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Gemeinschaftsgefühl stärken

Bad Rappenauvon Nicole Theuer, HSt

Jugend­feu­er­wehr stellt sich in der Kur­stadt neu auf – Aus acht Jugend­gruppen werden zwei Res­sorts

Die Jugend­feu­er­wehr geht neue Wege. Nächstes Jahr werden aus acht Jugend­gruppen in sechs Abtei­lungen die Res­sorts Süd mit Jugend­li­chen aus Fürfeld, Bon­feld, Tresch­klingen und Bab­stadt. Die Jugend­li­chen aus Bad Rap­penau, Heins­heim, Ober­gim­pern, Grom­bach und Wol­len­berg bilden zukünftig das Res­sort Mitte. Idee hinter dem Modell „Die Jugend­li­chen haben wei­terhin vor Ort ihren Spind, sind bei Ausflügen und Ver­an­stal­tungen der Abtei­lung dabei“, macht Kom­man­dant Felix Mann klar. Die Idee hinter dem Modell sei, die Jugend­li­chen zukünftig besser alters­ge­recht zu unter­teilen. Denn inner­halb der Res­sorts wird es drei Gruppen geben. Dann sind die Zehn- bis Zwölfjährigen die Roo­kies, die Zwölf- bis 15-jährigen werden zu den Dra­gons, und die 15- bis 17-Jährigen nennen sich Figh­ters.

In den Gruppen, die alle 14 Tage zusam­men­kommen, soll den Jugend­li­chen nicht nur Feu­er­wehr­technik ver­mit­telt werden. Es gehe auch um andere Themen, bei­spiels­weise Gesell­schaft und Soziales, sagt Mathias Borth, der stell­ver­tre­tende Jugend­feu­er­wehr­wart. Die Lern­ziele ori­en­tieren sich an den Vor­gaben des Lan­des­feu­er­wehr­ver­bands. Felix Mann könnte sich gut vor­stellen, dass die Jüngeren auch mal an der Aktion „Weih­nachten im Schuh­karton“ teil­nehmen und Päckchen für benach­tei­ligte Kinder packen. Gemein­same Aktionen und auch das Gemein­schaftsgefühl zu stärken, ist der Führung wichtig. „An Niko­laus haben die Klei­neren gemeinsam Weih­nachtsplätzchen geba­cken, während die Großen geübt haben“, erzählt Mann. „Hin­terher kam der Niko­laus, und es wurde im Feu­er­wehr­haus über­nachtet“, führt er weiter aus.

Doch warum geht man in der Kur­stadt neue Wege? „Wir wollen die Jugend­ar­beit ver­bes­sern und attrak­tiver gestalten“, erklärt Borth. Das Abtei­lungs­denken solle redu­ziert werden, es solle einen alters­ge­rechten Übungs­dienst und ver­mehrt Wettkämpfe geben. Ziel des neuen Modells ist es, die Feu­er­wehr Bad Rap­penau zu stärken und den sin­kenden Teil­neh­mer­zahlen ent­ge­gen­zu­wirken.

Aktuell hat die Jugend­feu­er­wehr 86 Mit­glieder. „Wünschens­wert wären 100 Jugend­liche, dann wären wir zah­lenmäßig supergut auf­ge­stellt“, gibt Mann eine Richt­zahl vor. In sechs Monaten, so die Pla­nungen, soll Bilanz gezogen werden. Damit die Jugend­li­chen den Orts­teil­bezug nicht ver­lieren, treffen sie sich in den Feu­er­wehrhäusern vor Ort, ziehen sich dort um und werden dann zur Übung gefahren. Für Mann ist noch etwas ganz wichtig: „Natürlich sollen die Jugend­li­chen auch die Orts­teile ken­nen­lernen. Wir müssen mal schauen, wie oft sie während der Übungen in die Orts­teile fahren.“

Die Pla­nungen für die Umstruk­tu­rie­rung haben im Oktober 2018 mit Umfragen unter den Jugend­li­chen und Betreuern begonnen. Nun starten Eltern­abende, zu denen sowohl die Eltern als auch die Jugend­li­chen ein­ge­laden sind.

Der Eltern­abend für das Res­sort Mitte findet am Mitt­woch, 15. Januar 2020, um 18 Uhr im Bad Rap­pen­auer Feu­er­wehr­haus statt. Der Termin für das Res­sort Süd ist am Mitt­woch, 12. Februar, 18 Uhr, im Feu­er­wehr­haus im Buchäcker­ring in Bad Rap­penau.