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Nur ein Drittel bleibt bei der Feuerwehr

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

Die Jugend­ab­tei­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Eppingen hat eine neue Führungs­spitze. Nachdem Stadt­ju­gend­feu­er­wehr­wartin Anne Schmidt sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatte, über­nahm der Rohr­ba­cher Ronny Stetter ihr Amt. Unterstützt wird er von Timo Brüstle, der bereits vor einem Jahr zum Nach­folger von Thorsten Lang gewählt worden war.

Abc gelernt Die erste große Auf­gabe, die das neue Duo − unterstützt von zahl­rei­chen Mit­glie­dern der ein­zelnen Abtei­lungen − zu bewältigen hatte, war die Abnahme der Jugend­flamme im Feu­er­wehr­haus in Adels­hofen. Rund zwei Stunden zeigten die ange­henden Nach­wuchslöschkräfte im Alter zwi­schen zehn und 16 Jahren, dass sie das Feu­er­wehr-Abc in den ver­gan­genen Wochen und Monaten ver­in­ner­licht hatten. „Ihr habt alle bestanden“, konnte Stetter verkünden und ermun­terte die Jugend­li­chen wei­ter­zu­ma­chen. „Leider bleibt uns nicht jeder erhalten“, bedau­erte Stetter. „Wenn im Schnitt ein Drittel von der Jugend­feu­er­wehr in die Ein­satz­ab­tei­lungen über­nommen werden kann, können wir zufrieden sein“, ergänzte Brüstle.

Die Gründe, so die beiden Wehrmänner, seien vielfältig. Zum einen könnten die Jugend­li­chen in die Ein­satz­ab­tei­lungen wech­seln, wenn sie in der Regel mit der Schule fertig sind und eine Aus­bil­dung oder ein Stu­dium beginnen. „Außerdem befinden wir uns in Kon­kur­renz zu anderen Ver­einen und Insti­tu­tionen, die auch um die Jugend­li­chen werben“, ver­deut­lichte Stetter, dass das Enga­ge­ment bei den Ret­tungskräften nicht mehr unbe­dingt die Erfüllung eines Kind­heits­traums ist. Zudem sei die Aus­bil­dung bei der Feu­er­wehr zeit­in­tensiv.

Nach der Jugend­feu­er­wehr müssen die jungen Leute 70 Stunden inves­tieren, um Trupp­mann zu werden. „Daneben sollen die Jugend­li­chen auch noch Aus­bil­dungen zum Sprech­funker und Atem­schutzgeräteträger machen, die eben­falls viel Zeit in Anspruch nehmen“, so Stetter. Auch wer die Jugend­feu­er­wehr durch­laufen hat, fängt bei der Über­nahme in die Ein­satz­ab­tei­lung bei Null an. „Da sollte man etwas ändern. Die­je­nigen, die die Grund­lagen beherr­schen, sollte man in der Trupp­mann-Aus­bil­dung mehr for­dern, damit sie etwas Neues lernen“, plädiert Brüstle. Stetter setzt sich dafür ein, das vor­han­dene Wissen mehr zu for­dern.

Her­aus­for­de­rung Was fas­zi­niert Stetter und Brüstle an der Feu­er­wehr? „Man wird mit viel Technik kon­fron­tiert, und jeder Ein­satz ist eine neue Her­aus­for­de­rung“, so der Rohr­ba­cher. Brüstle ergänzt: „Bei uns dabei zu sein, ist ein Erlebnis.“

72 Nach­wuchs­leute haben die Jugend­ab­tei­lungen. „Jede übt für sich, aber ein-, zweimal im Jahr ver­su­chen wir, etwas Gemein­sames zu machen“, so Brüstle. Dieses Jahr betei­ligt sich die Jugend am Feri­en­spek­takel und ist bei den dritten Rohr­ba­cher Mai­spielen präsent.