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Schnelle Schlauchboote paddeln über den Neckar

Gundelsheimvon Martin Oheim, HSt

Jugend­feu­er­wehren aus dem gesamten Land­kreis waren auf Ein­la­dung der Gun­dels­heimer Jugend­wehr zum Schlauch­boot­rennen auf dem Neckar nach Gun­dels­heim gekommen.

Ober­halb der Schleuse standen Feu­er­wehr­fahr­zeuge aus Gem­mingen, Nord­heim, Wid­dern oder Bra­cken­heim. 37 Mann­schaften hatten gemeldet, dar­unter auch jeweils ein Boot der Gun­dels­heimer Orts­gruppen von DLRG und DRK.

Zur Siche­rung begleiten zwei Boote jedes Rennen. Das Boot der Feu­er­wehr wird vom Gun­dels­heimer Kom­man­danten Ulrich Fal­ken­hain gesteuert. Mit dem Motor­ret­tungs­boot der DLRG sind Felix und Bern­hard Krug­mann unter­wegs. Von Heins­heim her kommt die ?Tor­tuga?. Jetzt schaltet Fal­ken­hain das Blau­licht am Boot ein. ?Die Bin­nen­schiff­fahrt hat Vor­fahrt?, klärt Felix Krug­mann auf. Als kurze Zeit darauf die ?Her­mann Krieger? aus der Schleuse fährt, werden die Schlauch­boote von der Fluss­mitte weiter zur Ufer­seite gelotst.

Die Orga­ni­sa­tion der Ver­an­stal­tung liegt kom­plett in den Händen der Gun­dels­heimer Jugend­feu­er­wehr und deren Betreuern. Auch die Ver­pfle­gung der Teil­nehmer und ihrer zahl­rei­chen Fans klappt rei­bungslos. Jeweils vier Flo­ri­ansjünger sitzen mit Schwimm­weste und Paddel in einem Schlauch­boot. Auch Mädels sind dabei. Als kleiner, heller Punkt ist neckar­aufwärts die Boje zu erkennen. 500 Meter sind es vom Start bis dorthin und der selbe Weg ist auch flussabwärts wieder zurückzu­legen.

In zwei Alters­gruppen wird gestartet - bis 16 und darüber. Am Start stellt Renn­leiter Markus Czemmel die Boote auf. Nur für kurze Zeit sind alle Mann­schaften gleichauf, schnell trennt sich nach dem Start­si­gnal die Spreu vom Weizen. Die Anfeue­rungs­rufe am Ufer werden nur noch durch den Lärm einer alten Alarm­si­rene übertönt.

Recht unter­schied­lich sind die Tech­niken: Bei man­chen Booten ste­chen zunächst die Vor­der­leute ein paar Mal ins Wasser, anschließend machen´s ihnen die Hin­ter­leute nach. Bei anderen wieder geht es kreuz und quer oder Reihum. Ent­spre­chend sind auch die Ergeb­nisse. Zwi­schen zehn Minuten und mehr als eine Vier­tel­stunde dauert es, bis die Schlauch­boote die Zeit­nahme von Nicole Brauch wieder pas­sieren.

In der Gruppe der älteren Teil­nehmer tau­schen Wid­dern I und Hardt­hausen I die Plätze gegenüber dem Vor­jahr. In 10:31 Minuten werden die Jagsttäler zweiter, während die Kochertäler aus Hardt­hausen mit der Zeit von exakt zehn Minuten als Sieger nach Hause fahren. Dritter wird Offenau. Bei der Alters­gruppe unter 16 Jahren heißt der Sieger Bra­cken­heim II (10:05 min), vor Hardt­hausen II (11:11 min) und den beiden zeit­glei­chen Teams aus Gem­mingen und Erlen­bach (11:24 min).

Bild: 37 Mann­schaften gingen beim Schlauch­boot­rennen der Jugend­feu­er­wehren des Land­kreises an der Neckar­schleuse in Gun­dels­heim an den Start. (Foto: Martin Oheim)