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Gasexplosion im Jugendheim - Jugendfeuerwehr Bad Rappenau mimt Opfer

Bad Rappenauvon Pascal Schukraft, THW OV Weinsberg

Für die ehren­amt­li­chen Helfer des Tech­ni­schen Hilfs­werk (THW) in Weins­berg star­tete der Sams­tag­morgen, des 03. November, mit einer neuen Her­aus­for­de­rung: Um 8.45 Uhr wurde bei ihnen der Funk­mel­de­empfänger ausgelöst. Auf dem Dis­play stand zu lesen „Gas­ex­plo­sion im Jugend­heim, Grup­pen­ba­cher Straße, Heil­bronn“.

Das war das Sze­nario der diesjährigen Jah­res­hauptübung des THW Weins­berg zusammen mit dem Deut­schen Roten Kreuz (DRK) und der Ret­tungs­hun­de­staffel Unter­land. Unverzüglich machten sich die THW-Helfer auf dem Weg zur Unglücks­stelle, um die Lage zu erkunden.

Dort ange­kommen blieb nicht viel Zeit. Es musste schnell gehan­delt werden, denn die Jugend­heim­lei­terin und ein wei­terer Mit­ar­beiter, die sich retten konnten, stürmen auf­ge­regt auf die THW-Helfer zu. „Da sind noch Leute im Gebäude,“ rief sie auf­ge­regt. 14 Per­sonen, dar­unter sieben Kinder, wurden noch in den Trümmern ver­mutet. Zeit­gleich trafen die Bereit­schaften des DRK aus Weins­berg und Möckmühl ein, die die Betreuung der beiden Per­sonen über­nahmen. Zeit­gleich rich­teten sie einen Ver­letz­ten­sam­mel­platz ein, um die geret­teten Per­sonen fach­ge­recht ver­sorgen zu können.

Nach der Erkun­dung der Ein­satz­stelle durch ein THW-Team kam das ganze Ausmaß der Explo­sion ans Licht: Das Gebäude war nach der Explo­sion nahezu kom­plett zerstört. Zum gegenwärtigen Zeit­punkt ging die Ein­satz­lei­tung davon aus, dass in wenigen Teilen des Erd­ge­schosses und den Kel­lerräumen teil­weise- oder ganz intakte Räume vor­handen sein könnten.

Auf­grund dieses Lage­bildes wurde die Ret­tungs­hun­de­staffel Unter­land alar­miert. Zusammen ging es dann auf die Suche nach den ver­missten Per­sonen. „Die Spürnasen der Ret­tungs­hunde sind für uns Gold wert,“ sagte THW-Zugführer Tobias Merz zuver­sicht­lich, als das Fahr­zeug der Ret­tungs­hun­de­staffel an der Ein­satz­stelle ein­traf.

Sofort machten sich die Spürnasen auf vier Pfoten im Trümmer­feld auf die. Nur wenige Minuten später war auch schon ein Bellen zu hören - das Zei­chen für eine gefun­dene Person. Ein Team vom DRK machte sich sofort zur Erst­ver­sor­gung auf. Und schon wieder ertönte ein Bellen - und gleich nochmal. „So schnell hätten wir die verschütteten Per­sonen nicht gefunden“ sagte Jonas Koch, Truppführer im THW Weins­berg, erstaunt. Doch ganz so ein­fach gestal­tete sich das Ganze dann doch nicht.

Die teils „schwer­ver­letzten“ Per­sonen konnten nur mühsam aus ihrer miss­li­chen Lage befreit werden. So mussten manch Ver­letzter mit einem Siche­rungs- und Ret­tungs­sytem aus den Trümmer­teilen gezogen werden. Anschließend wurden diese Per­sonen in einem Schleif­korb lie­gend über den Trümmer­kegel zu den DRK-Kräften gebracht. Team­ar­beit war in dieser Situa­tion absolut gefragt, da der Schleif­korb wegen der Stol­per­ge­fahr nicht über die Trümmer getragen werden kann, son­dern in einer Per­so­nen­kette immer wei­ter­ge­geben werden musste.

Nachdem alle Ver­letzten erfolg­reich gerettet und an den Ret­tungs­dienst überg­eben worden waren, resümierten alle Ver­ant­wort­li­chen uni­sono: „Das war nicht das letzte Mal, dass wir eine gemein­same Übung erfolg­reich zu Ende bringen konnten“. Einen beson­deren Dank zollte Volker Bähr - Übungs­leiter, der Feu­er­wehr Bad Rap­penau, die mit einem Teil der Jugend­mann­schaft, die ver­missten und ver­letzen Per­sonen gemimt hatten.