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Fortbildung für eine erfolgreiche Jugendfeuerwehrarbeit an der Basis

von Andreas Rudlof

Eine der wich­tigen Auf­gaben der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr ist die Durchführung von Aus- und Fort­bil­dungsmaßnahmen für die Jugend­feu­er­wehr­warte und Jugend­grup­pen­leiter in den ein­zelnen Gemein­de­feu­er­wehren des Stadt- und Land­kreises. Nur wenn die Ver­ant­wort­li­chen für die Nach­wuchs­ar­beit „up to date“ sind, können sie eine qua­li­fi­zierte Jugend­ar­beit leisten und damit den späteren Feu­er­wehr­nach­wuchs für die aktiven Abtei­lungen sicher­stellen.

Zu diesem Zweck trafen sich 31 Teil­nehmer zu einem Jugend­grup­pen­lei­ter­lehr­gang auf dem „Micha­els­berg“ in Clee­bronn, um ihren Infor­ma­ti­ons­stand auf­zu­fri­schen und teil­weise neue The­men­be­reiche zu erschließen, welche für ihre durchweg ehren­amt­liche Arbeit mit den Jugend­li­chen vor Ort unerlässlich sind.

Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Knut Stein­bauer konnte zu der zweitägigen Fort­bil­dung unter anderem Jugend­feu­er­wehr­warte und -grup­pen­leiter aus Bad Fried­richs­hall, Bad Wimpfen, Bra­cken­heim, Eppingen-Elsenz, Gem­mingen-Steb­bach, Güglingen, Hardt­hausen, Lan­gen­bret­tach, Nord­heim, Sie­gels­bach, Wüstenrot und Zaber­feld will­kommen heißen.

Zum Auf­takt refe­rierte ein Ver­treter des Poli­zei­re­viers Lauffen über das Thema „Gewalt bei Jugend­li­chen“. Beson­ders erschre­ckend zeigt sich hier eine Zunahme der Gewalt­taten von und unter Jugend­li­chen. Hier erhielten die Lehr­gangs­teil­nehmer wert­volle Tipps zur Präven­tion sowie dem rich­tigen Umgang mit dieser Pro­ble­matik.

Die eben­falls aus Lauffen stam­mende Spre­cherin des Jugend­fo­rums der Deut­schen Jugend­feu­er­wehr, Julia Schre­ckenhöfer, infor­mierte die Jugend­feu­er­wehr­warte über die Not­wen­dig­keit der Ein­rich­tung von Jugend­foren auch auf örtli­cher Ebene, um den Mit­glie­dern der Jugend­feu­er­wehren eine ent­spre­chende Platt­form zur Wah­rung und ange­mes­senen Berücksich­ti­gung ihrer Inter­essen zu ermögli­chen. Dabei sollen die Jugend­foren an der Basis einen wesent­li­chen Bei­trag zur Mit­be­stim­mung des Feu­er­wehr­nach­wuchses in allen Belangen der Jugend­feu­er­wehr­ar­beit leisten. Das „Jufo“ exis­tiert seit April 2002. Ziel des Jugend­fo­rums ist, die Mei­nung der Basis wie­der­zu­geben und auf Ent­schei­dungen inner­halb der Jugend­feu­er­wehr Ein­fluss zu nehmen. Diese Mit­be­stim­mung wird bei­spiels­weise im Deut­schen Jugend­feu­er­wehr­aus­schuss durch die zwei Spre­cher wahr­ge­nommen, die hier Vor­schläge und Ände­rungswünsche des „Jufo“ ein­bringen können.

Den Sams­tag­morgen läutete Bertram Kar­cher aus Güglingen mit dem Thema „Internet und Jugend­feu­er­wehr“ ein. Der Web­master der Home­page des Kreis­feu­er­wehr­ver­bandes Heil­bronn und Mit­glied des Medi­en­teams gab hierbei wert­volle Hin­weise zur Gestal­tung von Inter­net­seiten für Jugend­feu­er­wehren. Nicht jedoch ohne auf die mögli­chen recht­li­chen Fall­stricke, die z.B. bei der Gestal­tung des Impres­sums oder der Beach­tung von Bild- und Urhe­ber­rechten zu berücksich­tigen sind, hin­zu­weisen.

Thomas Häfele, seines Zei­chens stell­ver­tre­tender Lan­des­ju­gend­leiter der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg behan­delte im Anschluss den The­men­be­reich „Auf­sichts­pflicht“ mit dem Schwer­punkt „Zelt­lager“. In diesem Zusam­men­hang wurden die Jugend­feu­er­wehr­warte und Jugend­grup­pen­leiter - auch im Hin­blick auf das bevor­ste­hende Kreis­zelt­lager der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr Heil­bronn im kom­menden Jahr - auf die recht­li­chen Ver­pflich­tungen hin­ge­wiesen, welche ihnen als Betreuer während einer sol­chen Ver­an­stal­tung erwachsen.

Und da für eine gute und erfolg­reiche Jugend­feu­er­wehr­ar­beit auch ent­spre­chende Finanz­mittel not­wendig sind, refe­rierte der Kas­senführer der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr, Philipp Krumm, über das Thema „Zuschuss­wesen und Kas­senführung bei Jugend­feu­er­wehren“. Hierbei lag der Schwer­punkt darauf, die mögli­chen Geld­quellen und Fördertöpfe zu benennen, welche für die Nach­wuchs­ar­beit der Jugend­feu­er­wehren vor Ort für gemein­same Ver­an­stal­tungen in Anspruch genommen werden können. Ergänzend dazu hatte Philipp Krumm für die Lehr­gangs­teil­nehmer auch noch einige Tipps für die rich­tige und ord­nungsgemäße Kas­senführung parat.

Zum Abschluss infor­mierte Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart Knut Stein­bauer über aktu­elle Jugend­feu­er­wehr­themen aus dem Land und Kreis.

Während der beiden Tage hatten die Teil­nehmer natürlich eben­falls aus­rei­chend Gele­gen­heit, sich über ihre Arbeit unter­ein­ander aus­zu­tau­schen und über ihre Erfah­rungen in der Jugend­feu­er­wehr­ar­beit zu berichten. „Eine Not­wen­dig­keit im Rahmen einer sol­chen Ver­an­stal­tung“, wie Knut Stein­bauer findet. „Nicht zuletzt, um einmal über den eigenen Tel­ler­rand hin­aus­bli­cken und einen regen Gedan­ken­aus­tausch inner­halb der Jugend­feu­er­wehr­warte und -grup­pen­leiter pflegen zu können“, so der Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart weiter.

Gespickt mit zahl­rei­chen Infor­ma­tionen und Neu­ig­keiten konnten die 31 Teil­nehmer ihre Heim­reise antreten und das beim Jugend­grup­pen­lei­ter­lehr­gang erwor­bene Wissen nun in ihrer tägli­chen Arbeit umsetzen. „Es hat allen Betei­ligten an beiden Tagen außeror­dent­lich Spaß gemacht“, weiß Knut Stein­bauer. „Wir werden diese Ver­an­stal­tung auch wei­terhin anbieten, damit wir unseren Ver­ant­wort­li­chen an der Basis das not­wen­dige Rüstzeug für ein erfolg­rei­ches Wirken mit auf den Weg geben können“, bekräftigte Stein­bauer abschließend.

Fotos: Knut Stein­bauer

Bild 1:
Der Ver­treter des Poli­zei­re­viers Lauffen während seines Vor­trages „Gewalt bei Jugend­li­chen“ zum Auf­takt des Jugend­grup­pen­lei­ter­lehr­ganges

Bild 2:
Durchweg inter­es­sierte und auf­merk­same Teil­nehmer während des Jugend­grup­pen­lei­ter­lehr­ganges auf dem „Micha­els­berg“ in Clee­bronn

Bild 3:
Der stell­ver­tre­tende Lan­des­ju­gend­leiter der Jugend­feu­er­wehr Baden-Württem­berg, Thomas Häfele, während seines Refe­rats zum Thema „Auf­sichts­pflicht“ spe­ziell bei Zelt­la­gern