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Spritzen macht einfach am meisten Spaß

Talheimvon Stefanie Pfäffle, HSt

„Dürfen wir jetzt spritzen?“ Auf­merksam haben die Mädchen Betreuer Tobias Hausser zugehört, welche unter­schied­li­chen Strahl­rohre gibt. Aber jetzt wollen sie ran ans Wasser. Zu spritzen, ist doch immer wieder der Höhepunkt bei der Feu­er­wehr, auch beim Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm, das die Jugend­feu­er­wehr von Tal­heim aus­richtet. Die Flo­ri­ansjünger haben sich auch noch andere Dinge aus­ge­dacht, um den 25 Kin­dern spie­le­risch ihre Arbeit zu erklären.

Schwimm­brille Im ersten Stock des Feu­er­wehr­hauses haben sich vier Jungen ausgerüstet: Helm auf dem Kopf, geschwärzte Schwimm­brille vor den Augen. Sie sehen nichts mehr und laufen mit der Hand auf der Schulter des Vor­der­mannes in den Jugend­raum. Ihre Auf­gabe: Sechs Gegenstände wie eine Hose, einen Ball oder auch ein Indiaka zu finden, die auf dem Boden liegen. Aller­dings stehen da auch Tische und Stühle herum. Das Ganze soll die Arbeit der Atem­schutzträger simu­lieren, die sich durch einen ver­rauchten Raum tasten.

Die Taktik der Jungen: flach auf den Boden legen und robben. Manche rollen auch durch die Gegend. „Ich hab was, ich hab was“, ruft einer. „Das bin ich“, meint ein anderer. Kleiner Scherz­keks. Langsam, aber sicher sam­meln die Jungen alle Gegenstände ein, und als sie dann wieder sehen können, wissen sie noch recht genau, wo sie diese gefunden haben. Erstaun­lich, wie gut ihre Ori­en­tie­rung ist.

Brand­ge­fahr Während im Flur Was­ser­fla­schen­ke­geln auf dem Pro­gramm steht, warten im Hof ein paar bren­nende Kerzen. Die müssen natürlich gelöscht werden, höchste Brand­ge­fahr. Und wie macht man das am besten? Wasser in den Mund und drauf los spu­cken. Die Kinder haben einen Hei­denspaß, und da stört auch die Außentem­pe­ratur von 15 Grad nicht. Ein biss­chen Nässe schadet nicht.

Spaß ist der Haupt­grund, warum die Kinder immer wieder gern zur Feu­er­wehr gehen, der Großteil ist Wie­der­ho­lungstäter. „Wasser spritzen ist das Beste“, finden Leon (11) und Fabian (9). Zur Jugend­feu­er­wehr wollen sie des­wegen aber nicht unbe­dingt. „Da hätten wir wahr­schein­lich gar keine Zeit für.“

Im Inneren wird einer Gruppe das Tanklöschfahr­zeug 16/25 genauer erklärt. Tobias Hausser hat die nächsten Kinder am Start, denen er Strahl­rohre zeigt. Drei ver­schie­dene, von einer Durch­lauf­ge­schwin­dig­keit zwi­schen 25 und 800 Litern pro Minute hat er im Angebot. Die funk­tio­nieren ganz simpel − ent­weder auf oder zu. Und dann ist da noch das Hohl­strahl­rohr, eine Erfin­dung aus den USA, die dort schon lange, in Tal­heim aber erst seit Kurzem im Ein­satz ist. „Ich kann hier stu­fenlos die Durch­fluss­menge regu­lieren und das Sprühbild ändern“, erklärt Hausser: vom direkten Strahl zu einer den Feu­er­wehr­mann schützenden Sprühne­bel­wand. Die Gruppe lauscht. Bis zur unver­meid­li­chen Frage: „Dürfen wir jetzt spritzen?“