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Sponsorenlauf hilft Jugendfeuerwehr

Bad Rappenauvon Stefanie Pfäffle, HSt

Es war ein Auf­takt nach Maß. Die Bad Rap­pen­auer Jugend­feu­er­wehr freut sich über das Ergebnis des Spon­so­ren­laufs zum Auf­takt der Auto Action.

Marcel will unbe­dingt noch mit­laufen. Gerade ist der Start­schuss zum fünften Spon­so­ren­lauf bei der Ver­an­stal­tung Auto Action in der Bad Rap­pen­auer Rie­men­straße gefallen, aber der Achtjährige war ein biss­chen spät dran. Jetzt steht er bei Orga­ni­sator Bernd Kupitz, der noch schnell den Trans­ponder für die Zeit­mes­sung und die Start­nummer raus­sucht. „So fünf Runden schaffe ich viel­leicht schon“, über­legt der kleine Bad Rap­pen­auer. Bestimmt, schließlich hat er noch knapp zwei Stunden Zeit dafür.

So lange dürfen die rund 140 Läufer nämlich ihre Runden auf der 1,3 Kilo­meter langen Strecke drehen. „Beim ersten Mal pre­schen einige noch voraus und bre­chen dann ein, aber inzwi­schen halten die meisten durch“, stellt Kupitz fest. Schließlich kann man auch mit zügigem Gehen ein gutes Ergebnis erzielen.

Auf die Kilo­meter kommt es am Schluss an, für den müssen die selbst gesuchten Spon­soren – ins­ge­samt sind es über 270 - einen vorher fest­ge­legten Betrag spenden. Der fließt in diesem Jahr erst­mals an die Jugend­feu­er­wehr. Davor ging das Geld immer an die Rap­pen­auer Schulen.

„Das wird der Grund­stock für die neu eröffnete Kasse der Gesamt­ju­gend­wehr“, erklärt Axel Klum­bach, einer der beiden stell­ver­tre­tenden Kom­man­danten. Bisher wurden die acht Jugend­feu­er­wehren immer aus ihren Orts­ab­tei­lungen heraus unterstützt, doch jetzt werden Ausflüge, das Zelt­lager oder T-Shirts für die der­zeit 110 Jugend­li­chen aus einer gemein­samen Kasse bezahlt. „Damit können wir viel­leicht auch die Attrak­tivität dieses Ehren­amts stei­gern“, hofft Klum­bach. Denn Nach­wuchs wird immer gesucht, kommen doch fast alle Aktiven aus der eigenen Jugend.

Das zu unterstützen, ist denn auch Kupitz zweites Anliegen neben dem reinen Geld­segen. „Die besten fünf Läufer werden an einem Aus­flug der Jugend­feu­er­wehr teil­nehmen, viel­leicht wird da das Inter­esse geweckt“

Auf der Strecke wird auch nach 40 Minuten immer noch vor­nehm­lich gejoggt. Einer sticht vom Tempo etwas heraus, nämlich Holger Freu­den­berger von der TSG Heil­bronn, frisch zurück aus dem Trai­nings­camp in Kenia. Er wird auf Initia­tive von Kupitz hin von den drei ansässigen Autohäusern unterstützt und steuert allein mit seinen 32,5 Kilo­me­tern knapp 1000 Euro bei.

Doch auch die anderen Teil­nehmer geben sich große Mühe. David Urbas gehört zu dem 80-Mann-Block, den die Feu­er­wehr selbst auf die Beine gestellt hat. „So 15 Runden hab ich mir vor­ge­nommen, aber ich laufe sonst nicht“, gibt der Bab­stadter zu.

Am Ende wird der Spon­so­ren­lauf ein großer Erfolg. Die Teil­nehmer schaffen 1335 Runden, das sind 1638 Kilo­meter und sto­cken damit die Kasse der Jugend­feu­er­wehr um 13 000 Euro auf.

Bild 1: Rund 140 Kinder, Jugend­liche und ein paar Erwach­sene laufen am Sonn­tag­morgen zwei Stunden durch die Rie­men­straße.

Bild 2: Zwei Stunden kämpften die Läufer in Bad Rap­penau um jede Runde. (Fotos: Ste­fanie Pfäffle)