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Die Jugendfeuerwehr Bad Wimpfen 36 Stunden in Alarmbereitschaft

Bad Wimpfenvon B.F., Feuerwehr Bad Wimpfen

An einem Wochen­ende im Herbst von Freitag ab 18:00 Uhr bis Sonntag um 10:00 Uhr ver­brachten acht Jugend­liche der Jugend­feu­er­wehr der Frei­wil­ligen Feu­er­wehr Bad Wimpfen mit ihren Lei­tern, sowie einigen Hel­fern im Feu­er­wehrgerätehaus am Steinweg. Natürlich waren noch der eine oder andere aktive Feu­er­wehr­ka­merad in die „geheimen Ein­satzpläne“ ein­ge­weiht. Zu Beginn ihrer 36 Stun­den­schicht wurden die Mit­glieder der Jugend­feu­er­wehr in Gruppen ein­ge­teilt. Außerdem gab es eine Ein­wei­sung im Funk­raum und in den Fahr­zeugen. So vor­be­reitet konnten die „Einsätze“ kommen, und sie kamen. Die Schlafplätze waren ein­ge­richtet, die Küche war nach dem gemein­samen Ham­bur­ger­essen aufgeräumt als um 21:21 Uhr der Erste Ein­satz über Telefon ein­ging. Der Ret­tungs­dienst hatte die Feu­er­wehr ange­for­dert, da im Kurwäldchen beim Sport­platz eine ver­letzte Person aus unweg­samen Gelände gerettet bzw. getragen werden musste. Nach einer relativ ruhigen Nacht rückte unsere Jugend­feu­er­wehr am Samstag um 7:20 Uhr zum ev. Gemein­de­haus aus. Ein Nachbar hatte einen Rauch­warn­melder gehört. Es wurden alle Räume erkundet, und in einem Raum fand der Angriffs­trupp einen defekten Rauch­melder. Um 10:40 Uhr fuhren die Ein­satzkräfte zu einem asphal­tierten Feldweg. Durch einen tech­ni­schen Defekt verlor der PKW eines Grundstückbe­sit­zers der auf dem Weg zu seinem Gar­ten­grundstück war Öl. Die „Ölspur“ wurde besei­tigt. Gerade hatten die Jugend­li­chen ihre Gerätschaften in den Fahr­zeugen aufgeräumt und fuhren in Rich­tung Feu­er­wehrgerätehaus kam über Funk der nächste Ein­satz. Gemeldet war ein „Con­tai­ner­brand“ vor einem Haus und zusätzlich wurde noch eine Person ver­misst. Mit zwei C-Rohren hatten die Ein­satzkräfte das Feuer schnell unter Kon­trolle und kurz darauf gelöscht. Die ver­misste Person fand ein Such­trupp in der benach­barten Werk­statt. Diese wurde aus dem Gebäude gebracht und dem Ret­tungs­dienst überg­eben. Um 15:40 Uhr eilten die Feu­er­wehr­frauen und Männer zu einer „Tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung“ zu einem Land­wirt­schaft­li­ches Anwesen. Eine Person war unter einer Maschine ein­ge­klemmt. Mit dem Ein­satz von Hebe­kissen und Unter­bau­ma­te­rial konnte die Person befreit und dem Ret­tungs­dienst überg­eben werden. Zwei Stunden später mel­deten Anwohner einen „Großbrand“ in Bad Wimpfen Hohen­stadt. Das alte Feu­er­wehrgerätehaus „brannte“ und drei Per­sonen wurden ver­misst. Zwei der drei ver­missten Per­sonen konnten über die Dreh­leiter gerettet werden. Die dritte Person ret­tete der Angriffs­trupp unter Atem­schutz aus dem „ver­rauchten“ Gebäude. Während des Ein­satzes wurde eine Rie­gel­stel­lung zum Schutz des Nach­bargebäudes auf­ge­baut. Zu einer „Per­so­nen­suche“ rückten die Jugend­li­chen um 21:07 Uhr aus. Mit Hilfe von Lampen und Wärme­bild­ka­meras konnten die neun ver­missten Per­sonen, schnell gefunden werden. Nachdem die Gerätschaften gerei­nigt und aufgeräumt, man noch gemeinsam zu Abend gegessen hatte war um 22 Uhr Nacht­ruhe! Aber nicht lange. Am Sonn­tag­morgen um 01:49 Uhr „brannte“ es neben dem Natur­bil­dungs­haus. Etwas schläfrig, aber voller Taten­drang meis­terten die jungen Feu­er­wehr­leute auch diese gestellte Auf­gabe. Anschließend kro­chen alle noch­mals in ihre Schlafsäcke. Nach dem Frühstück und dem anschließenden aufräumen, endete dieser beson­dere Dienst mit den unter­schied­lichsten „Einsätzen“, Betriebs­sport, Übungs­dienst, Fahr­zeug und Gerätehaus­pflege am Sonn­tag­morgen um 10:00 Uhr.