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Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Brackenheim

Brackenheimvon Pascal Rühle, Feuerwehr Brackenheim

Vom 14.10. bis zum 16.10. fand der „Berufs­feu­er­wehrtag“ der Jugend­feu­er­wehr statt. Hierbei simu­lierten wir mit einer Gruppe unserer Jugend­li­chen eine Schicht der Berufs­feu­er­wehr im Gerätehaus Bra­cken­heim und fuhren zu ver­schie­denen Übungen (im nach­fol­genden „Einsätze“ genannt). Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Gründen dehnten wir den Tag dieses Mal auf das gesamte Wochen­ende aus.

Von den abwechs­lungs­rei­chen „Einsätzen“, zu denen wir mit dem Haus­alarm gerufen wurden, möchte ich zwei näher erläutern: Sonn­tags mor­gens wurden wir zu einem Küchen­brand in einem Wohn­haus gerufen. Dort wurden wir von einem Nachbar darüber infor­miert, dass zwei Per­sonen ver­misst werden. Zwei Trupps unter „Press­luft­at­mern“ (PVC-Rohre auf einem alten Tra­ge­ge­stell) suchten die stark ver­ne­belte Woh­nung ab. Um den „Brand­herd“ (Tee­lichter) besser finden zu können, wurden sie mit Wärme­bild­ka­meras ausgerüstet. Nachdem „Brand aus“ gemeldet wurde, konnten auch recht schnell beide ver­misste Per­sonen gerettet werden. Die übrigen Trupps waren mit dem Aufbau der Was­ser­ver­sor­gung und der Anlei­ter­be­reit­schaft (eine vor­sorg­lich gestellte Leiter als zusätzli­chen Ret­tungsweg) beschäftigt. Der zweite näher beleuch­tete Ein­satz war auf einem Spiel­platz. Eine Person hatte sich mit dem Fuß in einem Schau­kel­pferd ver­klemmt. Diese wurde dann von unseren „Ein­satzkräften“ mit hydrau­li­schem Ret­tungsgerät befreit (eine Vor­rich­tung zum Üben diente hierfür zur Simu­la­tion). Danach konnte die geret­tete Person an den Ret­tungs­dienst überg­eben werden.

Das Ein­satz­spek­trum reichte wei­terhin über das Löschen von Lager­feuern, Per­sonen unter land­wirt­schaft­li­chem Gerät, Keller aus­pumpen, Tier­ret­tung, Besei­ti­gung einer „Ölspur“ (Milch) und vielem mehr. Natürlich dürfte auch ein Fehl­alarm an einer Brand­mel­de­an­lage nicht fehlen.

Außer den Einsätzen galt es wie bei der echten Berufs­feu­er­wehr neben den Einsätzen auch ver­schie­dene Übungen und Theo­rie­stunden durchzuführen, das Essen vor­zu­be­reiten und das Gerätehaus sauber zu halten. Vor dem Schla­fen­gehen auf den Feld­betten konnten wir noch gemeinsam spielen und einen Film schauen.

Vielen Dank an die gute Truppe der Jugend­li­chen, welche die durchaus anspruchs­vollen „Einsätze“ her­vor­ra­gend gemeis­tert hat, an die Betreuer und Helfer aus Reihen der Aktiven Kame­raden, die viel Zeit auf­brachten sowie an die Führung der Feu­er­wehr, dass wir das Gerätehaus das Wochen­ende über in Beschlag nehmen und auch die großen Fahr­zeuge nutzen durften. Müde, aber den­noch sehr glücklich konnten wir sonn­tags unsere „Schicht“ beenden und freuen uns auf einen wei­teren Berufs­feu­er­wehrtag im kom­menden Jahr.