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Der jugendliche Nachwuchs zeigt, was er schon auf dem Kasten hat

Hardthausenvon Rainer Köller HSt

Zahl­reiche Zuschauer zog wieder das Lin­denblüten­fest der Goch­sener Feu­er­wehr auf den Fest­platz unter der Linde. Neben einer großen Aus­stel­lung von alten Feu­er­wehr­fahr­zeugen zeigte die Hardt­hau­sener Jugend­wehr zum ersten Mal, dass sie nicht nur löschen, son­dern auch tech­ni­sche Hilfe leisten kann.

Tech­ni­sche Hilfe leisten, das hört sich für den Laien an, als hätte die Hardt­hau­sener Jugend­wehr ADAC gespielt. Doch wer das zu Beginn der Schauübung der Jugend gedacht hatte, wurde ange­nehm über­rascht. Jugend­wart Bernd Herold und sein Team hatten ein altes Auto besorgt und mit diesem einen Unfall simu­liert. Eine bewusst­lose Person saß im Fahr­zeug. Die Jugend­wehr brauste mit Blau­licht und Mar­tins­horn an die Unfall­stelle.

Grup­penführer Ingo Bro­selge, selbst noch keine 18 Jahre alt, führte ein klares Kom­mando. Der Angriffs­trupp ging mit der Brech­stange zum Unfall­fahr­zeug. Andere des jungen Teams sicherten die Unfall­stelle ab. Der Was­ser­trupp berei­tete alles vor, sodass sofort gelöscht werden könnte, falls das Unfall­auto zu brennen beginnen sollte.

Sogar die Licht­masten wurden auf­ge­baut, um den Zuschauern zu zeigen, dass auch das schon im Aus­bil­dungs­proramm der Jugend steht.

Bald war der Ver­letzte geborgen und in eine sta­bile Sei­ten­lage gebracht, dann durfte der Was­ser­trupp das Auto­wrack noch einschäumen. Bernd Herold: „Es wird immer wich­tiger, dass die Wehr­leute nicht nur löschen können, son­dern in der tech­ni­schen Hil­fe­leis­tung fit sind.“ Die Jugend wird des­halb schon ent­spre­chend geschult.

Ria Bauer freute sich mit den Wehr­leuten der Goch­sener Abtei­lung: „Habt ihr einen Ver­trag mit Petrus, dass ihr immer so schönes Wetter habt?“ Für Abtei­lungs­kom­man­dant Thomas Engler sind das schöne Wetter und die große Zahl der Besu­cher der Lohn für viel Arbeit. Diese Arbeit kann Engler aller­dings auf viele Schul­tern ver­teilen: „Ich bin stolz und froh, dass es in Gochsen einen solch großen Zusam­men­halt gibt. Alle helfen mit. Junge, Alte und auch unsere Frauen stehen uns zur Seite.“

Mit „uns“ meint Thomas Engler Alfred Dörfle, der als Richt­meister für den Auf- und Abbau zuständig ist, den als Fest­wirt ver­ant­wort­li­chen Martin Wolf und sich selbst. Richtig Spaß machte es dem Wehr­chef, dass die in Gochsen wohn­haften Mit­glieder der Jugend­wehr kräftig mit anpackten.

Zuspruch fanden die rund zehn aus­ge­stellten Feu­er­wehr­fahr­zeuge des Neu­en­stadter Ver­eins. An ihnen konnten die Gäste die rasante tech­ni­sche Ent­wick­lung fest­stellen.

Foto:Sogar mit Schaum durften die Mit­glieder der Hardt­hau­sener Jugend­feu­er­wehr bei der Schauübung han­tieren: In der Realität könnte so ein Unfall­wagen ja Feuer fangen. (Fotos: Agentur Kochertal)