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Feuerlöscher und Funkgeräte im Test

Lauffen a.N.von Stefanie Pfäffle, HSt

Das sieht ganz schön hoch aus: Ecam und Dilara pressen sich ihre Nasen an den Glas­toren platt und schauen gebannt auf die Dreh­leiter. Gerade wieder trans­por­tiert Feu­er­wehr­mann Uwe Hirschmüller eine kleine Gruppe Kinder in luf­tige Höhen. Bis zu 30 Meter hoch kann das hoch­mo­derne Ein­satz­fahr­zeug aus­ge­fahren werden. "Das ist bestimmt am Besten von allem",glauben die beiden Sie­benjährigen. Aber es gibt noch viel mehr zu ent­de­cken beim Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Lauffen.

Inter­esse

53 Mädchen und Jungen zwi­schen sechs und 15 Jahren wuseln ges­tern Vor­mittag über das Betriebsgelände. Dazwi­schen sind viele Feu­er­wehrmänner und -frauen in voller Montur unter­wegs. 23 Leute, die Zahl sagt aus, wie wichtig den Flo­ri­ansjüngern dieses Angebot ist. "Das Inter­esse an der Feu­er­wehr ist vor allem bei den Jungs immer groß",weiß Schriftführer Michael Kenn­gott. Und viel­leicht bleibt ja auch der eine oder andere bei der Jugend­feu­er­wehr hängen, bei der man in Lauffen ab zwölf Jahren mit­ma­chen kann.

Die Kinder sind in ver­schie­dene Gruppen auf­ge­teilt und wech­seln zwi­schen den Sta­tionen. Während die einen gerade im Ein­satz­fahr­zeug durch die Stadt unter­wegs sind, lernen andere, was sich im Funk­raum tut. Im Land­kreis gibt es nur eine Fre­quenz für die Feu­er­wehr, erfahren die Teil­nehmer. "Des­wegen schwätzen wir so wenig wie möglich, weil es immer nur einer im ganzen Kreis auf einmal kann",erklärt der stell­ver­tre­tende Kom­man­dant Ger­hard Kraft.

Nun dürfen auch die Funkgeräte getestet werden. Was soll man da bloß rein­reden? "Wel­ches ist die nächste Sta­tion? Kommen",fragt ein Junge. Seine Part­nerin ant­wortet: "Par­cours­lauf, kommen." Weil nor­ma­ler­weise der, der anfängt, auch wieder mit dem Gespräch aufhört, ist noch ein letztes "ver­standen, Ende" zu hören.

Im Außenbe­reich rennen ein paar Kinder um die Wette. Mit Jacke und Helm der Jugend­feu­er­wehr ausgerüstet, springen sie über einen Schlauch, füllen an einer Wanne den mit­ge­brachten Becher mit Wasser und damit eine Kübel­spritze. Wenn die voll ist, dürfen sie auf die Fall­klappen zielen.

Kette ziehen

Eigent­lich ist es ganz ein­fach, einen Feuerlöscher zu bedienen: Kette ziehen und Schlauch in die Hand nehmen. "Spritzt erst von Weitem und geht dann auf das Feuer zu",erklärt der Helfer. Wichtig ist es dabei, in die Hocke zu gehen, denn im Stehen ist es viel heißer. Fabian nimmt sich den Rat zu Herzen und widmet sich dem Löschen eines kleinen Feuers. "Ich war schon mal hier, weil man so viele tolle Sachen machen kann",erzählt der Achtjährige.

Bild: Der Besuch bei der Feu­er­wehr ist beliebt bei vielen Kin­dern. Der Tag ist span­nend, dürfen sie doch auch ver­su­chen, Flammen zu ersti­cken. (Foto: Ste­fanie Pfäffle)