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Lichterloh brannte die Hütte auf dem Festplatz

Leingartenvon Dieter Nödl, HSt

Sau­na­wetter trieb den Besu­chern der Feu­er­wehr­schau in Lein­garten schon am Sonn­tagfrüh den Schweiß aus allen Poren. Am Nach­mittag bei den spek­takulären Vorführungen auf dem Fest­platz unter­halb der Südstraße wurde es aber erst richtig heiß.

Eine mit Stroh voll­ge­stopfte, lie­be­voll zusam­men­ge­na­gelte Holzhütte brannte lich­terloh, als die Mädchen und Jungs von der Jugend­feu­er­wehr im großen Feu­er­wehr­auto mit Blau­licht und ?tatü-tata? auf den Fest­platz brausten.

Steffi Schütz vom Jugend­leiter-Team ach­tete genau darauf, wie Grup­penführerin Melissa Göbl ihre Kom­mandos gab, wie die Jungs die Schläuche aus­rollten, die bren­nende Holzhütte mit ihren auf C-Schläuchen sit­zenden Strahl­rohren anvi­sierten und dann den Flammen von drei Seiten den Garaus machten. Als nach wenigen Minuten nur noch weißer Was­ser­dampf zum azur­blauen Himmel empor­stieg, konnten die Zwei­er­trupps an den Rohren ?Feuer schwarz? melden.

Bei­fall bran­dete auf. Die zahl­rei­chen Zuschauer, die im Schatten der großen Linden die Vorführung auf dem Fest­platz gespannt ver­folgt hatten, waren begeis­tert vom Enga­ge­ment des Nach­wuchses.

Auch André Göbl war zufrieden. Der Kom­man­dant der Lein­gar­tener Flo­ri­ansjünger hatte während der spek­takulären Löschak­tion beson­ders seine Tochter Melissa im Auge. Sie ist mit ihren 14 Jahren momentan die Älteste in der Jugend­wehr. Des­halb darf sie bei sol­chen Übungen als Grup­penführerin ihre Kame­raden her­um­kom­man­dieren.

Neben den 15 Jungs, die mit ihr zusammen momentan in der Lein­gar­tener Jugend­wehr mit viel Spaß jeden Montag zwei Stunden lang üben, hat Melissa Göbl in Marei Werner eine zweite Mit­strei­terin. ?Es dürften aber ruhig noch ein paar Mädels mehr sein.?

Melissa hätte nichts dagegen, wenn sich wei­tere Kame­ra­dinnen für die Jugenfeu­er­wehr inter­es­sierten. Sie selbst nimmt sich Steffi Schütz vom Jugend­leiter-Team zum Vor­bild. Die war mit zwölf Jahren in die Jugend­wehr ein­ge­treten und ist vor ein­ein­halb Jahren, nachdem sie 18 geworden war, in den aktiven Dienst über­nommen worden. Zusammen mit Jürgen Fritz, Rouven Leib­brand und Flo­rian Schmidt sorgt sie seither dafür, dass der Jugend­wehr nicht lang­weilig wird.

Nach den Vorführungen auf dem Fest­platz - die rich­tigen Feu­er­wehrmänner mussten mit der Schaum­ka­none ein bren­nendes Auto löschen - strebten die Zuschauer zum Feu­er­wehr­ma­gazin. Dort sorgten wei­tere Aktive, Mit­glieder der Alters­wehr und zahl­reiche Ehe­frauen dafür, dass am Kaffee- und Kuchen­buf­fett, beim Bier­aus­schank und an der Essen­aus­gabe keine Staus ent­standen. Die Kinder vergnügten sich der­weil in der Hüpfburg und beim Bier­kis­ten­klet­tern. Der größte Spaß war aber eine Fahrt durch Lein­garten im Feu­er­wehr­auto.

Foto: Dieter Nödl