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Weihnachtsbäume haben ausgedient

Schwaigernvon Stefanie Pfäffle, HSt

"Oh Tan­nen­baum, oh Tan­nen­baum, wie grün sind deine Blätter." Das sind sie in vielen Fällen zwar auch noch nach Dreikönig, trotzdem gilt für die meisten Leute: Abschmücken und raus mit der Nadel­pracht. Was vor wenigen Wochen noch sorgfältig aus­ge­sucht wurde, landet nun vor der Haustür und wird von fleißigen Händen ein­ge­sam­melt. Auch in Schwai­gern waren am Samstag die Ver­eine unter­wegs: in Stetten die Fußballer des TSV, in Mas­sen­bach der CVJM und in Nie­der­hofen sowie der Kern­stadt die Jugend­feu­er­wehr.

Ein­fa­cher Im Ver­gleich zum letzten Mal sei das Ein­sam­meln diesmal ein Klacks, stellt Jugend­leiter Michael Wagen­plast erleich­tert fest. "Damals lag dichter Schnee, heute müssen wir eher die Jacken aus­ziehen, weil es so warm ist."

Allein in Schwai­gern ist seine Truppe mit 54 Leuten auf sieben Fahr­zeugen unter­wegs, um hun­derte von Nadelbäumen abzu­holen. Manche stehen schon im Garten bereit. An den Haustüren wird geklingen, denn natürlich freuen sich die Helfer auch über eine kleine Spende. "Die meisten geben uns bereit­willig etwas", erzählt Isa­bella (15), die für diesen Abschnitt das Ein­sam­meln über­nommen hat. Oft zwei Euro, manchmal aber mehr landen in ihrem Beutel.

Die Mit­glieder einer Gruppe haben sich auf­ge­teilt. Die kräftigen Jungen hieven die Bäume auf den Anhänger, wo Steffen Heiche sie möglichst eng zusam­men­pfercht. "So 50 passen etwa auf einmal drauf." Hand­schuhe sind ein Muss, auch wenn die weit ver­brei­teten Nord­mann­tannen nicht so pieksen. "Aber man weiß es eben nicht vorher." Wenn ein Gebiet fertig ist, werden die Auf­gaben neu ver­teilt, und zwi­schen­durch fährt der Bulldog zum Abladen auf den Häcksel­platz.

Die Jugend­feu­er­wehr bietet Voll­ser­vice. "Manchmal haben wir auch schon beim Abschmücken geholfen", erin­nert sich Wagen­plast lachend an zurücklie­gende Aktionen. Auch diesmal bau­meln an einigen Ästen noch Lametta und Co. "Dann lassen wir den Leuten ein­fach die Zeit und nehmen die Bäume auf dem Rückweg mit." Aller­dings habe er auch schon fest­ge­stellt, dass viele Leute den Baum diesmal länger stehen lassen wollen. "Weil er noch so schön ist", sagt Wagen­plast.

Grün nadelt Wenn es nach Rudi Schmalzhaf gegangen wäre, würde auch in seinem Wohn­zimmer noch der geschmückte Baum stehen. "Aber der hat schon gen­a­delt, weil er bei uns direkt neben der Hei­zung steht, und bis man die Nadeln dann wieder alle weg hat, das dauert ewig", sagt seine Frau Johanna. Also weg damit. Sie hätten das Grün auch ver­brennen können, geben es aber lieber der Feu­er­wehr. "Damit sie auch was ver­dienen, wenn sie schon rum­fahren." Nur die großen Zweige hat Johanna Schmalzhaf abge­schnitten. Die werden nun ihre Rosen vor Kälte schützen.

Bild: Weih­nachtsbäume in allen Größen lan­deten am Samstag erst auf dem Anhänger der Jugend­feu­er­wehr und später auf dem Häcksel­platz. (Foto: Ste­fanie Pfäffle)

Ver­fasser: Ste­fanie Pfäffle - www.lesebar.net