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Jugendfeuerwehr Schwaigern auf Tour

Schwaigernvon Volker Lang, Feuerwehr Schwaigern

Am ver­gan­genen Samstag brach die Jugend­feu­er­wehr Schwai­gern zu ihrem diesjährigen Aus­flug nach Stutt­gart auf. Erstes Ziel war das Mer­cedes-Benz Museum in Untertürkheim. Hier ist die fas­zi­nie­rende Geschichte des Auto­mo­bils lückenlos dar­ge­stellt: Von den frühen Jahren bis zu den Renn­wagen der Gegen­wart, vom Benz Patent-Motor­wagen bis zum Mer­cedes-Benz C 9, von 1886 bis 1999. Für die Jugend­li­chen war natürlich der Formel 1 Renn­wagen von Kimi Raikönen des High­light der Aus­stel­lung. In einem seit­lich auf­ge­schnit­tenen Modell des glei­chen Wagens konnte sie sogar selbst Platz nehmen.

Anschließend ging es mit einem Zwi­schen­stopp fürs Mit­tag­essen auf direktem Weg zum Flug­hafen Stutt­gart auf die Filder. Dort wurden wir auf der Feu­er­wache von Andreas Rudlof und Jens Adolph erwartet. In einer kurz­wei­ligen Führung erfuhren wir viel über die Beson­der­heiten einer Flug­ha­fen­feu­er­wehr. Die Flug­feldlöschfahr­zeuge FLF 60 und FLF 80 waren mehr als beein­dru­ckend: 42 Tonnen Gesamt­ge­wicht und eine Motor­leis­tung von 1000 PS. Mit dieser Leis­tung sind die Kolosse in der Lage von 0 auf 80 Km/h in sage und schreibe 10 Sekunden zu beschleu­nigen. Die Höchst­ge­schwin­dig­keit liegt immerhin bei 135 km/h. Bedenken muss man dabei noch, dass der Motor 1.500 PS leisten würde, wenn er aus Rücksicht auf das Getriebe nicht gedros­selt wäre. Enorm ist auch die Pum­pen­leis­tung von 8.000 Liter pro Minute. Bei der Beschaf­fung dieser Fahr­zeuge ist die Flug­ha­fen­feu­er­wehr an strenge Vor­schriften der Inter­na­tio­nalen Zivil­luft­fahrtbehörde ICAO gebunden, in denen genau vor­ge­geben ist, wie viele Fahr­zeuge in wel­cher Größenord­nung vor­ge­halten werden müssen. Für den Gebäudbrand­schutz auf dem Flug­hafen stehen ebenso Fahr­zeug bereit, die Ein­druck machen. Stan­dard­fahr­zeug im Löschzug sind ein HTLF 30/50 - 5 und ein HTLF 24/50 - 5. Der Tele­skop­mast TM54 mit einer Steighöhe 54 Meter ist der­zeit das größte Hub­ret­tungs­fahr­zeug in Baden-Württem­berg. Ergänzt wird der Fahr­zeug­park durch viele weiter Fahr­zeuge vom Ein­satz­leit­wagen bis zu zwei Wech­sel­la­der­fahr­zeugen, für die rund 20 ver­schie­dene Wech­selbrücken verfügbar sind. Es war ganz schön span­nend, was wir erfuhren. Geduldig wurden auch alle Fragen ausführlich und verständlich beant­wortet.

Nach einem großen Applaus für die Beiden ver­ab­schie­deten wir uns nach fast 3 Stunden von der Feu­er­wache. Nun ging es unter der Führung von Andreas Rudlof quer durch das Flug­ha­fengelände zur Sta­tion der Poli­zei­hub­schrau­ber­staffel Baden-Württem­berg. Dort wurden wir von der dienst­ha­benden Hub­schrau­ber­be­sat­zung zur Besich­ti­gung emp­fangen. Zunächst bekamen wir einen Über­blick über die aktu­ellen Hub­schrau­ber­typen, die der Staffel zur Verfügung stehen. Dann wurde uns ausführlich die Ein­satz­ma­schine der Tages­be­reit­schaft erklärt. Such­schein­werfer und Infra­rot­sichtgerät beein­druckten dabei beson­ders. Ausführlich wurde auch das Ein­satz­spek­trum der Staffel erklärt: von der Suche nach Ver­bre­chern über die Suche nach ver­missten Per­sonen bis zur Ver­kehrsüber­wa­chung und der Umwelt­streife, hat die Staffel ein einiges zu tun.

(Fotos: Feu­er­wehr Schwai­gern)