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Brennen und Löschen

Bad Friedrichshallvon Michael Siegmann, Feuerwehr Bad Friedrichshall

„Die Freude ist überall. Es gilt nur, sie zu ent­de­cken.“

Kon­fu­zius (551-479 v.Chr.)

Wie oft bekommen wir im Leben eine kleine Freude geschenkt? Einmal? Zweimal? Oder gar öfter?

Wie defi­nieren wir Freude? Ist Freude eine mate­ri­elle Leis­tung, die uns jemand zukommen lässt oder ist Freude ein­fach nur das Ergebnis von der Begeis­te­rung für eine Sache? Sicher gibt es ver­schie­dene Defi­ni­tionen über Freude, aber im Grunde zählt doch nur die, dass wir Men­schen immer dann Freude emp­finden, wenn es etwas gibt, was uns begeis­tern kann!

Überall diese Begeis­te­rung wecken, sollte das Ziel der Übungs­abende der Jugend­feu­er­wehr sein! Wir müssen junge Men­schen für unseren Ein­satz begeis­tern! Sie sind unsere Zukunft und stellen die Wei­chen für die Zeit nach uns!

Als wir gebeten wurden, nahmen wir die Auf­gabe, Begeis­te­rung bei der Jugend zu wecken, gerne an. Auf dem Dienst­plan stand Brennen & Löschen. Sicher kein Unter­richt, bei dem jeder vor Begeis­te­rung durch die Decke geht. Aber genau hier liegt unser Ansporn.

Mit einem Knall­ef­fekt hatten wir den Unter­richt begonnen, ein mit Was­ser­stoff gefüllter Ballon wurde mit­tels einer Kerze zum Bersten gebracht. Das Ergebnis war ein Feu­er­ball und ein Knall, der allen signa­li­sierte, es geht rund heute!

Gefolgt von einem kurzen Aus­flug ins Fach Chemie und vielen wei­teren visu­ellen und pla­ka­tiver Ver­suche, wie zum Bei­spiel einem Feuer, wel­ches sich ohne Flamme ent­wi­ckelt hat, der Wachs­probe, dem Flash- Over Simu­lator im Klein­format bis hin zum rich­tigen Umgang mit bren­nendem Fett konnten wir die Begeis­te­rung langsam stei­gern.

Mit der Erläute­rungen zu unseren Löschmöglich­keiten und Löschmittel, konnten wir dem Mythos Feuer ein wenig den Schre­cken nehmen. Wir zeigten, dass wir vor Feuer zwar Respekt, aber keine Angst haben sollten. Spätes­tens, bei der Fett­ex­plo­sion gingen wir dann quasi vor Begeis­te­rung durch die Decke, da die Jugend­feu­er­wehr hier zum ersten Mal, die enorme Kraft und Hitze des Feuers aus sicherer Ent­fer­nung sehen konnte.

Diese Explo­sion stellte den finalen Act unserer Unter­richts­ein­heit dar. An vielen zufrie­denen Gesich­tern konnten wir sehen, dass wir den Geist wohl getroffen hatten! Freude zu geben ist ein­fach, wir tragen sie eigent­lich immer in uns. Und Freude, ist wohl auch das ein­zige im Leben, dass sich mul­ti­pli­ziert, wenn wir es mit anderen Teilen. Mit diesen Worten möchte ich meinen Bericht schließen und den Betreuern der Jugend­feu­er­wehr für dieses Enga­ge­ment bei unseren „Kleinen“ danken. Auch möchte ich mich im Namen von meinen Hel­fern und natürlich mir für die Anfrage bedanken und wünsche Euch weiter viel Freude an Eurem tun. Eine schöne Jugend­feu­er­wehr­zeit und hof­fent­lich, sehen wir uns alle wieder einmal. Ich freue mich auf Euch bei den Aktiven, macht weiter so und Danke für Eure Freude an unserem Unter­richt.