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Hitzeschlacht unterm Korb

Landkreis Heilbronnvon Andreas Gugau, HSt

Bagger statt Bas­ket­ballkörbe, Löcher in der Straße - die Bau­ar­beiten vorm Soleo in Heil­bronn sind ein­fach nicht recht­zeitig fertig geworden. Kur­zer­hand hat die Feu­er­wehr ihr Street­ball-Tur­nier des­halb in die Untere Neckar­straße ver­legt.

Fit­ness bei der Feu­er­wehr fängt schon in der Jugend an, die Ver­ant­wort­li­chen in Baden-Württem­berg haben des­halb „S Move" ins Leben gerufen: Bas­ket­ball auf der Straße, in kleinen Mann­schaften, beide Teams spielen auf einen Korb. Und unter dem flim­mert am Samstag die Straße: Die Sonne sticht, das Ther­mo­meter erreicht unge­ahnte Höhen, der Schweiß fließt in Strömen.

Eigent­lich ist das Tur­nier ohne Schieds­richter geplant. „Fair play" wird gefor­dert, die Jugend­li­chen sollen Fouls, so sie denn geschehen, selbst ahnden. In der Praxis klappt das dann aber nicht wirk­lich, der Blick geht immer wieder zum Mann mit dem Stift, der vor allem die Punkte zählt - und eben auch strit­tige Spiel­si­tua­tionen klärt. Ganz ohne Ober­auf­sicht geht's doch nicht.

19 Mann­schaften haben die Jugend­feu­er­wehren in der Region Heil­bronn-Franken nach Heil­bronn geschickt, die Sieger fahren zur End­aus­schei­dung im Land­kreis Lörrach. In der Alters­gruppe der Zehn bis 14-Jährigen sind das die Teams Heil­bronx 2 und Vilch­band (Land­kreis Main-Tauber), bei den 15- bis 17-Jährigen die Nord­heimer Jungs und eben­falls Vilch­band. Das End­spiel der Älteren wird erst durch ein span­nendes Freikörbe­werfen ent­schieden, Nord­heim gewinnt 4:3. Im Finale der Jüngeren Mann­schaften gewinnt Heil­bronn knapp mit 6:5.

Rund 19 000 Jugend­liche zählen die Feu­er­wehren im Land, alleine im Kreis Heil­bronn sind rund 1200 Jungen und Mädchen aktiv, erzählt Kreis­ju­gend­wart Knut Stei­bauer, der bedauert, dass kein ein­ziges Team aus Hohen­lohe oder dem Kreis Schwäbisch-Hall ange­reist ist. Aber es gibt für den Feu­er­wehr­mann auch Grund zur Freude. Durch den kurz­fris­tigen Umzug ist zwar das geplante Rah­men­pro­gramm kleiner geworden, aber die am Lich­ter­fest betei­ligten Wirte haben ihren Teil zum Gelingen des Tur­niers bei­getragen und die Spieler und Betreuer zu vergünstigten Preisen ver­pflegt.

Pen­del­ver­kehr Zum Essen wird in den Hagen­bu­cher-Bier­garten am anderen Ufer des Neckars gebeten. Aber während die Besu­cher des Lich­ter­fests die Adolf-Cluß-Brücke benutzen, hat die Feu­er­wehr ihr ganz spe­zi­elles Fahr­zeug, um über den Neckar zu kommen: ein Boot der Heil­bronner Berufs­feu­er­wehr.

Wer nach den jeweils zehnminütigen Spielen in Vor-, Zwi­schen- und Haupt­runde noch nicht genug hat, kann bei mehr als 30 Grad im Schatten auch noch am Feu­er­wehr­kran hoch­klet­tern. Wer bis zum Ret­tungs­korb kommt, kriegt eine gesunde Beloh­nung: Apfel und - pas­send zur Klet­terei - Banane.

Bild 1: Nicht nur bei einem Feuer: Die Jugend­feu­er­wehr weiß sich auch in heißen Spielen unterm Bas­ket­ball­korb zu behaupten.Bild 2: Fit­ness­test am Feu­er­wehr­kran: Wer den Korb erreicht, erhält eine Beloh­nung. (Fotos: Guido Sawatzki)

Die Ergeb­nisse und wei­tere Bilder finden sich in einem sepa­raten Artikel von Marcel Karger in der Rubrik "Jugend". (Volker Lang, KFV-Medi­en­team)