QR-Code zur Seite

Jugendfeuerwehren als Garant für Nachwuchs

Stadt- und Landkreis Heilbronnvon Medienteam KFV Heilbronn

„Im ver­gan­genen Jahr waren noch eine Mil­lion und acht­tau­send Men­schen in den Frei­wil­ligen Feu­er­wehren aktiv. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann wir nicht mehr sie­ben­stel­lige Mit­glie­der­zahlen haben werden“, warnte Hans-Peter Kröger, Präsident des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes (DFV), beim 10. Deut­schen Feu­er­wehr-Ver­bandstag vor Dele­gierten und Gästen der 61. Dele­gier­ten­ver­samm­lung.

Allein inner­halb der ver­gan­genen zehn Jahre haben die Feu­er­wehren in Deutsch­land 48.000 Aktive ver­loren, blickte der DFV-Präsident zurück. „Erfreu­lich ist, dass gegenüber 2012 wieder fast ein Pro­zent mehr weib­liche Mit­glieder für den Ein­satz­dienst gewonnen werden konnten. 85.700 Frauen stehen in den Frei­wil­ligen Feu­er­wehren genauso pro­fes­sio­nell und verlässlich im aktiven Dienst wie die Männer“, betonte Kröger.

„Ob Jugend, Frauen oder auch ältere Feu­er­wehr­ka­me­raden im rückwärtigen Bereich – wir müssen uns in Zukunft noch besser um Gruppen mit Poten­zial kümmern. Darüber hinaus muss unsere Orga­ni­sa­tion vielfältiger werden“, for­derte der Feu­er­wehrpräsident. Größte Rekru­tie­rungs­quelle für Nach­wuchs sind die Jugend­feu­er­wehren.

DFV-Präsident Kröger blickte auf 50 Jahre Deut­sche Jugend­feu­er­wehr zurück und dankte all jenen, die sich als Initia­toren, Weg­be­gleiter und Kümmerer, als Jugend­warte, Betreue­rinnen und Betreuer, als Mit­glieder in den Gre­mien und Fach­ausschüssen, in Jugend­ausschüssen und im Bun­des­ju­gend­forum oder als haupt­amt­liche Mit­ar­bei­te­rinnen und Mit­ar­beiter persönlich und mit viel Ein­satz ein­ge­bracht haben und immer noch ein­bringen. „Sie alle stellen die Deut­sche Jugend­feu­er­wehr dar. Ihnen allen gelten mein Glückwunsch und mein Dank für ihr Enga­ge­ment!“

Ehrungen für Enga­ge­ment in Verbänden

DFV-Präsident Hans-Peter Kröger zeich­nete meh­rere Führungskräfte für ihren langjährigen Ein­satz in der Ver­bands­ar­beit der deut­schen Feu­er­wehren aus. Fried­rich-Ernst Martin, jahr­zehn­te­lang Jahre Leiter des Fach­be­reichs „Ein­satz, Löschmittel, Umwelt­schutz“ des Deut­schen Feu­er­wehr­ver­bandes, wurde mit der Gol­denen Ehren­nadel des DFV geehrt. Dr. Jan Hei­nisch, Vor­sit­zender des Ver­bands der Feu­er­wehren in Nord­rhein-West­falen (VdF NRW), Ulrich Tittel­bach, langjähriger Leiter des DFV-Fach­be­reichs „Aus­bil­dung und For­schung“, Dirk Aschen­brenner, Präsident der Ver­ei­ni­gung zur Förde­rung des Deut­schen Brand­schutzes (vfdb), sowie Benno Fritzen, Vor­sit­zender Arbeits­kreis Kata­stro­phen­schutz der Arbeits­ge­mein­schaft der Leiter der Berufs­feu­er­wehren (AGBF-Bund), wurden durch den DFV-Präsidenten mit dem Deut­schen Feu­er­wehr-Ehren­kreuz in Silber aus­ge­zeichnet. Michael Axinger (Nord­rhein-West­falen) wurde als Leiter des Fach­be­reichs „Ein­satz, Löschmittel, Umwelt­schutz“ berufen. Ralf Schmitz (Nord­rhein-West­falen) ist nun Leiter des Fach­be­reichs „Aus­bil­dung und For­schung“.

„IF Star“ für inno­va­tive Feu­er­wehr­pro­jekte

DFV-Präsident Kröger dankte Dr. Achim Hertel, Mit­glied des Vor­stands des Ver­bandes öffent­li­cher Ver­si­cherer, für sein großes Enga­ge­ment für die Feu­er­wehren mit dem Deut­schen Feu­er­wehr-Ehren­kreuz in Gold. Zu Her­tels Initia­tiven zählt der Inno­va­ti­ons­preis „IF Star“, mit dem seit 2010 alle zwei Jahre inno­va­tive Feu­er­wehr­pro­jekte aus­ge­zeichnet werden – so auch im Rahmen des 10. Deut­schen Feu­er­wehr-Ver­bands­tages. Den ersten Platz für inno­va­tive Ideen zur Scha­den­verhütung belegte das Kon­zept für den ver­ein­fachten Trans­port einer Trag­kraft­spritze der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Rai­ten­has­lach. Stefan Richter, Vor­stands­mit­glied der Westfälischen Pro­vin­zial, über­reichte den „IF Star“ im Namen der öffent­li­chen Ver­si­cherer. Den Son­der­preis für die Zukunft des Feu­er­wehr­we­sens erhielt der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band für sein Pro­jekt, bei dem Jugend­li­chen und jungen Erwach­senen in den Feu­er­wehren durch Prak­tika und Work­shops hand­werk­liche Berufe näher­ge­bracht werden.

Gast­geber war ein „Partner der Feu­er­wehr“, die Hella KGaA Hueck & Co.; damit fand die Dele­gier­ten­ver­samm­lung erst­mals auf einem Werksgelände statt.