QR-Code zur Seite

Den Nachwuchs für den Dienst am Nächsten begeistert

Bad Rappenauvon Rudolf Landauer HSt

Kinder und Jugend­liche - und damit den Nach­wuchs im Visier hatte der Schnup­pertag der Abtei­lungs­feu­er­wehr Heins­heim am Samstag.

Ste­phan Kluge ist Bad Rap­penaus jüngster Abtei­lungs­kom­man­dant und er wünscht sich, dass sich das auch in einer Verjüngung der Abtei­lungs­wehr und auch der Feu­er­wehr­ka­pelle nie­der­schlägt. „Wir möchten gerade den Nach­wuchs für das Feu­er­wehr­wesen begeis­tern und ihm die Inhalte und die Wich­tig­keit unserer Ein­rich­tung ver­mit­teln“, betonte Ste­phan Kluge. Die Kinder sollten dabei erfahren, dass Feu­er­wehr nicht nur Feu­er­wehr­autos besteht, die mit Tatü durch die Gegend fahren, son­dern dass Dienst in der Feu­er­wehr neben dem Ernst bei Einsätzen auch Spaß und Freude bringt. Kluge nannte Ausflüge, Zelt­lager oder das Erlernen von Tätig­keiten, die auch im Alltag nützen.

Ste­phan Kluge möchte mit seiner Abtei­lungs­wehr einem Trend ent­gegen wirken: Er bemerkte nämlich ein Nach­lassen bei der Bereit­schaft am Dienst für andere Men­schen. „Das ist sehr schade, denn viele Men­schen denken gar nicht daran, dass sie im nächsten Augen­blick selbst auf diese Hilfe ange­wiesen sein könnten.“ Gerade in einem auf etwaige Einsätze bezogen topo­gra­fisch ungünstig lie­genden Dorf wie Heins­heim sei es wichtig, am Ort eine ein­satzfähige Wehr zu haben, meinte Kluge.

Etwas enttäuscht waren sie schon, die aktiven Wehr­leute, die am Samstag Dienst ver­rich­teten. Denn der Zulauf an erwach­senen Heins­hei­mern hilt sich sehr in Grenzen. Dabei bekam der Nach­wuchs etli­ches geboten. Als ein­zige Abtei­lung der Bad Rap­pen­auer Gesamt­wehr haben die Heins­heimer ein sta­biles Alu-Mehr­zweck­boot in ihrem Gerätesor­ti­ment. Hoch­wasser am Neckar bedeutet für die wackeren Heins­heimer stets auch erhöhte Alarm­be­reit­schaft, denn der Fluss hat schon oft seine Tücken gezeigt. Die Kinder beschlag­nahmten das Boot, dem diese Nut­zungsart natürlich nichts anhaben konnte.

Im Übungs­raum des Gerätehauses hatten junge Musi­ke­rinnen und Musiker der Feu­er­wehr­ka­pelle Instru­mente bereit­ge­stellt, mit denen die Kinder aus­pro­bieren konnten, ob eins dabei ist, das ihnen even­tuell zusagt. Der vierjährige Ugo etwa setzte sich ans Schlag­zeug und ließ spontan sein rhyth­mi­sches Talent erkennen. Man merkte ihm die Freude so richtig an. Aber auch dem großen Tenor­horn ent­lockte er einige Töne. „Der Ugo hat's ein­fach drauf“, meinte Ste­phan Kluge aner­ken­nend, der selber aktiv in der Kapelle musi­ziert. Die elfjährige Katrin dagegen ist bereits seit einem Jahr bei der Jugend­ab­tei­lung aktiv und hat mächtig Spaß dabei. Platsch­nass gespritzt wurden einige Kinder, als sie der Strahl aus dem Löschrohr traf. Bei den Som­mer­tem­pe­ra­turen war das natürlich kein Pro­blem.

Foto: Die Kinder hatten beim Schnup­pertag der Abtei­lungs­feu­er­wehr Heins­heim ihren Spaß. Das sta­bile Alu-Motor­boot der Wehr gefiel ihnen beson­ders gut. (Foto: Rudolf Land­auer)