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Feuerwehr Bad Rappenau - Stabsstelle wird personell verstärkt

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Stadt­brand­amt­mann Conrad Wagen­bach unterstützt ab heute die haupt­amt­li­chen Mit­ar­beiter der Feu­er­wehr

Eines neues Gesicht gibt es bei den haupt­amt­li­chen Mit­ar­bei­tern der Stabs­stelle Feu­er­wehr: Stadt­brand­amt­mann Conrad Wagen­bach tritt am heu­tigen Dienstag seinen Dienst als stell­ver­tre­tender Leiter der Stabs­stelle an und bekleidet damit den Posten des Stell­ver­tre­ters von Felix Mann.

Lang erwartet Im Gespräch mit den Feu­er­wehrmännern wird schnell klar: Mann freut sich auf den Dienst­be­ginn seines neuen, haupt­amt­li­chen Kol­legen. Wobei: In der Posi­tion ist Wagen­bach neu, doch ein neues Gesicht bei der Feu­er­wehr Bad Rap­penau ist er nicht. Seit über 20 Jahren gehört der Fami­li­en­vater der Ret­tungs­or­ga­ni­sa­tion an, ver­diente sich hier seine ersten Sporen, ehe er vor elf Jahren eine Aus­bil­dung bei der Feu­er­wehr Heil­bronn begann und so sein Hobby zum Beruf machte. Als vor einigen Monaten die Stelle in der Kur­stadt als stell­ver­tre­tender Stabs­stel­len­leiter aus­ge­schrieben wurde, musste Wagen­bach nicht lange über­legen. „Der Reiz der Stelle liegt in ihrer Viel­sei­tig­keit. Es müssen durch wenige haupt­amt­liche Mit­ar­beiter alle Bereiche abge­deckt werden, wobei das Auf­ga­ben­spek­trum das gleiche ist wie bei der Berufs­feu­er­wehr.“

Dort sei man breiter auf­ge­stellt: „Man bear­beitet eigen­ver­ant­wort­lich sein Auf­ga­ben­ge­biet und muss zeitnah Ergeb­nisse lie­fern.“ In Bad Rap­penau „sind die Wege kürzer. Hier bin ich ein Bin­de­glied zwi­schen Haupt- und Ehrenamt.“

Wagen­bach sagt: „Ich freue mich und hoffe, es wird so, wie wir uns das vor­stellen. Der Wechsel von der Berufs­feu­er­wehr hierher ist krass, aber auf mich wartet eine inter­es­sante Tätig­keit. Ich wünsche mir, dass mich die Ehren­amt­li­chen als Unterstützung für sie sehen.“ Dem Ehrenamt wieder die Zeit widmen, die ihm gerecht wird, das möchte Felix Mann. „Ich freue mich, dass Conrad jetzt da ist. Ich habe jetzt die Zeit, wieder mehr vor Ort zu sein, kann die Übungen der Abtei­lungen wieder mehr besu­chen und habe mehr Zeit für die Orga­ni­sa­tion und Per­so­nalführung.“

Ange­sichts der Auf­ga­ben­viel­falt ent­schloss man sich, diese Stelle zu schaffen. „Die The­men­viel­falt, mit der wir uns beschäftigen, ist sehr groß und sehr zeit­in­tensiv“, erzählt Mann. „Wir haben The­men­be­reiche wie Technik, Fahr­zeuge, Geräte, brau­chen eine Schnitt­stelle zur EDV als Admi­nis­trator. Unsere Lie­gen­schaften müssen betreut werden, wir sind für den vor­beu­genden Brand­schutz ver­ant­wort­lich und müssen uns mit der Instand­set­zung unserer Gebäude aus­ein­an­der­setzen.“ In der Zusam­men­ar­beit mit Wagen­bach setzt Mann auf eigenständige Auf­ga­ben­be­reiche für beide. „Conrad Wagen­bach wird sich auf jeden Fall mit den Berei­chen Technik und vor­beu­gender Brand­schutz beschäftigen.“

Fach­wissen Und noch etwas möchte Mann seinem neuen Kol­legen übert­ragen. „Als Bau­in­ge­nieur ist Conrad in der Lage, bei zukünftigen Baumaßnahmen bei der Pla­nung mit­zu­ar­beiten. Dadurch sparen wir uns die Kosten für externe Fach­planer.“ Schon bei der Pla­nung des neuen Feu­er­wehr­hauses wird Wagen­bach seine Fach­kennt­nisse ein­bringen können. „Wir müssen uns bei diesem Vor­haben mit ver­schie­denen The­ma­tiken wie Stark­re­gen­ma­nage­ment, Zu- und Abfahrt zum Feu­er­wehr­haus, Raum- und Funk­ti­ons­dia­grammen und auch bau­recht­li­chen Belangen wie Löschwas­ser­de­fi­ziten beschäftigen“, zählt Mann auf. „Zudem muss die die Fort­schrei­bung des Feu­er­wehr­be­darfs­plans im kom­menden Jahr vor­be­reitet werden, und wir müssen ver­schie­dene Fahr­zeuge wie bei­spiels­weise einen neuen Kom­man­do­wagen und einen Gerätewagen beschaffen und dafür die Aus­schrei­bungen vor­be­reiten.“ Auch die Umrüstung der Fahr­zeuge auf Digi­tal­funk muss ange­gangen werden, 25 Fahr­zeuge warten aktuell auf die neue Technik. Wichtig ist Mann zu betonen, dass Wagen­bach nicht die Posi­tion eines stell­ver­tre­tenden Kom­man­danten bekleiden wird. „Meine Stell­ver­treter als Kom­man­dant nach dem Feu­er­wehr­ge­setz sind nach wie vor Thomas Wachno und Ilja Woita­schek.“

Zur Person:
Conrad Wagen­bach ist 35 Jahre alt und gebürtiger Bad Rap­pen­auer, der mit seiner Familie in Bon­feld lebt. Seit seinem zwölften Lebens­jahr ist er bei der Feu­er­wehr. „Der dama­lige Kom­man­dant Wil­helm Bödinger hat mich nach meinem Übert­ritt in die Ein­satz­ab­tei­lung sehr gefördert, wofür ich ihm sehr dankbar bin.“ Nach dem Abitur stu­dierte Wagen­bach Bau­in­ge­nieur­wesen in Karls­ruhe und arbei­tete in der Bau­branche. „Im Hin­ter­kopf hatte ich aber immer, mein Hobby irgend­wann zum Beruf zu machen.“

Im Jahr 2013 war es soweit. „Es wurden Stellen für Quer­ein­steiger aus­ge­schrieben, so dass ich 2014 meine Lauf­bahn bei der Berufs­feu­er­wehr mit einer zweijährigen Aus­bil­dung begonnen habe.“