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Neue Spinde für den Nachwuchs sind schon da

Siegelsbachvon Tanja Ochs, HSt

In Sie­gels­bach wird eine Jugend­feu­er­wehr gegründet. Mit einem Tag der offenen Tür wollen die Flo­ri­ansjünger am Sonntag, 29. Sep­tember, noch mehr Nach­wuchs anwerben.

"Wir wollen das durch­ziehen", ver­si­chert Kom­man­dant Karl Chris­tian Mann. Schon lange stand das Pro­jekt Jugend­feu­er­wehr in Sie­gels­bach auf dem Plan. Ende 2001 gab es noch sieben Gemeinden im Land­kreis Heil­bronn ohne eigene Mann­schaft für die unter 18-Jährigen. "Darauf wurden wir oft hin­ge­wiesen", sagt Mann. Auch in Kirchardt gibt es keine Jugend­gruppe.

Dort wartet die Wehr auf das Feu­er­wehrgerätehaus, das im nächsten Jahr gebaut werden soll. Damit wären dann Räume für die Jugend vor­handen, erklärt der Kirchardter Kom­man­dant Ger­hard Bentz.

In Sie­gels­bach schei­terte die Jugend­feu­er­wehr lange an der Betreuung. "Jemanden zum Jugend­feu­er­wehr­wart zu ver­ge­wal­tigen wäre falsch" , meint Karl Chris­tian Mann. Jetzt haben sich vier Kame­raden bereit erklärt. Ralf Matz, Man­fred Stat­tel­mann, Ralf Schneider und Tilo Feth kümmern sich in Zukunft um den Nach­wuchs. Der soll sich außer in den Ferien im 14-tägigen Rhythmus immer frei­tags treffen. Neben der Aus­bil­dung im Feu­er­wehr­wesen soll auch die Gemein­schaft nicht zu kurz kommen. Zelten, Grillen, Schwimmen: "Damit es eine gute Mann­schaft wird."

Karl Chris­tian Mann ist seit 22 Jahren bei der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr. Anderen zu helfen, ist für den 40-Jährigen eine Selbst­verständlich­keit: "Ich bin ja auch froh, wenn mir in einer Not­lage geholfen wird. " Am wich­tigsten ist dem Fami­li­en­vater der Zusam­men­halt unter den Feu­er­wehrmännern: "Wenn's gilt, sind alle da." Da stimme die Mann­schaft.

Einsätze gibt es in allen Berei­chen: vom Auto­un­fall bis zur aus­ge­lau­fenen Wasch­ma­schine. 25 Aktive zählt die Sie­gels­ba­cher Wehr, der Zuwachs war bisher spärlich. Wie überall gebe es wenig Bereit­schaft fürs Ehrenamt, so Mann.

Sechs Jungen haben sich bereits für die Jugend­feu­er­wehr ange­meldet. Bei der diesjährigen Hauptübung in der Bahn­hofstraße hat der Kom­man­dant die Gruppe ange­spro­chen. "Man muss Freund­schaft schließen mit der Jugend ", sagt er. Dass es noch mehr Inter­es­senten gibt, davon ist er über­zeugt: "Da kommen mit Sicher­heit noch welche dazu", glaubt Mann.

Nach­fragen habe es schließlich schon länger gegeben. Vor einigen Jahren ist sogar mal ein Sie­gels­ba­cher in die Neckar­bi­schofs­heimer Jugend­feu­er­wehr ein­ge­treten. Das wäre jetzt nicht mehr nötig. Die neuen Spinde für den Nach­wuchs stehen schon.

Inter­es­senten müssen min­des­tens zwölf Jahre alt sein, auch Mädchen sind ange­spro­chen. Mit 18 Jahren können die Jugend­li­chen dann in die Feu­er­wehr­mann­schaft aufrücken.

Am Tag der offenen Tür zeigt die Feu­er­wehr ihre Räume im Bürger­zen­trum. Der Erlös kommt der Jugend zugute, als Start­ka­pital für die neue Mann­schaft. Die Ausrüstung, Overall, Helm und Schuhe, zahlt die Gemeinde. Auch das Land leistet einen finan­zi­ellen Bei­trag.