QR-Code zur Seite

Nachwuchssuche für die neue Abteilung Süd

Bad Rappenauvon Gabriele Schneider, HSt

Die Abtei­lung Süd der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Rap­penau ist gerade dabei, eine neue Jugend­feu­er­wehr­gruppe auf die Beine zu stellen. Bei zwei Übungen hat sie zwi­schen­zeit­lich neue Gesichter begrüßt: „Die Kinder können dabei erkennen, ob es ihnen gefällt“, sagte Axel Klum­bach, stell­ver­tre­tender Kom­man­dant der Bad Rap­pen­auer Gesamt­wehr.

Spie­le­ri­sche Einführung im Schloss­park

Vier Kinder aus Bon­feld, drei aus Fürfeld und eines aus Tresch­klingen waren am Freitag dabei. Der neun Jahre alte Bon­felder Leon inter­es­siert sich für das Ehrenamt, „weil mein Vater auch bei der Feu­er­wehr ist“. Tim (10), eben­falls aus Bon­feld, war da, weil er „später Men­schen helfen“ möchte. Melanie (8) und Vivien (9) fanden es ein­fach inter­es­sant, sich „das alles mal anzu­schauen“.

Und Nico (12) aus Tresch­klingen ist kein Neu­ling in Sachen Feu­er­wehr­ar­beit: Er habe sich beim Leis­tungs­ab­zei­chen in Bronze bereits als Opfer zur Verfügung gestellt und dabei viel gelernt, erzählte er: „Und ich habe mich früher viel mit der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr beschäftigt.“

Wasser aus dem Hydranten

Dann simu­lierten die Kinder einen Lösch­an­griff. Jugend­lei­terin Jana Tiedt erklärte, sie sollten dabei auch her­aus­finden, „wie man das Wasser in den Schlauch bekommt“. Die Kinder suchten den Hydranten, pro­bierten aus, ihn zu öffnen und erkun­deten, was sie dazu brauchten.

Immer wieder flitzten sie zum Fahr­zeug, ent­nahmen ihm Hilfs­mittel, so dass bald Wasser aus den Schläuchen spritzten konnte.

80 junge Leute enga­gieren sich der­zeit

Alle Abtei­lungen verfügen über der­zeit 80 Jugend­feu­er­wehr-Leute. 109 waren es noch 2014. In Bon­feld, Fürfeld und Tresch­klingen, also in den Abtei­lungen, die zusammen die neue Abtei­lung Süd bilden, sind es jeweils zwölf bis 14.

Die Jugend­li­chen, die schon seit einem Jahr dabei sind, probten am Freitag zeit­gleich mit den Kin­dern. Sie lösten eine kniff­lige Auf­gabe, nämlich einen langen Bier­tisch, der zusam­men­ge­klappt auf dem Boden lag, ohne den Ein­satz von Händen auf­zu­stellen. „Es geht dabei vor allem um Grup­pen­ar­beit, darum, dass alle gemeinsam über­legen, wie man in einer spe­zi­ellen Situa­tion han­deln könnte und auch gemeinsam han­delt“, erklärte Jana Tiedt.

„Man lernt viel bei der Jugend­feu­er­wehr, und es ist inter­es­sant“, sagten Anna­lena (12), Bianca (15) und Lena (13) aus Bon­feld. Für Bianca war das Kno­tenknüpfen das Schwie­rigste. „Ein kleines biss­chen Angst“, später einmal bei einem gefährli­chen Ein­satz zu helfen, hat sie: „Aber wir werden ja gut vor­be­reitet.“ Grund der Schnup­per­stunden war es, Nach­wuchs zu rekru­tieren.

„Die Haupt­quelle der Feu­er­wehr­leute ist der Nach­wuchs“, betonte Axel Klum­bach. Optimal wäre es aus seiner Sicht, wenn wei­tere Mädchen und Jungen zur neuen Gruppe dazustoßen würden. Die trifft sich künftig alle zwei Wochen abwech­selnd in den Orts­teilen.