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Zielspritzen ist gar nicht so leicht

Neckarwestheimvon Stefanie Pfäffle, HSt

Vor­sichtig lenkt Flo­rian den kleinen Schub­karren um die Hütchen herum. Schließlich soll kein Tropfen Wasser aus dem Plas­tik­be­cher ver­loren gehen, der in der Mitte der Karre auf einem Holz­brett thront. Der Vierjährige macht sich gut, wie auch die anderen Knirpse sich große Mühe geben. Ges­tern lud die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Neckar­west­heim die Kleinsten zum Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm in das Feu­er­wehr­haus ein.

Tren­nung Drei Ter­mine, drei ver­schie­dene Alters­gruppen: Marc Kurrle, bei den Flo­ri­ansjüngern für die Öffent­lich­keits­ar­beit bei Kin­dergärten und Schulen zuständig, hat sich ganz bewusst für die Tren­nung ent­schieden. „Mit einem Vierjährigen kann man ein­fach nicht die glei­chen Sachen machen wie mit einem Achtjährigen. Die Klei­neren sind lang­samer und den Älteren wird es dann lang­weilig“, hat er fest­ge­stellt.

Zum zweiten Mal in Folge ist nun auch eine Aktion für die Kin­der­gar­ten­kinder dabei. „Ansonsten gibt es im gesamten Pro­gramm für dieses Alter nur einen Punkt, des­wegen wollte ich etwas anbieten.“ Es sei aller­dings etwas schlecht, dass dieser Termin nun statt­findet, nachdem der Kin­der­garten wieder ange­fangen hat. „Aber das ging ter­min­lich nicht anders.“

18 Kinder konnten sich auf den Vor­mittag freuen, mit­ma­chen wollten ursprünglich über 40. „Wir bringen sie am Schluss mit dem Ein­satz­wagen nach Hause und mehr als neun Plätze und zwei Fahrer habe ich ein­fach nicht.“

Während sich eine Gruppe um ihren Schub­karren kümmert, laufen die anderen Kinder auf zusam­men­setz­baren Skiern durch einen Par­cours. Bei den Älteren werden diese ver­bunden, so dass meh­rere auf einem Paar stehen, die Kleinen aber dürfen alleine ran und bewegen sich mit Rie­sen­schritten um die Hütchen herum. Ganz schön anstren­gend.

„Ich mag vor allem die Autos, die habe ich in klein zu Hause“, erzählt ein Junge. Er kann sich gut vor­stellen, später mal Feu­er­wehr­mann zu werden, während Lucy (4) das kate­go­risch aus­schließt. „Ich will mal Pfer­de­frau sein“, sagt sie bestimmt.

Hüpfburg Kurrle baut die Hüpfburg auf, welche sich die Feu­er­wehr für die Arbeit im Kin­der­garten besorgt hat. Schuhe aus­ziehen und es kann los­gehen. Mit unbändiger Energie flitzen die Kinder durch die auf­ge­bla­senen Hin­der­nisse, um am Ende jauch­zend die Rut­sche hin­unter zu sausen. Lachend kommen sich die Kleinen in die Quere und tau­meln vor lauter Eifer über die weiche Mauer. Draußen ver­sucht die zweite Gruppe, Dosen mit dem Was­ser­strahl aus einem echten Feu­er­wehr­schlauch zu treffen. Hin und wieder muss der Jugend­feu­er­wehr­mann helfen. Das mit dem Zielen ist eben so eine Sache.

Bild: Auf verkürzten Skiern bahnten sich die vier- und fünfjährigen Kinder ihren Weg um die Hütchen herum. (Foto: Ste­fanie Pfäffle)