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Jugend löscht bei Übung schnell den Brand

Eppingenvon Nicole Theuer, HSt

Gemütlich sitzen die Besu­cher im Hof der Mühlba­cher Grund­schule. Im Schatten stehen meh­rere Sta­tionen, bei denen Inter­es­sierte viel Wis­sens­wertes darüber erfahren, wie Feuer ent­stehen und wie man sie löschen kann. Fleißig pro­bieren Kinder, wie eine Lupe zu einem Brenn­glas wird und Papier entzündet, oder sie schauen gebannt zu, wie bren­nende Klei­dung gelöscht wird. Wei­tere Attrak­tionen sind die vier Fahr­zeuge der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr, die der Nach­wuchs fleißig inspi­ziert.

Span­nung Es liegt eine gespannte Erwar­tung über der Sze­nerie, denn in wenigen Minuten beginnt die Schauübung der Nach­wuchs­wehr. Eine Sirene heult auf, die Jugend beweist, was sie kann. "Wir zeigen einen Lösch­an­griff und eine kleine tech­ni­sche Hil­fe­leis­tung wie aus­lau­fenden Kraft­stoff", erzählt Anne Rei­mold, Jugend­feu­er­wehr­wartin der Gesamt­wehr. Gear­beitet wird mit den Mit­teln, die in Mühlbach zur Verfügung stehen. Es steht eine lie­be­voll gestal­tete Attrappe einer Haus­fas­sade bereit, hinter der es gewaltig qualmt. Schnell haben die Jugend­li­chen die Schläuche bis zum Hydranten gelegt, dann heißt es "Wasser marsch". Wenigen Minuten später ist der Brand gelöscht. Seit zehn Jahren gibt es in Mühlbach die Jugend­feu­er­wehr. "In der Zeit haben wir 37 Jugend­liche aus­ge­bildet", erzählt Abtei­lungs­kom­man­dant Bernd Rei­mold.

"Von den damals 14 Gründungs­mit­glie­dern wurden neun in die aktive Wehr über­nommen." Viele Jugend­liche bleiben der Wehr treu. "Etwa zwei Drittel der Jugend­li­chen können wir in die aktive Wehr über­nehmen." Der­zeit erlernen 14 Jugend­liche, zwölf Jungen und zwei Mädchen, im Alter zwi­schen 14 und 16 Jahren das Feu­er­wehr-ABC. Alle zwei Wochen üben die Jugend­li­chen mitt­wochs in Mühlbach. "Es sind Kinder dabei, deren Eltern und Geschwister auch bei der Feu­er­wehr sind", erzählt Rei­mold.

Wer­bung bei Mädchen Tochter Anne Rei­mold hat beim Jubiläumstag noch ein Anliegen. Mädchen in die Feu­er­wehr, dafür wirbt die Jugend­feu­er­wehr­wartin. "Viele Mädchen denken wohl, dass sie den körper­li­chen Anfor­de­rungen nicht gewachsen sind", meint sie. Dass dem nicht so ist, weiß sie aus eigener Erfah­rung. "Ich habe gerade die Aus­bil­dung zur Atem­schutzträgerin gemacht, und das war gar nicht so anstren­gend." Stolz ist die Mühlba­cherin, dass die Zahl der Mädchen in der Gesamt­wehr inzwi­schen steigt.

Bild: Die Mühlba­cher Jugend­feu­er­wehr zeigt bei einer Schauübung ihr Können. Der­zeit ist die Truppe 14 Mit­glieder groß. (Foto: Franz Theuer)