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Pilotlehrgang für 27 neue Jugendgruppenleiter der Jugendfeuerwehren des Stadt- und Landkreises Heilbronn

von Andreas Rudlof

In den baden-württem­ber­gi­schen Jugend­feu­er­wehren bereiten sich zur­zeit 28.885 Jugend­feu­er­wehr­angehörige auf ihren späteren aktiven Dienst bei den Feu­er­wehren des Landes vor. Im Jahr 1992 waren es noch 16.451 Jugend­liche. Im glei­chen Zeit­raum ist die Zahl der ehren­amt­lich tätigen Jugend­feu­er­wehr­warte und Jugend­grup­pen­leiter von damals rund 4.100 auf der­zeit 7.228 gestiegen.

Diese erfreu­li­chen Umstände waren für das Fach­ge­biet „Bil­dung“ der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg Anlass und Ansporn zugleich, die seit­he­rige Lehr­gangs- und Aus­bil­dungs­kon­zep­tion nach über zehnjähriger Praxis auf den Prüfstand zu stellen und grund­le­gend zu überar­beiten.
Im Stadt- und Land­kreis Heil­bronn fand nun erst­mals ein Jugend­grup­pen­lei­ter­lehr­gang nach dem neuen Bil­dungs­kon­zept statt.

Ins­ge­samt 27 „neue“ Jugend­grup­pen­leiter trafen sich an zwei Wochen­enden auf dem Micha­els­berg in Clee­bronn, um sich auf ihre neue Auf­gabe fun­diert vor­be­reiten zu lassen. Als Aus­bilder hatten sich der Leiter des Fach­ge­bietes „Bil­dung“ der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg, Ludwig Sauer, und sein Aus­bil­der­kol­lege Roland Groß zur Verfügung gestellt. In den 40 Unter­richts­ein­heiten zu je 45 Minuten wurden bewährte Methoden wie Mode­ra­tion, Einzel- und Grup­pen­ar­beit, Dis­kus­sion, Rol­len­spiel und Brain­stor­ming zur Wis­sens­ver­mitt­lung ein­ge­setzt. Mit dem neuen Bil­dungs­kon­zept wurden Wett­be­werb, Feed­back und Expe­ri­men­tieren als zusätzliche Methoden neu zum Ein­satz gebracht.

Damit konnten den Teil­neh­mern die Aus­bil­dungs­in­halte wie Rechte und Pflichten, ziel­ori­en­tierte Unter­richts­vor­be­rei­tung, pädago­gi­sche Grund­lagen anhand von Fall­be­spre­chungen sowie Phasen der Pro­jekt­ar­beit ver­tieft ver­mit­telt werden. Neue Inhalte wie das Rol­len­ver­halten in der Gruppe, Team­ent­wick­lung/Teamfähig­keit, Koope­ra­ti­ons­spiele, Kom­mu­ni­ka­ti­onsstörung/Kon­flikte sowie Regeln der Präsen­ta­tion und des Feed­backs run­deten die behan­delten Themen im „neuen“ Jugend­grup­pen­lei­ter­lehr­gang ab.

Den Teil­neh­mern wurde in den zwei Lehr­gangs­wo­chen­enden kom­paktes Wissen ver­mit­telt, wel­ches sie künftig bei ihrer ver­ant­wor­tungs­vollen Arbeit vor Ort ein­setzen können, um den 1.167 Jugend­li­chen in den Jugend­feu­er­wehren des Stadt- und Land­kreises eine opti­male Jugend­ar­beit sowie Betreuung zukommen lassen zu können.

Ins­ge­samt wird die Nach­wuchs­ar­beit in den Feu­er­wehren zur­zeit von 42 Jugend­feu­er­wehr­warten und 232 Jugend­grup­pen­lei­tern sowie Hel­fern in ihrer Frei­zeit unent­gelt­lich geleistet.

Die Lehr­gangs­teil­nehmer hatten zum Abschluss des Pilot­lehr­ganges für den Stadt- und Land­kreis Heil­bronn ein dickes Lob für die beiden Aus­bilder Ludwig Sauer und Roland Groß parat. Alle stellten überein­stim­mend fest, dass sie in den beiden Wochen­enden wert­volles Rüstzeug für ihre künftige Arbeit mit auf den Weg bekommen haben, wel­ches sie in der tägli­chen Praxis im Umgang mit den Jugend­feu­er­wehr­angehörigen zum Ein­satz bringen wollen.

Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Knut Stein­bauer ist stolz auf dieses Poten­zial bei den Jugend­feu­er­wehren und ist sich darüber im klaren, dass nur eine qua­li­fi­zierte Aus­bil­dung der Jugend­feu­er­wehr­warte und der Jugend­grup­pen­leiter eine qua­li­tativ hoch­wer­tige Jugend­ar­beit vor Ort ermögli­chen kann.

Bilder 1 bis 4:
Die Lehr­gangs­teil­nehmer während den prak­ti­schen Aus­bil­dungs­ele­menten: Brain­stor­ming, Dis­kus­sion, Grup­pen­ar­beit und Präsen­ta­tion der erar­bei­teten Arbeits­er­geb­nisse.

Bild 5:
Die Lehr­gangs­teil­nehmer waren mit ihren beiden Aus­bil­dern Ludwig Sauer und Roland Groß rundum zufrieden. Für den gelun­genen Lehr­gangs­ver­lauf und die Orga­ni­sa­tion tragen sie „ihren“ Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart regel­recht auf Händen.