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Mit dem Schlauchboot auf dem Kocher

Hardthausenvon Rudolf Landauer, HSt

„Neee“, ent­fuhr es einem Jungen, als der Kom­man­dant der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr, Klaus Herold, die rund 40 Kinder auf dem Wie­sengelände zwi­schen Bahn­hofstraße und Fluss in Kocher­steins­feld zum Bei­trag der Feu­er­wehr im Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm der Gemeinde begrüßte und mit­teilte, dass wegen des Wet­ters die beliebte Sei­fen­rut­sche heute nicht auf­ge­baut werde. Er sagte: „Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür“.

Glit­schig Der Junge ern­tete Schmun­zeln − und sein Ausruf hatte auch Folgen. Die Feu­er­wehr baute das beliebte Action­spiel kur­zer­hand doch noch auf: mit sicht­li­chem Erfolg. Kaum war die erste Sei­fen­schmiere mit dem Was­ser­strahl glit­schig geworden, tum­melten sich zahl­reiche Kinder auf der flach geneigten Folie und tobten sich nach Her­zens­lust aus. Die meisten Kinder hatten nämlich ihre Bade­sa­chen vor­sorg­lich mit­ge­bracht. Vorwärts, rückwärts, auf dem Bauch oder auf dem Rücken ging die Fahrt den Hang her­unter, um sofort wieder nach oben zu steigen. Wie Herold mit­teilte, betei­ligt sich die Frei­wil­lige Feu­er­wehr bereits seit 25 Jahren am Feri­en­pro­gramm der Gemeinde. „Wir wünschen uns natürlich auch, dass einige Kinder Gefallen an der Feu­er­wehr finden und sich even­tuell der Jugend­feu­er­wehr anschließen, es wird nämlich immer schwerer Nach­wuchs zu finden“, sagte Klaus Herold.

Der Leiter der Jugend­feu­er­wehr, Jochen Steeb, lud zu einem Was­ser­bal­lon­werfen ein. Zwei Mann­schaften sollten sich gegen­seitig über eine Plane mit Wasser gefüllte Luft­bal­lons zuwerfen. Wer einen auf­fangen konnte, ohne dass er platzte, warf ihn wieder zurück. Nie­mand mehr hatte danach noch ein tro­ckenes Hemd. Die Gaudi war rie­sengroß. Feu­er­wehr­ty­pisch war das Aus­rollen von Schläuchen. „Über den Unterarm mit einem kräftigen Schwung nach vorne abrollen lassen“, rief ein Feu­er­wehr­mann den Betei­ligten zu. Das klappte natürlich nicht beim ersten Mal. So man­cher hatte aber den Dreh drauf, und der Schlauch ent­rollte sich. Meist nicht ganz, da fehlten halt noch die nötige Kraft und der Schwung.

Spaß hat es den Kids gemacht. Und die Freude war groß, als auch der Zusam­men­schluss mit dem Ver­teiler klappte und vorne am Strahl­rohr das Wasser spritzte. Die Mädchen Kim, Lea und Jose­fina freuten sich am Ufer auf die Schlauch­boot­fahrt, zu der sie die Feu­er­wehrmänner Steffen Schmetzer und Lukas Brixner auf den Kocher mit­nahmen. „Habt ihr alle eine Schwimm­weste an? Und könnt ihr alle schwimmen?“, fragten die Feu­er­wehrmänner die Kleinen, bevor sie ins Boot steigen durften.

Im Wasser „In Ita­lien bin ich schon mal Boot gefahren, auf dem Kocher aber noch nicht“, sagte die kleine Kim, die auch Bezirks­meis­terin im Tennis ist. „Das hat mir ganz prima gefallen.“

Ihre Freundin Jose­fina war letztes Jahr schon beim Feri­en­pro­gramm dabei und durfte damals auch mit dem Schlauch­boot fahren. „Das war richtig gut auf dem Kocher“, meinten Kim, Lea, Jose­fina und Lasse, denen die ganze Tour prima gefallen hat.