pfleg­lich und ordent­lich umgehen müssen.“