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Manche der Paddel glichen Pizzabrettern

Gundelsheimvon Martin Oheim, HSt

Jugend­feu­er­wehren aus dem gesamten Land­kreis waren nach Gun­dels­heim gekommen. Dort hatte die Frei­wil­lige Feu­er­wehr zum Schlauch­boot­rennen geladen. Ober­halb der Neckar­schleuse standen Feu­er­wehr­fahr­zeuge aus Löwen­stein, Zaber­feld, Oln­hausen oder Bra­cken­heim. 43 Mann­schaften hatten sich dieses Jahr gemeldet - so viel wie noch nie.

Dort, wo nor­ma­ler­weise der Neckar­bummler anlegt, ist dieses Jahr der Start. Jeweils vier junge Flo­ri­ansjünger sitzen mit Schwimm­weste und Paddel in einem Schlauch­boot. Als kleiner, heller Punkt ist neckar­aufwärts die Boje zu erkennen. 500 Meter sind's bis dorthin und der selbe Weg ist auch flussabwärts wieder zurückzu­legen.

In zwei Alters­gruppen wird gestartet. Gerade sind die Jüngeren unter 15 Jahren dran. Am Start gibt es zunächst Dis­kus­sionen: Das Boot aus Bra­cken­heim hat Paddel, die eher Piz­za­bret­tern glei­chen. Nachdem die Paddel getauscht sind, kann es los­gehen.

Nur kurz nach dem Start sind alle Mann­schaften noch zusammen, schnell trennt sich die Spreu vom Weizen. Vorne ist Wid­dern, die mit dem Boot der Offenauer Feu­er­wehr den Schlag­rhythmus am besten beherr­schen.

Jedoch nur in diesem Lauf. Bei der End­ab­rech­nung liegen die Teams anderer Läufe vorne. Recht unter­schied­lich sind die Tech­niken: Bei man­chen Booten ste­chen zunächst die Vor­der­leute ein paar Mal ins Wasser, anschließend machen's ihnen die Hin­ter­leute gleich.

Bei anderen wieder geht es kreuz und quer oder reihum. Ent­spre­chend sind auch die Ergeb­nisse. Nach zehn Minuten und elf Sekunden sind die Jagsttäler im Ziel. Über eine Minute länger benötigt das Quar­tett aus Oln­hausen für die Strecke. Eng geht es an der Boje noch­mals zu, als Bad Wimpfen und Unter­ei­sesheim zur selben Zeit an der Wende sind.

Von Heins­heim her kommt ein Bin­nen­frachter, mit dem es die Paddler nicht auf­nehmen können. Zur War­nung wird am Ret­tungs­boot der Feu­er­wehr Gun­dels­heim das Blau­licht ein­ge­schaltet. Erst­mals findet die Ver­an­stal­tung im Ober­wasser vor der Gun­dels­heimer Schleuse statt.

Das spart 85 Euro, die für die Sper­rung der Schiff­fahrt in Rich­tung Böttingen fällig gewesen wären. Mit halber Kraft zieht die MS Drakar Rich­tung Schleuse vorbei. Wie kleine Nuss­schalen wirken die Gum­mi­boote gegenüber dem eisernen Frachter.

Nach über 17 Minuten hat es auch das Team aus Löwen­stein geschafft. Erschöpft steigen die Jungs und Mädels aus. Jetzt gilt es für alle Jugend­li­chen, sich erst einmal kräftig zu stärken. Dafür sind die aktiven Feu­er­wehr­ka­me­raden Gun­dels­heims zuständig.

Sie bewirten den Löschnach­wuchs. Am frühen Nach­mittag ist der ganze Spaß bereits vorbei. InfoBei den Jüngeren nimmt die Mann­schaft von Bra­cken­heim I den Sie­ger­pokal ent­gegen. 9 Minuten 33 Sekunden haben sie benötigt.

In 10:01 Minuten wird Offenau I Zweiter, Platz drei belegt Ils­feld I (10:04 Minuten). Bei der Alters­gruppe ab 15 Jahren kommt der Sieger aus Hart­hausen (9:10 Minuten), vor Zaber­feld (9:30 Minuten) und Bad Fried­richs­hall (10:50 Minuten).