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Feuerwehr Neckarsulm führt die Jugendabteilungen zusammen

Neckarsulmvon Simon Gajer, HSt

Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr Neckar­sulm hat im Gemein­derat den Feu­er­wehr­be­darfs­plan vor­ge­stellt. Zwar können die Ein­satzkräfte ihre Auf­gaben erfüllen, aller­dings gibt es Hand­lungs­be­darf. Auch Inves­ti­tionen in Höhe von 784.000 Euro zeichnen sich in den nächsten Jahren ab. Der Gemein­derat stellt sich hinter die Wehr.

Die Führung der Feu­er­wehr macht sich Gedanken, um neue Mit­glieder zu errei­chen. Fabian Müller präsen­tierte in der Sit­zung die Details und bezeich­nete es als eine Haus­auf­gabe der Feu­er­wehr, die vor­han­denen Mit­glieder zu erhalten, ehe­ma­lige zu reak­ti­vieren und neue zu gewinnen. Bei­spiel Abtei­lung in der Kern­stadt: Der Sollstärke von 120 Feu­er­wehr­angehörigen stehen nur 100 Per­sonen gegenüber. Ist die Führung noch gut auf­ge­stellt, fehlt es seiner Ansicht nach im Mann­schafts­be­reich. Vor allem bei den Atem­schutzgeräteträgern sieht er Bedarf.

So sieht es beim Per­sonal aus

Die Abtei­lungen Dahen­feld und Ober­ei­sesheim benötigen rech­ne­risch jeweils 40 Mit­glieder. Auch hier gibt es Lücken im Mann­schafts­be­reich, der teil­weise durch einen Über­schuss bei den Zugführern gedeckt werden kann. Das wirkt sich auf die Leis­tungsfähig­keit der Abtei­lungen aus: Die Abtei­lung Neckar­sulm kann laut Bedarfs­plan zu allen Zeiten ihre Auf­gaben erfüllen, durch­schnitt­lich errei­chen die Mit­glieder eine Ein­satz­stelle inner­orts nach 7,5 Minuten, außerorts nach neun Minuten. Auch die Abtei­lung Ober­ei­sesheim kommt zu allen Zeiten auf die Ein­satzstärke.

Anders sieht es in Dahen­feld aus: „Die erfor­der­liche Funk­ti­onsstärke von neun Per­sonen kann in der Regel im kri­ti­schen Zeit­be­reich an Werk­tagen zwi­schen 7 und 17 Uhr nicht verlässlich sicher­ge­stellt werden“, so der Bedarfs­plan. „Eine Staf­fel­ein­heit mit sechs Per­sonen wird hin­gegen im Regel­fall zu allen Tages­zeiten erreicht.“ Die beiden Abtei­lungen sind nach gut fünfein­halb Minuten an den innerörtli­chen Ein­satz­stellen.

Zusam­menführung der Jugend ist für die Feu­er­wehr sinn­voll

Bei der Jugend­feu­er­wehr denkt die Führung über eine Zusam­menführung der Abtei­lungen Neckar­sulm/Dahen­feld und Ober­ei­sesheim nach. Es sei sinn­voll, sagte Fabian Müller. Die größere Gruppe solle dann alters­ge­recht auf­ge­teilt werden. Im Feu­er­wehr­be­darfs­plan der Stadt heißt es dazu, dass die Dop­pel­ar­beit ver­rin­gert werden kann. Alters­ge­recht soll auf den Nach­wuchs ein­ge­gangen werden: „So können Kinder bis 14 Jahren bei­spiels­weise eher spie­le­risch mit Feu­er­wehr­themen ver­traut werden, während Jugend­liche ab 15 Jahren bereits auf die Über­nahme in den aktiven Ein­satz­dienst vor­be­reitet werden.“

Aus logis­ti­schen Gründen sei es sinn­voll, diese Übungs­dienste an unter­schied­li­chen Wochen­tagen abzu­halten oder wochen­weise zu wech­seln. „Ver­bunden mit einer Zusam­men­le­gung ist die Ver­tei­lung von Auf­gaben und Funk­tionen mit den Betei­ligten aller Abtei­lungen neu zu regeln.“ Ein wich­tiger Aspekt ist dabei, die Kinder zu trans­por­tieren. Auch des­halb soll ein neuer Mann­schafts­trans­port­wagen für 65.000 Euro gekauft werden.

Das sind größere Inves­ti­tionen

Außerdem regt die Führung der Feu­er­wehr an, den haupt­amt­li­chen Bereich zu prüfen. Im Bedarfs­plan ist von einem Mehr­be­darf an „einer haupt­amt­li­chen Stelle“ die Rede. Im Gemein­derat präsen­tierte die Feu­er­wehr, auch Kom­man­dant Wolf­gang Rauh war gekommen, die Details zu den denk­baren Inves­ti­tionen. Zu den großen Posi­tionen gehört ein soge­nannter Abrollbehälter Energie für 200.000 Euro. Das Kon­zept für eine Strom­aus­fall­pla­nung werde der­zeit mit der Stadt­ver­wal­tung erar­beitet.

Zudem steht der Kauf eines großen Gerätewa­gens für 220.000 Euro auf der Agenda. Zu den mit­tel­fris­tigen Inves­ti­tionen kommen Baumaßnahmen, über deren Umsetz­bar­keit noch zu ent­scheiden ist. Die Feu­er­wehr geht davon aus, dass eine ver­bes­serte Zufahrt zum Sitz der Kern­stadt-Abtei­lung und die Erwei­te­rung der Halle Nord 45.000 Euro kosten. Unklar sind die mögli­chen Aus­gaben für die Erwei­te­rung des Gerätehauses in Ober­ei­sesheim.