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Mit der Wasserkanone zum Löschen

Kirchardtvon Gabriele Schneider, HSt

Zu einer Schauübung hatte die Jugend­ab­tei­lung der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Kirchardt in dieser Woche ein­ge­laden. "Wir wollen inter­es­sierten Kin­dern und Jugend­li­chen zeigen, was wir alles tun und sie für das Mit­ma­chen begeis­tern", sagte Vik­toria Tanner, eine von vier Jugend­lei­tern, im Vor­feld.

Termin notiert

Schon vor den Som­mer­fe­rien hatte Patrick Rathke im Mit­tei­lungs­blatt von der Ver­an­stal­tung gelesen und sich den Termin notiert. Der elf Jahre alte Kirchardter "mag die Feu­er­wehr". Einiges über die Brandschützer wusste er schon: "Ich habe Bücher darüber gelesen." Dann ging es los. Die Jugend­leiter zeigten einen Film über die Tätig­keiten der Jugend­wehr. Doch es war kein tro­ckener Lehr­film, son­dern von Jugend­leiter Hen­ning Frank span­nend zusam­men­ge­stellte und mit Musik unter­malte Bilder aus dem Alltag der seit sechs Jahren bestehenden Abtei­lung. Da erregte man­ches Foto von Kame­raden aus der Anfangs­zeit wahre Kicher­salven. Der Film erläuterte, was bei den Übungs­abenden alles gelernt und gemacht wird.

Feu­er­wehr­tech­ni­sche Übungen etwa. "Die sind wichtig", so Jugend­leiter Hartmut Klein, "denn sie bereiten auf den aktiven Dienst vor." Ungefähr 80 Pro­zent der Mädchen und Jungen, die zur Jugend­wehr kommen, wech­selten später zur aktiven Wehr, erklärte Klein zufrieden. Neben tech­ni­schem Trai­ning stehen Sport und Spiel, Ausflüge und die Teil­nahme an Wettkämpfen auf dem Pro­gramm.

Hen­ning Frank ver­riet auch, was auf alte und neue Mit­glieder in naher Zukunft zukommen wird. Ein biss­chen Theorie sei dabei, meinte er. So würden Fragen geklärt wie: Was heißt brennen? Was heißt löschen? Und wie arbeitet die Feu­er­wehr? Eine "kleine Groß-Übung" hätten sich die Jugend­feu­er­wehr­leute gewünscht, sagte er. Vom 23. und 24. Oktober ver­bringen die Jugend­li­chen darum 24 Stunden gemeinsam im Feu­er­wehr­haus.

Sie strei­chen die Wände des Jugend­raums und bemalen sie mit pas­senden Motiven, sie bauen einen Par­cours, durch den ein Ball mit­hilfe von Wasser aus dem Schlauch bug­siert wird. Dazwi­schen werde einiges pas­sieren, was die Nach­wuchs-Feu­er­wehr­leute gehörig auf Trab hält. Ob Ölspur oder Brand, die Jungen und Mädchen müssen nach­ge­stellte Fälle feu­er­wehr­ge­recht lösen.

Spaß

Nach Film und Aus­blick zeigten die Jugend­li­chen eine Übung, die Teil der Jugend­flamme ist. Sie haben bereits Stufe zwei des Leis­tungs­ab­zei­chens und demons­trierten nun die kleine Was­ser­ka­none, einen impro­vi­sierten Was­ser­werfer. Nach einer Führung durch das Feu­er­wehr­haus durch Philipp Grimm und einer Fahrt im großen Feu­er­wehr­auto erklärte der 14 Jahre alte Jona Ech­ten­acher, warum auch andere Teil der Jugend­feu­er­wehr werden sollten: "Es macht Spaß, und man lernt auch noch was dabei."

Bild: Die "kleine Was­ser­ka­none" gehört zu den wich­tigen Hilfs­mit­teln der Feu­er­wehr. Die Kirchardter Jugend­wehr beherrscht sie schon gut. Foto: Gabriele Schneider