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Sonne, Spaß und Anspannung - 13 Jugendfeuerwehrgruppen aus dem Landkreis Heilbronn bei der "Jugendflamme Stufe 2" erfolgreich

von Andreas Rudlof

Fun, Action, Fit­ness, Sport und Spiel sowie Bewe­gung kenn­zeichnen eine aktive Jugend­ar­beit in den ein­zelnen Jugend­feu­er­wehren vor Ort.

Kein Wunder, dass viele Jugend­liche freimütig bekennen: „Jugend­feu­er­wehr macht ein­fach Spaß, wir treffen Freunde, lernen viel und wissen, dass wir etwas wich­tiges und sinn­volles tun.“

Dazu tragen spe­ziell überörtliche Ver­an­stal­tungen bei, um den jungen Men­schen die Möglich­keit zu geben mit anderen Jugend­feu­er­wehren Kon­takte zu knüpfen und auch einmal „über den Tel­ler­rand“ hinaus bli­cken zu können.

Die Kreis­ju­gend­feu­er­wehr Heil­bronn ver­sucht durch beson­dere „High­lights“ ihren Bei­trag zur Förde­rung der inter­kom­mu­nalen Zusam­men­ar­beit inner­halb der Jugend­feu­er­wehren zu leisten. Ob Indiaca-Tur­nier oder Adven­ture-Tour: die durchweg gute Betei­li­gung und Reso­nanz zeigt Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Wolf­gang Hagner und seinem Stell­ver­treter Knut Stein­bauer, dass sie mit ihren Bemühungen auf dem rich­tigen Weg sind.

Eine wei­tere Ver­an­stal­tung der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr Heil­bronn rundet das Angebot ab: Die Abnahmen zur „Jugend­flamme Stufe 2“, welche in diesem Jahr von der Jugend­feu­er­wehr Beil­stein auf dem Sport­platz der Bot­t­wa­r­tal­ge­meinde aus­ge­richtet wurden.

Bereits im Jahre 1998 wurde von der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg ein Stu­fen­pro­gramm zum Erwerb der „Jugend­flamme“ in den Stufen 1 bis 3 vor­ge­stellt. In Beil­stein stellten sich ins­ge­samt 13 Gruppen aus Beil­stein, Gem­mingen, Mas­sen­bach­hausen, Neckar­sulm, Neu­en­stadt, Schwai­gern und Zaber­feld mit Erfolg den Abnah­meprüfungen zum Erwerb der „Jugend­flamme Stufe 2“.

Im Vor­der­grund des Stu­fen­pro­gramms steht dabei vor­rangig, dass die Jugend­li­chen Spaß bei der Vor­be­rei­tung und der Abnahme haben, Gemein­schafts­sinn erfahren und nicht nur ein reiner „Drill auf Leis­tung“ erfolgt. Bei der Abnahme der Stufe 2 bilden jeweils fünf Jugend­liche ab 13 Jahren eine Gruppe.

Mit Hilfe eines Buch­sta­ben­spiels müssen sie im Teil „Gerätekunde“ die in einem Feu­er­wehr­fahr­zeug ent­hal­tenen Bela­dungs­teile erklären. Dazu muss ein Kärtchen gezogen werden, auf wel­chem ein Buch­stabe ver­zeichnet ist. Danach muss der Jugend­liche die zum Buch­staben pas­sende Armatur oder das betref­fende Gerät aus dem Fahr­zeug ent­nehmen und dessen Funk­tion erklären können.

In der Form eines verkürzten Lösch­an­griffs mussten die Gruppen außerdem fol­gende Auf­gaben erfüllen: Aufbau einer „kleinen Was­ser­ka­none“, durchführen einer „Schaumübung“ - aller­dings nur mit Wasser - oder einen Was­ser­trans­port „über Graben“.

Auch der sport­liche Teil kam nicht zu kurz: Beim Weit­sprung - hier wurden die erreichten Weiten der ein­zelnen Grup­pen­mit­glieder zusam­men­ad­diert - oder beim Staf­fel­lauf - sin­ni­ger­weise mit einem Strahl­rohr als Sta­fette - stellten die Jugend­li­chen ihre körper­liche Fit­ness sowie ihren sport­li­chen Ehr­geiz unter Beweis.

Außerdem war von jeweils vier Jugend­li­chen der ein­zelnen Gruppen ein Hin­der­nis­lauf „im dun­keln“ zu absol­vieren. Hierzu musste ein abge­steckter Par­cours feh­ler­frei - ohne die auf­ge­stellten Gegenstände umzu­werfen oder in der Strecke hängen zu bleiben - bewältigt werden. Das Han­dicap: Die Brillen der vier Läufer waren so präpariert, dass sie absolut „null Sicht“ hatten sowie auf Gedeih und Ver­derb dem Aus­drucks- und Navi­ga­ti­ons­vermögen ihres Grup­pen­spre­chers aus­ge­lie­fert waren, da er sie mit klaren, präzisen Kom­mandos und Hin­weisen durch die Hin­der­nis­bahn lotsen musste.

Doch am Ende zählte neben dem gemeinsam erlebten Spaß auch der gemein­same Erfolg: alle teil­neh­menden Gruppen konnten aus den Händen des stell­ver­tre­tenden Kreis­brand­meis­ters Her­mann Jochim sowie des stell­ver­tre­tenden Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wartes Knut Stein­bauer die ersehnten Ansteck­ab­zei­chen der „Jugend­flamme Stufe 2“ in Emp­fang nehmen und an ihr Revers heften. Beide spra­chen den erfolg­rei­chen Jugend­li­chen ihre Aner­ken­nung und ihren Respekt für die gezeigten Leis­tungen aus.

Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Wolf­gang Hagner und Beil­steins stell­ver­tre­tender Gesamt­kom­man­dant Hans Sturm hatten am Morgen die Teil­nehmer auf dem Sportgelände begrüßt und ihnen eine erfolg­reiche Abnahme gewünscht.