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Eine Tonne Papier ist ungefähr 26 Euro wert

Bad Rappenauvon Andreas Waidler HSt

Das erwirt­schaf­tete Geld soll dem Nach­wuchs der Hilfs­or­ga­ni­sa­tion zu Gute kommen und gleich­zeitig die Anschaf­fung eines Mann­schafts­trans­port­wa­gens (MTW) mit­fi­nan­zieren. Die Jugend­feu­er­wehr Grom­bach traf sich am Samstag zur alljährli­chen Alt­pa­pier­samm­lung im Dorf.

?Wir teilen uns die Alt­pa­pier­samm­lung mit der Orts­gruppe des DRK?, erklärt Abtei­lungs­kom­man­dant Lothar Fleck. Vier Mal pro Jahr wird los­ge­zogen. ?Das DRK macht drei Samm­lungen, wir eine - das Rote Kreuz muss sich ja nahezu selbst finan­zieren?, erläutert der 49-Jährige.

Unter den Kin­dern und Jugend­li­chen herrscht gute Stim­mung. Lautes Gelächter erfüllt den Auf­ent­halts­raum des Gerätehauses, wo sich die 18 Jugend­li­chen um halb neun treffen. ?Wir haben in der Jugend 17 Jungen und ein Mädchen - wenn alle da sind?, lacht Jugend­feu­er­wehr­wart Heiko Dorsch.

Eine Tonne Papier oder Karton erbringt ungefähr 26 Euro. ?Pro Samm­lung kommen durch­schnitt­lich zehn bis zwölf Tonnen Papier zusammen?, infor­miert Grup­penführer Klaus Dietz.

?Natürlich soll der Großteil des Geldes in die Jugend fließen. Ausflüge und Zelt­lager müssen ja irgendwie finan­ziert werden?, betont Lothar Fleck. ?Doch gleich­zeitig wollen wir für die Anschaf­fung eines MTWs sparen - der jedoch auch wieder den Jugend­li­chen zu Gute kommt.?

Schon seit vielen Jahren sam­melt die 35-köpfige Wehr für das Ein­satz­fahr­zeug. ?Die Kom­munen haben kein Geld mehr?, klagt Fleck, ?also müssen wir die Anschaf­fung selbst finan­zieren.?

Für die Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr scheint mehr der Spaß als das Geld im Vor­der­grund zu stehen. Begeis­tert laden sie das an der Straße gesta­pelte Papier auf den Hänger, sti­cheln und feuern sich gegen­seitig an. Kame­rad­schaft wird groß geschrieben.

So emp­findet das auch der zwölfjährige Jan Gruber. ?Ich bin jetzt schon seit fast zwei Jahren dabei. Es macht sehr viel Spaß.? Unter­bro­chen wird er von Nicolai Zim­mer­mann. Der Elfjährige meint: ?Man will ja auch was zu erzählen haben.? Zim­mer­mann selbst ist im vorigen Jahr dazu­ge­kommen.

In die Jugend­feu­er­wehr kann jeder ab zwölf Jahren. ?Wir haben auch einige Jüngere dabei - aber das ist eher eine Aus­nahme?, berichtet der 22-jährige Heiko Dorsch. Bis die jungen Leute mit 18 in die aktive Wehr über­nommen werden, bleiben sie beim Nach­wuchs. Klaus Dietz erklärt stolz: ?Bei uns springen nur wenige ab. Erst kürzlich wurde wieder eine Gruppe über­nommen.?

Schon nach einer halben Stunde ist der Hänger voll. Papier und Karton werden zu nahe gele­genen Con­tai­nern gefahren und dort abge­laden. Wer viel arbeitet, der muss sich auch stärken. Als Vesper gibt es Bre­zeln und Cola. Mit­tags wird Pizza bestellt. Bis um ein Uhr dauert die Samm­lung nor­ma­ler­weise.

Nach ersten Schätzungen sind auch in diesem Jahr rund zwölf Tonnen Papier zusam­men­ge­kommen. Für einen neuen Mann­schafts­trans­port­wagen reicht das zwar nicht - aber ein wei­terer Schritt ist getan.

Foto: Grom­bachs Feu­er­wehr­nach­wuchs packt an, um Geld für einen Mann­schafts­trans­port­wagen und Aktivitäten zu bekommen. Die Kinder und Jugend­li­chen sam­meln Papier und laden es in einen Con­tainer. (Foto: Andreas Waidler).