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Camp verbindet Namensvettern

Neuenstadt a.K.von Rainer Köller, HSt

Über 140 Kinder und Jugend­liche, die das gemein­same Hobby Feu­er­wehr haben, trafen sich am Wochen­ende am Neuenstädter Sportgelände. Zum neunten Mal waren alle europäischen Neu­stadts zum Zelt­lager der Jugend­feu­er­wehr ein­ge­laden worden. Neu­en­stadt am Kocher ist der ein­zige Ort mit den Buch­staben „en“ in der Mitte des Orts­na­mens. Das Treffen findet alle zwei Jahre im Wechsel mit einem Treffen der Aktiven aller Wehren statt.

Von den etwas über 40 gela­denen Kom­munen waren letzt­lich sieben ver­treten. Aus Breu­berg-Neu­stadt war auch die Mini-Feu­er­wehr, die Kinder ab sechs Jahren auf­nimmt, ange­reist.

Heiß oder nass Die Jugend­warte Alex­ander Müller und Tobias Schaf­froth hatten sich mit ihrem Team bei der Vor­be­rei­tung viel Mühe gegeben. Und wohl fühlten sich die jungen Leute im Alter von sechs bis 17 Jahren dann auch. Chris­tian (17) aus Titisee-Neu­stadt haderte nur mit dem Wetter: „Ent­weder ist es zu heiß oder zu nass“. Die 16-jährige Cindy aus Neu­stadt/Saale war sich sicher: „Das Kommen hat sich trotz der über 500 Kilo­meter weiten Anfahrt gelohnt.“ Am Ankunftstag, dem Freitag, stellten zunächst mal alle zusammen die Schlaf­zelte auf. Die geplante Nacht­wan­de­rung fiel wegen eines hef­tigen Gewit­ters aus. Dafür ging es im großen Ver­pfle­gungs­zelt und später in den Schlaf­zelten hoch her. Der zwölfjährige Björn Schaf­froth fasst es so zusammen: „Die Nacht war anstren­gend. Die sind teil­weise noch voll lang wach geblieben.“ Spaß gemacht hat es aber auch dem Neuenstädter.

Am Samstag wurden die Kräfte gemessen. Die Dis­zi­plinen bei der Lager­olym­piade reichten vom Schlauch­aus­rollen über das Was­ser­tragen bis zum Sackhüpfen im Big Bag und dem Knoten binden. Dass er mit Begeis­te­rung dabei war, bestätigt der Neuenstädter Kai Teicht­inger. Der Elfjährige war ledig­lich mit dem Abschneiden der eigenen Wehr unzu­frieden.

Olym­pi­scher Gedanke Doch es zählte allein der olym­pi­sche Gedanke, erklärt der Pres­se­wart der gast­ge­benden Feu­er­wehr, Markus Schuster: „Das soll kein tod­ernster Wett­kampf sein, son­dern es soll ein­fach richtig Spaß machen.“ Manchmal muss man auch umplanen. Da wegen der Gewitter das Wasser des Kochers gestiegen war, fiel die vor­ge­se­hene Kanu­fahrt zugunsten eines Aqua­toll­be­suchs in Neckar­sulm aus. Am Sams­tag­abend gab es dann noch eine Zelt­disco und am Sonntag traten die Gäste nach einem Sport- und Spie­le­vor­mittag wieder die Heim­reise an.

Wo in zwei Jahren das zehnte Zelt­lager der europäischen Neu(en)stadts und statt­findet, wird noch aus­ge­macht.

Foto1: Die Jugend­be­treuer Alex­ander Müller (rechts) und Tobias Schaf­froth bereiten das Team der Jugend­wehr Neu­en­stadt für das Sackhüpfen vor. (Foto: Agentur Kochertal)

Fotos 2-4: JFW Neu­en­stadt