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Spielerisch Ernstfall von morgen trainieren

Massenbachhausenvon Gabi Muth, HSt

Wenn die Mas­sen­bach­hau­sener Jugend­feu­er­wehr zur Übung antritt, dann geht es meis­tens rund. Das Erlernen wich­tiger tech­ni­scher Kennt­nisse, aber auch jede Menge Spaß und Spiel stehen hier im Mit­tel­punkt. Vor zehn Jahren wurde die Nach­wuchs­truppe ins Leben gerufen − heute gehören ihr 16 Jungs und vier Mädchen an.

Nach­wuchs­gruppe Im Jahr 2000, als Alfred Muth noch Kom­man­dant war, gab es im Land­kreis nur wenige Feu­er­wehren, die noch keine Nach­wuchs­gruppe in ihrer Orga­ni­sa­tion inte­griert hatten. Mas­sen­bach­hausen war eine davon. So wurde unter dem dama­ligen Jugend­wart Klaus Rensky die örtliche Jugend­feu­er­wehr gegründet. Hans-Peter Rensky, Rainer Merkle und Tobias Sei­zinger griffen dem Jugend­wart unter die Arme, und ganz schnell zählte die Truppe 15 Jungs und zwei Mädchen.

Seit 2007 leitet Feu­er­wehr­frau Nadine Muth die mun­teren Nach­wuchskräfte, die immer zu einem Spaß auf­ge­legt sind. Zusammen mit Marco Baumgärtner, Andreas Pfrommer, Andi Muth und Hans-Peter Rensky üben die Teen­ager zweimal im Monat. Dann lernen sie Knoten knüpfen, Schläuche kup­peln, trai­nieren das Funken und erfahren allerlei über die Gerätschaften der Wehr. Auch das Pro­gramm der Jugend­flamme wird eifrig trai­niert. Dabei trägt jeder Jugend­liche seine eigene blaue Uni­form, und manche große Jungs sind aus ihr sogar schon her­aus­ge­wachsen.

Auch die Gesel­lig­keit kommt bei der Nach­wuchs­truppe nicht zu kurz. So haben die Kids bei Kino- und Spie­le­abenden sowie bei Grill­festen ihren Spaß. "Die Jungen und Mädchen müssen zwar wissen, wie alles funk­tio­niert, aber es soll ihnen bei uns auch Spaß machen", sagt Nadine Muth. Und so sind am Ende der Übungen − vor allem im Sommer − nicht nur die Jugend­li­chen, son­dern auch die Betreuer oft bis auf die Haut nass. "Der Job als Jugend­wart ist toll, aber auch sehr anstren­gend", sagt die gelernte Erzie­herin, die beruf­lich die besten Vor­aus­set­zungen für die Betreuung der jungen Wehrmänner und -frauen hat.

Früchte Die Arbeit hat in all den Jahren gute Früchte getragen. Bereits einige Mit­glieder aus der Jugend­feu­er­wehr haben in die aktive Wehr gewech­selt, die von Kom­man­dant Mat­thias Schüssler geleitet wird. So plant es auch der 14-jährige Jens Schwarz. Auch er hat vor, in einigen Jahren seinen Dienst bei den Aktiven zu tun. "Das Thema inter­es­siert mich und wir haben viel Spaß." Dem gleich­alt­rigen Steffen Geiger gefällt es, Schläuche zu kup­peln und einen Lösch­an­griff auf­zu­bauen. Und wenn auch die zwölfjährige Nicole Schwarz die Jungs manchmal "ein wenig doof" findet, so zieht Nadine Muth doch das Fazit: "Wir sind eine gute Truppe."

Bild: "Der Job als Jugend­wart ist toll, aber auch sehr anstren­gend." Nadine Muth