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Soziales Projekt der Jugendfeuerwehr Neckarsulm

Neckarsulmvon Justus Traub, JF Neckarsulm

Über 40 Kinder und Erwach­sene des Asyl­be­wer­ber­wohn­heims in Neckar­sulm haben am Sonntag, den 21. Mai gemeinsam mit sechs Mit­glie­dern der Jugend­feu­er­wehr einen abwechs­lungs­rei­chen Mittag erlebt. Grund für das Pro­jekt war nicht nur die Tat­sache, dass es Teil des Abzei­chens „Jugend­flamme 3“ ist, son­dern man auch aktiv einige Stunden für die Kinder des Asyl­be­wer­ber­heimes gestalten wollte. (Neben dem sozialen Pro­jekt werden bei der Jugend­flamme 3 auch ein Lösch­an­griff vor­ge­tragen, sowie ein Fall­bei­spiel in Erster Hilfe abge­fragt, wo eine ver­letzte Person fachmännisch ver­sorgt werden muss)

Um 11 Uhr begann die Aktion mit einer Begrüßung durch Oberbürger­meister Steffen Hertwig und Stadt­ju­gend­wart Dominik Häberlen. Schnell waren die Kinder aktiv und haben an ver­schie­denen Sta­tionen ihr Können bewiesen und dabei viel Inter­esse gezeigt.

So konnten die klei­neren an den von den Jugend­feu­er­wehr­lern selbst reno­vierten „Spritzhäuschen“ Spaß haben, während die Größeren an einem mit dem Fire­trainer simu­lierten Bild­schirm­brand die Brandbekämpfung mit Feuerlöschern übten.

Außerdem konnte das Hil­fe­leis­tungslöschgrup­pen­fahr­zeug (HLF) besich­tigt werden, mit dem am Ende auch ein Lösch­an­griff vorgeführt wurde. Das High­light war eine Boots­tour auf dem Neckar mit dem Feu­er­wehr­boot. Auch für Essen und Trinken war bes­tens gesorgt und so wurde den Asyl­su­chenden ein fast in Ver­ges­sen­heit gera­tenes relikt aus man­cher Jugend gereicht – einen „Sport­weck“.

Mit diesem Pro­jekt hat die Jugend­feu­er­wehr nicht nur einen inter­es­santen Tag für die Asyl­be­werber gestaltet, son­dern auch viel über ihre Her­kunft und kri­ti­sche Situa­tionen auf ihrem Weg nach Deutsch­land erfahren.

Das ermöglicht den Jugend­feu­er­wehr­lern eine ganz andere Sicht auf die Situa­tion der Men­schen in den Asyl­be­wer­ber­un­terkünften.

Ohne die Unterstützung von Kom­man­dant Wolf­gang Rauh, den Ver­tre­tern der Stadt, des Land­rats­amts und des Freun­des­kreis Asyl, sowie den Betreuern der Jugend­feu­er­wehr, wäre dieses Pro­jekt nicht zustande gekommen. Alle waren sich einig: Dies war ein gelun­gener Tag!

Am 8. Juli wurde das Pro­jekt dann erfolg­reich in Güglingen vor­ge­stellt, wo am Ende glücklich das Abzei­chen der Jugend­flamme 3 ent­ge­gen­ge­nommen werden konnte.