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Neckaraufwärts mit dem Paddel Richtung Boje

Gundelsheimvon Martin Oheim HSt

Jugend­feu­er­wehren aus dem gesamten Land­kreis Heil­bronn waren am Samstag nach Gun­dels­heim gekommen. Die hie­sige Jugend­feu­er­wehr hatte zum Schlauch­boot­rennen geladen.

45 Vierer-Teams pad­deln unter­halb der Neckar­schleuse um die Wette. Das sind so viele wie noch nie. Dort, wo sonst Per­so­nen­schiffe anlegen, kämpft der Feu­er­wehr-Nach­wuchs einmal ganz anders mit seinem Ele­ment, dem Wasser. Als kleiner, heller Punkt ist neckar­aufwärts die Boje zu erkennen. 500 Meter sind es vom Start bis dorthin. Und den selben Weg geht es anschließend flussabwärts zurück.

Zwei Alters­gruppen sind am Start. Die Jüngeren sind unter 15. Nur am Start sind alle Mann­schaften auf einer Höhe. Schnell trennt sich die Spreu vom Weizen. In Lauf sechs ist Oed­heim vorn. Die Truppe beherrscht im eigenen Boot den Schlag­rhythmus am besten. Nicht alle Mann­schaften konnten vorher trai­nieren. Die Jugend­li­chen aus Beil­stein zum Bei­spiel besitzen gar kein Boot. In der Stadt unter dem Lang­hans wird keines benötigt.

Gele­gen­heit zum Üben hatte dagegen die Gun­dels­heimer Jugend­feu­er­wehr. Dreimal wurde das Boot im Stadt­teil Böttingen vorher zu Wasser gelassen. Jetzt feuert Betreuer Frank Pierro vom Ufer aus seine Mann­schaft an. „Auf Jungs, hopp, hopp“, schallt es vom Neckar­ufer.

Die Tech­niken sind ganz unter­schied­lich. Bei man­chen Booten ste­chen zunächst die Vor­der­leute ein paar Mal ins Wasser, anschließend machen's ihnen die Hin­ter­leute nach. Bei anderen wieder geht es kreuz und quer. Zur Sicher­heit begleiten zwei Boote jedes Rennen.

Zwi­schen etwas über zehn Minuten und mehr als eine Vier­tel­stunde dauert es, bis die Schlauch­boote die Zeit­nahme von Nicole Brauch und Alex­ander Bertsch pas­sieren. Das Ret­tungs­boot wird vom Gun­dels­heimer Kom­man­danten Ulrich Fal­ken­hain gesteuert. Mit der Stoppuhr in der Hand ver­folgen Jochen Steeb und Mat­thias Eise­mann vom Anle­ge­steg aus den letzten Durch­gang. Steeb leitet die Jugend­feu­er­wehr von Hardt­hausen, deren beide Boote in Führung liegen. „Das wird knapp“, meint Eise­mann als die ersten Boote an der Boje wenden und der Wind abflaut. Der Wind ist der Grund dafür, dass die Teams im Ver­gleich zum ver­gan­genen Jahr bei­nahe eine Minute lang­samer sind.

Den letzten Lauf gewinnt Gun­dels­heim II, vor Beil­stein I, Lauffen II und Bon­feld I. Auf den Gesamt­sieg wirkt sich das nicht aus. Den Sie­ger­pokal nimmt bei den Jüngeren Ils­feld I ent­gegen. Bei der Alters­gruppe ab 15 Jahren belegt die Jugend­feu­er­wehr aus Hardt­hausen Platz eins und zwei.

Hoch­mo­ti­viert im Schlauch­boot dem Ziel ent­gegen: Noch nie waren in Gun­dels­heim so viele Teams am Start. (Fotos: Martin Oheim) Man­ches Jugend­feu­er­wehr-Team beherrschte den Schlag­rhythmus, andere Mann­schaften pad­delten kreuz und quer.